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Jasmin Tabatabai verzückte 850 Konzertbesucher

Ahrenshoop Jasmin Tabatabai verzückte 850 Konzertbesucher

Beim Ahrenshooper Jazzfest gaben 22 Bands insgesamt 28 Konzerte.

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Jasmin Tabatabei und Saxophonist David Klein bei den Ahrenshooper Jazztagen.

Quelle: Carolin Riemer

Ahrenshoop. Wenn fremde Menschen dem Ahrenshooper Kurdirektor auf der Straße hinterher rufen: „Vielen Dank, für dieses schöne Wochenende“, dann kann Roland Völcker davon ausgehen, dass das Jazzfest viele Gäste glücklich machte.

Tausende Gäste im Ostseebad

22 Bands, 22 Spielorte und 28 Konzerte an drei Tagen – davon waren nicht nur die Zuhörer, sondern sogar die Musiker überwältigt. „Grandios. So etwas gibt es in ganz Mecklenburg-Vorpommern nicht noch einmal, nur in diesem wunderschönen Ostseebad mit einem besonders kunstsinnigen Publikum“, schwärmte Musiker Andreas Pasternack. Nach sieben Jahren Pause vom Ahrenshooper Jazzfest fand er im 125. Jubiläumsjahr der Künstlerkolonie endlich wieder Zeit, dabei zu sein und moderierte unter anderem das Konzert mit Stargast Jasmin Tabatabai am Sonnabend. 850 Zuhörer erlebten die gut gelaunte Sängerin mit den tiefgründigen Texten. In einem knallpinken Hosenanzug verzauberte sie zusammen mit dem David Klein Quartett ihre Zuhörer. „Die Menschen sind als Publikum, die besten Menschen. Sie lassen sich amüsieren und spenden Applaus“, sang die 50-jährige, die auch als Schauspielerin erfolgreich ist. Und Applaus, den spendeten die Konzertbesucher ausgiebig. David Klein, Saxophonist aus der Schweiz, erzählte im sympathischen Dialekt von seiner aufregenden Zugreise in den hohen Norden. Eineinhalb Stunden musste er in Frankfurt am Main auf den Lokführer warten: „Denn der Zugführer hatte einen entscheidenden Fehler gemacht: Er wollte mit dem Zug zur Arbeit fahren und kam deswegen so unpünktlich.“ Die Schmunzel-Anekdoten gefielen dem Publikum. Einzig dem Wetter machte Kurdirektor Völcker Vorwürfe. „Ich war bis auf die Socken nass geregnet. Aber es war schön zu sehen, dass die Menschen bei schlechtem Wetter dichter zusammen rücken.“

Kellner legten pro Schicht elf Kilometer zurück

Kein Stuhl blieb in den Restaurants, Cafés und Bars unbesetzt. „Für die Kellner ist das Jazzfest eine Herausforderung und Einstimmung auf die Saison“, sagte beispielsweise Barkeeper Sebastian Leu aus dem „Ginger“. Als das Jörg Vollerthun Quintett und Anita Hopt in dem Restaurant Swing und Pop spielten, drängten sich die Zuhörer in der Gaststätte und auf der großen Terrasse. Etwa elf Kilometer legten die Mitarbeiter der Gastronomie pro Schicht zurück. Etwas luftiger dagegen die Situation auf der Hauptbühne am Hafen. Dort war sogar Platz zum Tanzen. Silke Hinze aus Halberstadt (Sachsen-Anhalt) gefiel beispielsweise, dass Jasmin Tabatabai auf Deutsch sang. „Wer nicht hier war, hat eine Menge tolle Musik und viele fröhliche Menschen verpasst“, sagte sie. Klaus Marten und Ernst Garling, beide aus Wismar, genossen besonders das Konzert vom „Ahrenshooper Social Club“ am Freitagabend. „Weil Gitarrist Dave Goodman so locker ist und hervorrragend spielt“, sagte Ernst Garling über den Musiker aus Kanada. Seit 13 Jahren reist der Wismarer stets zum Ahrenshooper Jazzfest, das in diesem Jahr seine 18. Auflage erfuhr. Während am Tage manch’ Zuschauer noch etwas durchgefroren vom Wind und den Regenschauern war, kochte die Stimmung in der Cocktailbar „Tute“ im Hotel Fischländer ab 23 Uhr fast über. Dort fand die „Saturday Night Jamsession“ statt – ein offenes Konzert zu dem jeder Musiker eingeladen war, der mitspielen wollte. Und die ließen sich nicht lange bitten und zückten ihre Instrumente. Platz zum Tanzen mussten die Gäste sich in der kleinen Bar regelrecht erkämpfen. „Das ist der eigentliche Höhepunkt des Jazzfestes“, sagte Andreas Pasternack. Und er behielt recht. Die Musiker spielten, als würde es um ihr Leben gehen und die eingefleischten Jazz-Fans kamen vollends auf ihre Kosten.

Carolin Riemer

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