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Keine Zwischenfälle bei Kundgebungen

Ribnitz-Damgarten Keine Zwischenfälle bei Kundgebungen

Etwa 30 Ribnitz-Damgartener protestierten gegen eine Veranstaltung der rechten „Identitären Bewegung“

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Mit Trillerpfeifen und Zwischenrufen protestierten Demonstranten gegen die rechten Parolen.

Quelle: Fotos: Anika Wenning (2), Robert Niemeyer (1), Oz (1)

Ribnitz-Damgarten. Ohne Zwischenfälle sind am Samstagmittag zwei Kundgebungen auf dem Ribnitzer Marktplatz zu Ende gegangen. Die rechte, sogenannte „Identitäre Bewegung Mecklenburg-Vorpommern“ hatte zu einer asylkritischen Veranstaltung aufgerufen. Laut Polizeiangaben nahmen an dieser Versammlung 89 Menschen teil, der Großteil von ihnen kam nicht aus der Bernsteinstadt, sondern von außerhalb. Angemeldet hatte die Kundgebung ein Rostocker, der, wie die Polizei bestätigte, 2011 bei den Jungen Nationaldemokraten (JN), der Jugendorganisation der NPD, aktiv war.

Das Alternative Jugendzentrum (AJZ) Kita hatte gleichzeitig zu einer Kundgebung unter dem Motto „Frieden und Menschlichkeit“ aufgerufen. Etwa 30 Ribnitz-Damgartener beteiligten sich daran. Mit Trillerpfeifen und Zwischenrufen protestierten sie gegen die rechten Parolen. „Ich hatte gehofft, dass sich uns noch mehr Ribnitz-Damgartener anschließen. Es ist traurig, dass so viele auf der anderen Seite stehen“, erklärte Anne Vogt vom AJZ Kita. Katrin Stadtaus machte vor allem das kurzfristige Bekanntwerden der Kundgebung der Rechten dafür verantwortlich. „Wir haben erst sehr kurzfristig davon erfahren. Ich denke, dass sonst noch mehr Ribnitz-Damgartener gekommen wären“, sagte Katrin Stadtaus.

Mark Hantusch war mit seiner ganzen Familie zur Kundgebung des AJZ auf den Marktplatz gekommen. „Wir können das zerrüttete Demokratieverständnis, das die vermitteln, doch nicht so stehen lassen. Das sind Menschen, die keine Achtung vor anderen haben.“ „Es ist schön zu sehen, dass es Menschen gibt, die anderer Meinung sind“, sagte Anja Thürmer. Auch Laura Buß schloss sich der Kundgebung für Frieden und Menschlichkeit an. „Ich habe Angst, dass einige diesen Stuss glauben, den die Redner da von sich geben. Ich mache mir schon Gedanken über die bevorstehenden Wahlen im September“, meinte die 21-Jährige, die aus Ribnitz-Damgarten stammt und in Göttingen studiert. „In Göttingen wäre die Zahl der Gegendemonstranten auf jeden Fall deutlich höher.“

„Friedlich und ruhig“ beschrieb Marco Stoll, Leiter des Polizeireviers Ribnitz-Damgarten, den Ablauf der Kundgebungen. Stoll sprach den Ribnitz-Damgartener Bürgern ein Lob aus. „Beide Seiten haben ihre Meinung kundgetan, ohne Zwischenfälle.“ Die Veranstaltung der Rechten war früher beendet als geplant, unter anderem, weil ein Redner ausgefallen war. Eine weitere Kundgebung, die am Nachmittag in Stralsund stattfinden sollte, wurde abgesagt.

Bürgermeister Frank Ilchmann (parteilos) sagte gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG: „Es verlief auf beiden Seiten sehr friedlich. Alle haben sich an die Regeln gehalten. Es ist schade, dass Leute, die von außerhalb kommen, Probleme herbeireden, die wir hier gar nicht haben.“

Von Anika Wenning und Robert Niemeyer

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