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Kräne für die Häfen der Welt: Liebherr setzt voll auf Rostock

Rostock Kräne für die Häfen der Welt: Liebherr setzt voll auf Rostock

Die Stärkung des Standortes im Seehafen ist abgeschlossen / Bereiche aus Österreich nach Rostock verlegt / Zahl der Mitarbeiter ist auf 1500 gestiegen

Rostock. Liebherr Rostock hat das nächste Kapitel seiner erfolgreichen Entwicklung in der Hansestadt abgeschlossen. Mit der Fertigstellung eines neuen Verwaltungsgebäudes im Seehafen konnten Bereiche wie Technisches Büro, Vertrieb und Kundendienst aus dem österreichischen Nenzing an die Ostsee umziehen. Die Zahl der Mitarbeiter ist damit auf rund 1500 gewachsen, vor 14 Jahren startete das Familienunternehmen mit vier Arbeitskräften.

 

OZ-Bild

Auf dem Prüffeld des Kranbauers Liebherr-MCCtec Rostock im Seehafen werden mobile Hafenkräne getestet.

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Die Entscheidung, die Sparte Maritime Kräne in Rostock zu konzentrieren fiel schon vor einigen Jahren. Inzwischen sind mit dem Bau des neuen Verwaltungsgebäudes auch die räumlichen Voraussetzungen geschaffen. Entstanden ist im Seehafen zudem ein maritimes Trainingszentrum, in dem die Kunden die Bedienung der Produkte beispielsweise mit Kransimulationen üben können. Mit der Neustrukturierung in Rostock sind nun Konstruktion, Vertrieb und Kundendienst für Hafenmobilkräne, Schiffs- und Offshore-Kräne sowie die „Reachstacker“,wie das Unternehmen seine Greifstapler nennt, zusammengefasst. „Die Bündelung unserer Ressourcen schafft in Rostock hervorragende Voraussetzungen für das weitere Wachstum“, sagt Leopold Berthold, der in der Geschäftsführung den Bereich Vertrieb verantwortet. Das Werk biete die Möglichkeit für weiteres Wachstum in allen Bereichen und Vorteile für die maritimen Kunden. „Das ist vor allem für die Entwicklung und Herstellung neuer Produkte bedeutsam – wie etwa dem weltgrößten Hafenmobilkran LHM 800“, sagt Leopold Berthold.

Einen der großen Standortvorteile von Liebherr in Rostock biete die direkte Anbindung an die Ostsee, teilt das Unternehmen mit. Das bedeute die logistische Voraussetzung für den weltweiten Vertrieb von großen Kränen, die in Teilen oder auch komplett auf Schiffen verladen werden können. Teil des neuen Konzepts bleibe dennoch eine enge Zusammenarbeit mit den anderen drei Produktionsstätten in Killarney (Irland), Nenzing (Österreich) und Sunderland (Großbritannien), erläutert Leopold Berthold das weitere Vorgehen. „Das ermöglicht eine hohe Flexibilität bei der Reaktion auf sich verändernde Marktherausforderungen.“ So habe sich das Unternehmen im vergangenen Jahr beispielsweise den Auftrag für den Bau von vier großen Containerbrücken für den neuen russischen Hafen Bronka sichern können.

Um die in Irland gebauten Portalkräne komplett liefern zu können,wurden sie in Rostock montiert und verschifft.

Für Liebherr gehe es in den nächsten Jahren erst einmal darum darum, den noch jungen Standort Rostock weiter zu etablieren, erklärt Unternehmenssprecherin Renate Gundlach. Ein rasantes Wachsen der Mitarbeiterzahlen wie in den zurückliegenden Jahren sei erst einmal nicht zu erwarten. Das Unternehmen werde aber immer die „Ohren am Markt“ haben, so Leopold Berthold, um auf Anforderungen schnell und flexibel reagieren zu können.

Endgültig abgeschlossen ist die Neuausrichtung laut Sprecherin Renate Gundlach im kommenden Jahr, wenn auch die letzten Mitarbeiter von anderen Standorten in ihre Büros im Rostocker Seehafen umgezogen sind.

Kranbauer ist Rostocker Jobmotor

Liebherr-MCCtec beschäftigt heute in Rostock nach eigenen Angaben 1500 Mitarbeiter, die Zahl ist in den 14 Jahren seit der Gründung kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2002 hat der Kranbauer Liebherr mit vier Arbeitskräften den Aufbau seines Standorts im Rostocker Seehafen begonnen, 2005 waren es dann bereits 177. Im Jahr 2012 beschäftigte das Unternehmen in

Rostock erstmals mehr als 1000 Männer und Frauen, Ende 2014 waren

es knapp 1400. Liebherr fertigt in

Rostock Hafenmobil-, Schiffs- und

Offshore-Krane sowie Reachstacker (Greifstapler). Weltweit beschäftigt die Firmengruppe nach eigenen

Angaben rund 41500 Mitarbeiter.

Thomas Niebuhr

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