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Ahrenshooper Buchmesse bot erneut literarische Vielfalt

Ahrenshoop Ahrenshooper Buchmesse bot erneut literarische Vielfalt

Traditionsveranstaltung fand zum 15. Mal statt / Besucher lobten die Chance auf persönliche Kontakte zu den Autoren

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25 Verlage – hier der Stand des Hinstorff Verlages – stellten sich in Ahrenshoop vor.

Quelle: Fotos: Elke Erdmann

Ahrenshoop. 25 Verlage stellten sich am Wochenende bei den 15. Ahrenshooper Literaturtagen vor. Mit Literatur aus oder über Mecklenburg-Vorpommern, auch speziell vom Fischland und von Ahrenshoop.

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Traditionsveranstaltung fand zum 15. Mal statt / Besucher lobten die Chance auf persönliche Kontakte zu den Autoren

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Vier Buchpremieren

17 Veranstaltungen mit vier Buchpremieren wurden den Besuchern bei den Ahrenshooper Literaturtagen geboten. 25 Verlage beteiligten sich in diesem Jahr an der Traditionsveranstaltung.

Neben „normalen“ Büchern präsentierten die Verlage in Ahrenshoop auch besondere Druckerzeugnisse, wie zum Beispiel künstlerisch anspruchsvolle Bücher aus handgeschöpftem Papier oder mit siebgedruckten Illustrationen.

Auftakt war bereits Freitag ein literarischer Rundgang mit der promovierten Geisteswissenschaftlerin Kristine von Soden aus Hamburg, Schwerpunkt Brigitte Reimann. Mit ihrem Buch „Ahrenshoop“ führte sie heiter beschwingt zu seeseitigen und boddenseitigen Häusern. Die Autorin ließ die 55 Interessierten schon mal einen Blick auf ihr druckfrisches Buch werfen: „Und draußen weht ein fremder Wind – Über die Meere ins Exil“. Am Freitagabend hielt sie dann die Eröffnungslesung der Literaturtage im Kunstkaten, der bis auf den letzten Stuhl besetzt war. Sensibel begleitet vom „Enyp Guitar-Duo“.

Timo Bautsch und Oliver Heinze spürten sich musikalisch sensibel ins Thema ein. „Das Buch berührt, stimmt nachdenklich und reflektiert auf frappierende Art und Weise unsere heutige Zeit“, sagt der Mediziner Dr. Jörg Tetzlaff aus Fehrbellin.

Am Wochenende moderierte Veranstaltungsmanagerin Romy Dade den Stapellauf der Bücher in der Strandhalle: „Was haben Sie uns Neues mitgebracht?“ Der Mueckenschweinverlag Stralsund zum Beispiel, fein und handgemacht aus Scherenschnitt und Siebdruck, „Herrn T’s Suche nach dem Glück“, im Vor- und Nachsatz grüne Kleeblätter. Kinderbuchautorin Janet Lindemann von der Insel Rügen, selbst Mutter von vier Kindern, kam mit ihrem fröhlichen informativen Kinderreiseführer „Insel Rügen“ und ihrem fabelhaften Hiddensee Buch „Hiddi Seepferdchen auf großer Reise“, mit wunderbaren Illustrationen von Janni Feuser. Im Garten des Dornenhauses steht die farbige Plastik von Friedemann Henschel: „Ein freundlich lächelnder Herr nach der Geschlechtsumwandlung“.

Das ist auch ein Thema des Ahrenshooper Autors Wolfgang Schreyer in der Erzählung „Das Femme-Syndrom“ in seinem neuen Buch „Zu guter Letzt“. Kann man ihm glauben oder kommt da noch etwas zum 90.

Geburtstag 2017? Ein Mischen der tristen Realität mit fröhlichem Spott ist seine Passion. Die chronologische Abfolge seiner reichlich sechs Millionen verkauften Bücher von 1952 bis 2016 ist seinem letzten angefügt. Er las und fabulierte im Dornenhaus vor Gästen, die selbst bis in die Küche des Hauses saßen und ihre Ohren spitzten.

Der Rostocker Seefahrer Hermann Winkler, Jahrgang 1937, in Dresden mit Elbwasser getauft, veröffentlicht sein fünftes Buch: „Die Eissegler“. Es spricht Leser an, die sich für Traditionen und Historie interessieren und ein bisschen Heimatgefühl im Herzen tragen. Mit Geschichten und Fotos wird vornehmlich von Fischern und Bauern auf dem Fischland und Umgebung erzählt, die auf dem Bodden mit Segelschlitten im Eis temporäre Spuren hinterließen. Hermann Winkler folgt dem Lebensmotto von Leonardo da Vinci: „Wenn Du zur Quelle gehen kannst, dann trinke nicht aus dem Wassertopf.“ Zahlreiche Menschen haben dem Autor über ihre Erlebnisse auf dem Eis berichtet. Sie nutzten schnelle Gefährten für Frachten, zur Personenbeförderung, zum Klappern nach Zander oder zum reinen Vergnügen. Der Leser erfährt von waghalsigen und abenteuerlichen Fahrten.

Lustig ging es beim BS Verlag zu. „Ich kann ihnen was vorlesen“, bot Autorin Beatrice Bergner dem Publikum spontan an und tat es gekonnt mit ihrem Gedicht „An einen Windflüchter“. Ronny Irene Lindner aus Binz von der Insel Rügen sagte. „Mich interessiert der Ort mit dem Thema Literatur. Weil es eine überschaubare Messe ist, bekommt man auch persönliche Kontakte mit den Autoren.“

Elke Erdmann

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