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Ahrenshooper Filmnächte: „24 Wochen“ ist der große Sieger

Ahrenshoop Ahrenshooper Filmnächte: „24 Wochen“ ist der große Sieger

Der Streifen mit Hauptdarsteller Julia Jentsch und Bjarne Mädel gewann sowohl den Publikumspreis als auch den Jurypreis

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Jonas Nay singt während der Preisverleihungsfeier.

Ahrenshoop. „24 Wochen“ mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel in den Hauptrollen war der große Sieger der 12. Ahrenshooper Filmnächte. So musste Produzent Tobias Büchner am Sonnabend auf der Preisverleihungsfeier im Ahrenshooper „The Grand“ gleich zweimal auf die Bühne.

OZ-Bild

Der Streifen mit Hauptdarsteller Julia Jentsch und Bjarne Mädel gewann sowohl den Publikumspreis als auch den Jurypreis

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Der Film um ein Ehepaar, das sein zweites Kind erwartet und dem mitgeteilt wird, dass das Baby schwer behindert zur Welt kommen wird (Regie: Anne Zohra Berrached), gewann sowohl den Publikumspreis als auch den Preis der Jury. „Es war sehr schwer für uns, einen Film zum Sieger zu küren. Alle waren sehr eindrucksvoll und in ihrer Themenwahl sehr mutig. Aber die Jury-Mitglieder haben nun mal unterschiedliche Geschmäcker und unterschiedliche Biografien und so kommen auch unterschiedliche Meinungen zusammen“, beschrieb Jury-Sprecherin Inka Friedrich die Meinungsbildung. Gemeinsam mit ihrer Schauspiel-Kollegin Odine Johne und der NDR-Kulturredakteurin Andrea Gottke musste sie aus sechs Wettbewerbsfilmen einen Sieger küren.

„Es ist sehr schön, wenn ein Film ins Gespräch kommt und das Publikum erreicht“, sagte der sichtlich gerührte Tobias Büchner.

Die abendliche Preisverleihung war der Höhepunkt der 12. Ahrenshooper Filmnächte.„Wir wachsen jedes Jahr ein wenig mehr. Wir sind sehr froh, dass wir unter den Filmschaffenden immer bekannter werden.

Man sollte auch bedenken, dass wir erst seit fünf Jahren, durch die Zusammenarbeit mit dem Hotel ’The Grand’ professionelle Strukturen für unser Event aufgebaut haben. Dennoch wollen wir ein Liebhaber-Festival bleiben“, bilanzierte der Ahrenshooper Kurdirektor Roland Völcker, der „Jonathan“ und „Die Reise mit Vater“ favorisierte. So war die Stimmung während der einstündigen Preisverleihung auch betont entspannt, locker und zuweilen auch witzig. Maßgeblichen Anteil hatte daran Moderator Frank Breuner, der seine Ansagen immer wieder mit Zitaten von Goethe bis Ustinov garnierte. Auch der Schauspieler Jonas Nay, der eigentlich für die Jury vorgesehen war und krankheitsbedingt absagen musste, sorgte für Lacher, als er mit einer tottraurigen Miene eine Trennungslaudatio auf seine Band Northern Lights vortrug. Er hätte sich übrigens für eine Komödie entschieden, denn „Komödien gewinnen nie Preise“. So ähnlich sah es auch Oliver Schmidt, der Geschäftsführer des „The Grand“: „Ich habe nur zwei Filme gesehen, aber ‚Die letzte Sau’ hat mir sehr gut gefallen.“ In dem Film, der als Komödie daherkommt und eher ein Drama ist, geht es um einen Schweinebauern, der pleite geht und mit seiner letzten Sau fortan ein Leben als Vagabund führt. Überhaupt waren es eher schwere Themen, die Festival-Leiter Volker Kufahl auf die Leinwand an den Start brachte. Da geht es zum Beispiel um die Beziehung eines Sohnes zu seinem krebskranken Vater („Jonathan“) oder um den sexuellen Missbrauch einer Mutter an ihrem Sohn („Die Hände meiner Mutter“). Es dreht sich immer wieder um schwierige Beziehungen in den Familien. Manchmal offen und fast zerreißend („24 Wochen“) oder auch komödiantenhaft („Die Welt der Wunderlichs“ und „Die Reise mit Vater“).

„Ich wundere mich immer wieder, wie Volker Kufahl jedes Jahr noch eine Schippe drauflegen kann“, freute sich „The Grand“-Chef Oliver Schmidt. Da war er sich mit Roland Völcker einig, der möchte, dass dieses Festival ein Grund sein soll, um nach Ahrenshoop zu reisen. Wer deutsche, mutige Filme inmitten einer Traumkulisse in Strandnähe sehen will, für den sind die Ahrenshooper Filmnächte sicher eine Reise wert.

Der Abend klang mit dem letzten Konzert der Jonas-Nay-Band Northern Lights aus. Schöne Musik, manchmal tragisch und traurig, dann wieder witzig, lustig, launig und beschwingt. So wie das Film-Festival in Ahrenshoop.

Junges deutsches Kino

Sechs Filme des jungen deutschen Kinos kamen bei den 12. Ahrenshooper Filmnächten zur Aufführung. Sie wurden aus rund 50 aktuellen deutschen Produktionen ausgewählt. Außerdem wurden zwei Filme in Zusammenarbeit mit dem Darßer Naturfilm-Festival gezeigt.

Das Preisgeld in Höhe von 2000 Euro für den Siegerfilm hat die Kurverwaltung gestiftet. Außerdem wird der Publikumspreis vergeben.

Frank Burger

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