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Auf der Suche nach den Grenzsteinen

Semlow Auf der Suche nach den Grenzsteinen

Die angehenden Vermessungsingenieure der Hochschule Neubrandenburg machen in der Gemeinde Semlow den Praxistest

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Harding Marwig, Jens Seegert, Steven Köpcke, Dr.-Ing. Gerhard Schlosser, Henrik Kasch, Cindy Ostermann, Dr. Wilhelm Heger und Bürgermeisterin Andrea Eichler.

Quelle: Anika Wenning

Semlow. Seit Sonntag sind Studenten der Hochschule Neubrandenburg wieder in Semlow und Umgebung unterwegs. Bereits seit 13 Jahren kommen jedes Jahr für eine Woche Viertsemester des Fachbereiches Geodäsie und Messtechnik, um die Gemeinde zu vermessen. Eine Zusammenarbeit von Katasteramt Stralsund, Landesamt für innere Verwaltung, Gemeinde und Hochschule. „Davon profitieren beide Seiten. Die Studenten bekommen Praxiserfahrung und die Gemeinde ein ordentliches Kataster“, erklärt Semlows Bürgermeisterin Andrea Eichler (Wählergruppe Gemeinde Semlow).

Die Hochschule

Folgende Studiengänge werden an der Hochschule Neubrandenburg angeboten: Bachelor Geodäsie und Messtechnik, Bachelor Geoinformatik, Master Geologie und Master Geodäsie und Geoinformatik. Weitere Informationen unter www.hs-nb.de.

In diesem Jahr haben sich die fünf Studenten unter anderem Plennin vorgenommen. „Durch den Verkauf eines Hauses ist uns aufgefallen, dass die öffentlichen Wege teilweise auf privatem Grundstück verlaufen. Zu DDR-Zeiten hat man das nicht so eng genommen“, berichtet Andrea Eichler. Um die alten Grenzsteine zu finden, mussten die Studenten erst einmal buddeln. Auch die Schlemminer Kirche wurde mit einem Laser-Scanner vermessen. „Das Dach soll saniert werden und die Gemeinde braucht die Daten für den Baugutachter“, berichtet Henrik Kasch (21). „Wir konkurrieren nicht mit den Ingenieurbüros, sondern wir kooperieren mit ihnen“, berichtet Dr. Wilhelm Heger (59), der das Projekt mit Dr.-Ing. Gerhard Schlosser (64) von Beginn an begleitet. Schließlich sei die praktische Erfahrung sehr wichtig für die Studenten.

Die beruflichen Perspektiven sehen für die angehenden Vermessungsingenieure rosig aus. „Es fehlen Fachkräfte. Leider ist in den vergangenen Jahren die Zahl der Studenten immer weiter zurückgegangen“, berichtet Dr. Wilhelm Heger. Immer wieder gebe es auch Abbrecher. „Ich glaube, dass viele die falsche Vorstellung von diesem Beruf haben“, meint Heger.

Henrik Kasch ist froh über seine Studienwahl. „Wir mussten in der Schule einen Berufseignungstest machen. Als Stärken wurden bei mir Geologie und Messtechnik angegeben“, berichtet der 21-Jährige.

„Ich habe mich daraufhin informiert und bin auf die Hochschule in Neubrandenburg gestoßen.“ Die Stralsunderin Cindy Ostermann (26) hat sich nach ihrer Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau für das Studium entschieden. Sie ist die einzige Frau in ihrem Jahrgang. „Wir hatten aber auch schon einen Jahrgang, in dem mehr Frauen als Männer waren, aber das ist schon sehr selten“, meint Dr.

Wilhelm Heger.

Anika Wenning

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