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Dammtor soll Vineta-Tower werden

Barth Dammtor soll Vineta-Tower werden

Museumsleiter stellt Kulturausschuss im vorpommerschen Barth Nutzungskonzept für mittelalterlichen Papenhof vor - und eine Vision.

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Das einzige erhaltene Stadttor in Barth. Museumsleiter Gerd Albrecht würde das Dammtor (r.) gerne zum Vineta-Tower machen.

Quelle: Detlef Lübcke

Barth. Dem Dammtor in Barth (Vorpommern-Rügen) könnte möglicherweise eine neue Bedeutung zukommen. Dr. Gerd Albrecht, Leiter des Barther Vineta-Museums, hat eine Vision. Seine Idee: Das Dammtor zu einem Vineta-Tower machen. „Wir brauchen für die Gäste unserer Stadt Orte, wo sie das Vineta-Erlebnis spüren können“, sagte Albrecht am Montagabend vor dem sehr interessiert zuhörenden Barther Tourismus- und Kulturausschuss. „Wir könnten im Innern eine Vineta-Erlebnis-Welt einrichten. Dadurch hätten wir dann endlich auch eine Sommernutzung für das Dammtor“, erklärte Albrecht. Der Ausschuss applaudierte.

Stadtgeschichte auf zwei Etagen

Im Obergeschoss des städtischen Museums befindet sich eine Abteilung, die dem „Mythos Vineta“ nachspürt. Platzgründe ließen leider keine umfangreichere Ausstellung zu. Auch nicht hinter den 500 Jahre alten Mauern des Papenhofes. Er ist neben der Marienkirche das älteste und wichtigste Gebäude der Stadt. Das aller Voraussicht nach einzig erhalten gebliebene Haus einer Kalandsbruderschaft (einem Zusammenschluss wohlhabender Bürger) im Land soll saniert werden und mit einem Anbau versehen künftig das städtische Museum beherbergen.

Gerd Albrecht stellte den Ausschussmitgliedern am Montagabend das gemeinsam mit Spezialisten entwickelte Konzept für den Papenhof vor. Auf zwei Etagen sollen die Besucher künftig auf verschiedenen Pfaden durch das Haus wandeln.

Hochwertige Ausstellungen möglich

Im Dachgeschoss sollen künftig Sonderausstellungen gezeigt werden. Auch kleinere Veranstaltungen für bis zu 70 Personen sind hier vorgesehen. „Das Dachgeschoss wird nach den neuesten musealen Standards hergerichtet“, sagte Albrecht. Klima, Licht und Sicherheitstechnik ließen dann zu, hochwertige Exponate nach Barth holen zu können.

In der oberen Etage sieht das Museumskonzept eine Dauerausstellung über die frühzeitigere Barther Stadtgeschichte vor. Auch ein großer Seminarraum soll hier integriert werden. Im Erdgeschoss sollen die Historie des Papenhofes, die maritime Geschichte der Stadt und Inhalte zu den Barther Künstlern vermittelt werden. Auch die Geschichte der Vinetastadt nach dem Zweiten Weltkrieg soll hier behandelt werden. „Damit wird sich im Papenhof die Gesamtheit der Stadtgeschichte widerspiegeln“, sagte Albrecht.

Als Funktionsgebäude ist ein Anbau mit Foyer, Museumsshop, Sanitäranlagen, Aufzügen und Lager vorgesehen. „Für die Funktionalität bedarf der Papenhof einer Erweiterung“, begründete Gerd Albrecht. Das Hamburger Architekturbüro Johannsen und Partner hat sich bewusst für einen modernen Baukörper entschieden, um den Papenhof als Solitär zu erhalten. „Der Neubau soll sich unterordnen„, so Albrecht. Mit gläsernen Bauteilen solle dieser behutsam mit dem Anbau verbunden werden. Das Vineta-Museum ist zurzeit in der Langen Straße 16 beheimatet. Sobald der mittelalterliche Papenhof restauriert ist, soll das Vineta-Museum umziehen.

Projekt kostet 3,1 Millionen Euro

Für die Instandsetzung des Papenhofes stellt der Bund in diesem Jahr 1,47 Millionen Euro zur Verfügung. 3,1 Millionen Euro sollen in das Projekt fließen. Fast 700 000 Euro sind aus dem europäischen Förderfonds Leader in Aussicht gestellt worden, außerdem kleinere Beträge durch Stiftungen.

Der Papenhof ist einer der ältesten erhaltenen Profanbauten zwischen Rostock und Stralsund. Eine Bürgerinitiative verhinderte 2001, dass das historische Gebäude von 1480 abgerissen wird. Aus dieser Initiative heraus gründete sich im Jahr 2012 ein Förderverein, der sich seitdem für die Sanierung und Nutzung des Papenhofes einsetzt.

Gemeinsam mit der Stadt hat der Förderverein Nutzungsideen entwickelt. Diese sehen neben dem geplanten Museum vor, dass sich der Papenhof in die “Barther Kulturmeile" einreihen soll. Sie soll auch die Marienkirche, die ehemalige Reuter-Schule, das Adlige Fräuleinstift und das Dammtor umfassen.

Detlef Lübcke

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