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Ein Bienen-Filmer sammelt die meisten Kraniche

Wieck Ein Bienen-Filmer sammelt die meisten Kraniche

Darßer Naturfilmfestival zeigte Trend zu mehr Mut bei Tier-Aufnahmen

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Preisträger Jan Haft (l.) und Hans-Joachim Schreiber vom Umweltministerium bei der Preisverleihung am Sonnabend.

Quelle: Fotos: Susanne Retzlaff

Wieck. Noch'n Kranich für Jan Haft! Seinen vierten Vogel schoss der Tierfilmer am Samstagabend in Wieck ab. Dort wurde zum 10. Mal der Deutsche NaturfilmPreis vergeben. Mit „Biene Majas wilde Schwestern“ hatte der Bayer laut Jury den besten Film der Kategorie „Mensch und Natur“ abgeliefert. Er zeigt, was die 560 Bienenarten noch können außer Honig, hat ein trendiges Thema aufgegriffen und Abhängigkeiten zwischen Mensch und Biene aufgedeckt. Die Festival-Besucher teilten die Vorliebe Björn Schwakes von der Stiftung Umwelt und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern für die summenden „kleinen Helden“. Und so überreichte Schwake auch den Publikumspreis an Jan Haft.

OZ-Bild

Darßer Naturfilmfestival zeigte Trend zu mehr Mut bei Tier-Aufnahmen

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Die Dotierungen

Für die Kategorien bester Film „Mensch und Natur" und bester Film „Wildnis Natur“ gab es je 7500 Euro vom Land

Sonderpreise für herausragende Leistungen: 5000 Euro von der Sparkasse Vorpommern

Publikumspreis :

1000 Euro von der Stiftung Umwelt und Naturschutz MV

Preis der Kinderjury : 1000 Euro von Karl Krüger

Auch Henry M. Mix sammelte Kraniche, seinen Dritten bekam er von Hans-Joachim Schreiber, Abteilungsleiter im Schweriner Umweltministerium. Mit Regisseur Yann Sochaczewski, der zurzeit in Kanada filmt, erzählt er ein kunst- und humorvolles Porträt der äthiopischen Wölfin Megeti, das dramatisch endet und von der Jury zum besten Film der Kategorie „Wildnis Natur“ gekürt wurde. Eigentlich sollte es ein anderer Film über die seltenen Hochlandwölfe werden, erklärte Mix, doch während der Dreharbeiten erlag ein Drittel der Tiere dem Staupe-Virus. Das Team beobachtete dann, wie die Wölfin ohne Rudel mit dem Verlust umging. Erst sah es gut aus, doch am Ende fiel auch sie der von Vieh-Hütehunden eingeschleppten Seuche zum Opfer. „Wir haben Aussterben hautnah erlebt, das kann ganz schnell gehen“, sagte Mix.

Drei Jury-Preise für herausragende Leistungen hatte Grit Sengbusch (Sparkasse) zu vergeben. Für ihre Bücher wurden Petra Höfer (kürzlich verstorben) und Zoltán Török ausgezeichnet. Sie beobachtete „Lemminge – Kleine Giganten“ bei ihrer scheinbar selbstmörderischen Eroberung neuer Ufer. Für seine Kameraführung in „Wildes Neuseeland – Im Reich der Extreme“ wurde Robert Morgenstern prämiert.

Neuseeland sei auch eine Agrarwüste, aber mit sehr schönen Ecken.

Eine erstaunliche Entscheidung traf die Kinderjury der Darßer Dachse. Ihren Preis erhielt Katja Esson, die sich per Videobotschaft aus Miami bedankte. In „Der Los Angeles River“ erzählt sie die Geschichte eines kleinen Flusses, der bald aus seinem Betonkorsett befreit werden könnte.

Über hundert Bewerbungen sichtete die fünfköpfige Nominierungsjury nachts und ehrenamtlich, zwölf Beiträge hatte die ebenfalls fünfköpfige Preisjury am Ende zu beurteilen, lobte der Festivalleiter und Geschäftsführer der Deutschen NaturfilmStiftung, Kai Lüdeke. Einen „Trend zu mehr Mut“ machte die Jury aus. Die Veranstaltung sei dem 10-jährigen Jubiläum angemessen, so Schwake, der Fokus lag auf den Filmemachern, die Moderation war gelungen: Eric Mayer, Reporter und Redakteur bei Radio und Fernsehen (ZDF), führte durchs Programm. Ministeriums-Vertreter Schreiber bestätigte die weitere Unterstützung des Landes und schloss nicht aus, dass der NaturfilmPreis aufgestockt werden könnte. Ein wichtiger Preis an einem wunderbaren Ort, freute sich Joachim Böskens, stellvertretender Direktor des NDR-Landesfunkhauses, denn Naturfilm nehme sich Zeit mit Geduld Schönheit und Konflikte auszuleuchten.

Schließlich warf Kuratoriumsmitglied Jan Haft schon einen Blick in die Zukunft. Er beschäftige sich gerade mit „Bambis wahrer Geschichte“, das Kitz habe deutschsprachige Wurzeln und sein Leben sei untrennbar mit dem Schwerpunktthema des kommenden Festivals verbunden: „Lebensraum Wiese“.

Susanne Retzlaff

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