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Erlegter Rehbock als Motiv

Zingst Erlegter Rehbock als Motiv

Originalgemälde von Max Hünten wurde als Dauerleihgabe in Zingst übergeben

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Ralf-Peter Krüger und Maren Paukstat-Allrich enthüllen das Ölgemälde auf Leinwand, das einen erlegten Rehbock zeigt.

Zingst. Ein Originalgemälde von Max Hünten wanderte am Sonnabend aus privater Hand in das Zingster Museum.

OZ-Bild

Originalgemälde von Max Hünten wurde als Dauerleihgabe in Zingst übergeben

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In Zingst gewirkt

Max Hünten war ein Maler, der 1869 in Düsseldorf geboren wurde, später in Zingst wirkte und 1936 hier starb.

Museum Zingst und Museumshof: Strandstraße 1-3, Öffnungszeiten November bis März Donnerstag bis Sonntag 10-16 Uhr; freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren.

Die circa 1,70 mal 1,15 Meter große Arbeit des Künstlers stellt eine Dauerleihgabe für die Zingster Einrichtung dar. Gemeinsam mit Ralf-Peter Krüger, Geschäftsführer der Kur- und Tourismus GmbH, enthüllte die Schweriner Ärztin Maren Paukstat-Allrich das auf der Staffelei stehende Bild. Ein erlegter Rehbock auf einem rustikalen Tisch ist das Motiv.

Das ist nicht mehr die romantische Malerei, sondern eine emotionslose Darstellung in kühler blau-grauer Farbgebung. Der Maler mit weidmännischen und anatomischen Kenntnissen eines Jägers hat das tote Tier mit abgeschnittenen Hinterläufen ins Bild gesetzt, deutlich sichtbar sind Gehörn, Fellhaare und Kehlschnitt.

Die Familie Paukstat-Allrich ersteigerte es im Oktober vergangenen Jahres bei einer Schweriner Auktion. Das Interesse an Max Hünten, dem Namensgeber für das Medien- und Informationszentrum im Ostseeheilbad Zingst, wurde durch den Sohn Timm geweckt. Der Radiologe gewann 2009 beim Zingster Fotowettbewerb einen Preis. Das zog die vierköpfige Mediziner Familie nach Zingst.

Maren Paukstat-Allrich sagte: „Ich habe mich für Max Hünten interessiert, weil er damals bereits die Wünsche, Interessen und Träume hatte, wie wir sie heute haben. Er verwirklichte sie schon vor 100 Jahren und hielt als Weltreisender das Erlebte mittels Fotografie, mit Skizzen und Bildern fest.“ Nun sollte das ersteigerte Gemälde nach Zingst zurück, wo der Düsseldorfer Max Hünten ab 1923 in der Villa Rosenbusch lebte und am 25. Mai 1936 starb. „Wir wollen ein wenig zurückgeben, von dem, was wir von Zingst erhalten haben“, sagte Ärztin Paukstat-Allrich: „Zum Beispiel einen kompletten neuen Freundeskreis.“

Als Dauerleihgabe wird nun das Ölgemälde auf Leinwand temporär zu sehen sein, denn es fügt sich nicht in die feine Bilderreihe ein, in der bereits Porträts und Landschaftsbilder des Malers hängen.

Und dennoch herrscht Freude bei Bürgermeister Andreas Kuhn und Museumsleiter Bernd Koppehele. Letzterer betonte: „Museumsleiter leben immer von Zuwendungen, vor allem von guten engagierten Menschen, die uns auch etwas zukommen lassen. Man muss solche Bilder im Kontext seiner Zeit sehen. Als Jagdmaler war Max Hünten sehr gefragt. Dieses Bild braucht Raum.“

Vielen Besuchern ist Max Hünten zumeist nur durch seine Fotografie bekannt. Die Kamera begleitete ihn auf seinen Reisen nach Nordamerika und Asien. Zu dem fotohistorischen Schatz aus dem Nachlass gehören 500 Glasplattennegative sowie hunderte Filmnegative. In der „Schriftenreihe Museum Zingst“ stellt Bernd Koppehele den Künstler als Maler, Fotograf und Weltreisender vor.

Einzigartige Fotografien aus Mexiko, China und Indien geben Zeugnis seiner Zeit. Max Hünten wurde 1869 in Düsseldorf geboren. Er trat in die Fußstapfen seines Vaters Emil Hünten, der Kunstmaler und Professor war. Sohn Max ließ er am königlichen Gymnasium, an der Düsseldorfer Akademie und an der Académie Julian in Paris ausbilden. Klaus Tiedge, Kurator der Fotografie, selbst Fotograf und Journalist, schlug vor: „Wir sollten mal Max Hünten mit dem Fotografen Norbert Rosing zusammenbringen, der im Yellowstone- Nationalpark/ Wyoming zu denselben Motiven unterwegs war.“

Elke Erdmann

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