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Festival der schwarz-weißen Tasten endet mit Boogie-Woogie

Zingst Festival der schwarz-weißen Tasten endet mit Boogie-Woogie

Vier Tage lang feierte das Ostseeheilbad Zingst die Vielseitigkeit des Klaviers. Schwedischer Shootingstar Jakob Karlzon (45) gab mehrere Zugaben.

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Tastenzauber: Die „Wunderhände“ des schwedischen Shootingstars Jakob Karlzon (45) bei den Zingster Klaviertagen. Das Publikum forderte dem Ausnahmepianisten mehrere Zugaben ab.

Quelle: Detlef Lübcke

Zingst. Mit schmissigem Boogie-Woogie sind am Ostermontag die 15. Klaviertage in Zingst (Vorpommern-Rügen) zu Ende gegangen. Vier Tage lang feierte das Ostseeheilbad die Vielseitigkeit dieses klangvollen Instrumentes. An vier verschiedenen Spielorten traten sieben nationale und internationale Pianisten auf.

Die Bandbreite reichte vom klassischen Klavierkonzert über zeitgenössischen Jazz bis hin zu Comedy. „Es gibt nichts Vergleichbares in Deutschland“, sagt der künstlerische Leiter, Komponist und Pianist Lutz Gerlach (53).

Der gebürtige Amerikaner Chris Hopkins (43) zog sein Publikum mit Classic Jazz und Swing in den Bann. Er spielte bereits mit Größen wie Clark Terry, Hazy Osterwald oder Dan Barrett.

Die klassische Pianistin Ragna Schirmer (43) aus Halle an der Saale begeisterte mit „Liebe in Variationen“, ihrem neuen Programm voller zwischenmenschlicher Bezüge.

Der Hamburger Musikkabarettist Axel Pätz (58) präsentierte mit Piano, Akkordeon und Gesang eine extra auf die Zingster Klaviertage zugeschnittene Auswahl seiner aktuellen Programme. 

Henning Pertiet (50) aus Hamburg ist der Neffe des bekannten Boogie-Pianisten Gottfried Böttger („3 nach 9“). Pertiet überzeugte mit einer Mischung aus Blues und Boogie-Woogie.

Lutz Gerlach und Ehefrau Ulrike Mai (45) hatten ihr um 22 Uhr beginnendes Konzert „Night in white Satin“ (Nacht in weißem Satin) nach einem Oldie von „Moody Blues“ benannt. Das Ahrenshooper Ehepaar, sie passend dazu in weißem Satin, spielte Songs unter anderem von Simon & Garfunkel, Led Zeppelin und den Puhdys.

Mit Ausnahme von Festival-Begründer Lutz Gerlach und seiner Frau waren alle Künstler zum ersten Mal dabei. Immer wieder neue Facetten zu präsentieren, sei wesentliches Anliegen der Zingster Klaviertage, erklärt Gerlach.

Zu den verschiedensten Tages- und Nachtzeiten konnte das Publikum Klaviermusik auf höchstem Niveau erleben. Um überall dabeizusein, war Gerlach, umtriebige und stets präsente Seele des Festivals, wenig Schlaf vergönnt. Kraftquell sei für ihn die Begeisterung des Publikums. So wie auch bei dem zweistündigen Konzert von Shootingstar Jakob Karlzon (45). Der schwedische Ausnahmepianist präsentierte unter anderem ganz aktuell seine erste Solo-CD „One“. Die Zuhörer forderten Karlzon mehrere Zugaben ab, bevor er noch 30 Minuten lang seine CD signierte und Autogrammwünsche erfüllte.

Von Detlef Lübcke

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