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Für mehr Gäste: Museum baut Werkstatt um

Ribnitz-Damgarten Für mehr Gäste: Museum baut Werkstatt um

Die Besucherzahlen des Bernsteinmuseums sinken weiter / 2017 soll es mehr Mitmach-Angebote geben

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Henning Schröder probiert den neuen Bohrer aus. Mit den Werkzeugen können Besucher im Bernsteinmuseum bald ihre eigene Kette gestalten.

Ribnitz-Damgarten. In der ersten Etage des Deutschen Bernsteinmuseums in Ribnitz-Damgarten wird derzeit gewerkelt. „Wir bauen die Werkstatt und das Kinderbernsteinland um“, berichtet Verwaltungsleiter Henning Schröder. Der Zeitpunkt sei optimal, denn der Januar sei der ruhigste Monat im Museum. Zu den Winterferien im Februar, wenn wieder mehr Besucher erwartet werden, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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Die Besucherzahlen des Bernsteinmuseums sinken weiter / 2017 soll es mehr Mitmach-Angebote geben

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Ziel des Umbaus sei es, das Mitmach-Angebot sowohl für Kinder als auch für Erwachsene zu erweitern. „Der Verein zur Förderung der Arbeit und Qualifizierung hat uns alte Maschinen nachgebaut, unter anderem einen Bohrer“, sagt der 34-Jährige. So könnten die Besucher in Zukunft nicht nur ihren eigenen Bernstein schleifen, sondern auch eine eigene Kette oder ein Armband basteln. Mit den neuen Angeboten sollen mehr Besucher ins Museum gelockt werden. Denn die Zahl der Gäste ist weiter gesunken – von 58607 im Jahr 2015 auf 55683 Besucher im vergangenen Jahr. Immerhin knapp 3000 weniger.

Während das zweite Halbjahr und vor allem der Sommer gut besucht gewesen sei, war der Mai mit seinen vielen Sonnenstunden ein schlechter Monat für das Ribnitzer Museum. „Wenn das Wetter schön ist, kommt einfach niemand“, sagt der Verwaltungsleiter. Um den Gästen zu zeigen, dass sich ein Besuch bei jedem Wetter lohnt, gebe es auch ein neues Motto in diesem Jahr – „Wo wir sind, ist Sonne“.

„Der Besucherrückgang bereitet uns aber noch keine Sorgen. Die Museumsleitung ist optimistisch“, sagt Henning Schröder, der allerdings bestätigt, dass die Zahl der Gäste in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen sei. So kamen noch im Jahr 2010 knapp 75000 Besucher ins Bernsteinmuseum, 2011 waren es 73000. Rückläufig sei in den vergangenen Jahren auch die Zahl der Bustouristen gewesen. Sie machten 2016 nur noch 14 Prozent der Besucher aus. „Das ist allerdings ein allgemeiner Trend, der nicht nur uns trifft“, sagt Henning Schröder. Ein großer Vorteil sei, dass das Museum nicht mehr nur vom Eintrittsgeld lebe, da sich sowohl die Werkstatt als auch die Verkaufsstände nicht mehr in privater Hand befänden. „Wir haben jetzt somit mehrere Einnahmequellen“, sagt der 34-Jährige.

Die Zahl der Familien sei in den vergangenen Jahren erfreulicherweise gestiegen. Deshalb sei es auch so wichtig, das Angebot für Kinder zu erweitern. „Die Kindergeburtstage werden sehr gut angenommen. Sie eignen sich für Kinder ab dem Schulalter. Die Kleinen können selber einen Bernstein gestalten und ich mache mit ihnen einen Museumsrundgang“, erklärt Museumspädagogin Marianne Tessenow. Die 59-Jährige arbeitet seit Oktober im Kinderbernsteinland. Eine neue Museumsrallye sei für die kleinen Besucher ebenfalls geplant. „An verschiedenen Punkten müssen Fragen beantwortet werden. Wer alles richtig hat, bekommt einen Bernstein“, sagt sie.

Das Bernsteinmuseum an sich interaktiver zu gestalten, sei schwierig, meint der wissenschaftliche Leiter, Axel Attula. „Wir sind nunmal ein Vitrinen-Museum. Wir können kein Museum zum Anfassen sein, sonst sind alle unsere Stücke weg. Die meisten Bernsteine sind nunmal sehr klein“, sagt er.

Neue Ideen gibt es dennoch. So soll das große Bild vom Bernsteinwald lebendiger werden. Denkbar sei eine Animation von einem besonderen Exponat, einem Gecko im Bernstein.

Anika Wenning

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