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Hans sucht nach dem Glück

Ribnitz-Damgarten Hans sucht nach dem Glück

Die Schlündelgründer inszenieren das Märchen „Hans im Glück“ neu / Premiere ist am 27. November

Ribnitz-Damgarten. Hans ist sauer. Dirk Heitmann, der die Rolle verkörpert, rennt durch die Reihen, schreit seine Wut hinaus und weiß doch nicht, wie es weitergeht.

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Die Schlündelgründer inszenieren das Märchen „Hans im Glück“ neu / Premiere ist am 27. November

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Mammon, die personifizierte Gier, hat ihn übers Ohr gehauen. Jetzt hat Hans zwar einen Klumpen Gold, aber dafür nichts zu essen und zu trinken. Völlig verzweifelt, versucht er nun, die Dorfbewohner zu überlisten, um seinen Hunger zu lindern.

„Das war schon sehr gut“, lobt Regisseurin Andrea Stache-Peters die Szene. „Aber beim nächsten Mal lauf’ noch weiter nach vorne und verschränke nicht die Arme – das passt nicht.“ Betonung, Pose, Gestik – auf jedes Detail wird in der heißen Phase der Proben der Laien-Schauspielgruppe „Die Schlündelgründer“ geachtet. Perfekt soll alles am 27. November sein. Dann feiert die Neu-Inszenierung des Weihnachtsmärchens „Hans im Glück“ Premiere im Stadtkulturhaus in Ribnitz-Damgarten.

„Mir war wichtig, dass Hans nicht wie im Original nur naive Entscheidungen trifft“, beschreibt die Regisseurin die Besonderheiten der Inszenierung. Und fügt hinzu: „Oft verlieren wir das Glück aus dem Fokus, weil wir das wollen, was ein anderer besitzt. Das wollen wir kritisch betrachten.“

Dafür hat die erfahrene Theaterschauspielerin die Rolle des Mammons in das Stück integriert. Mit Krempenhut, schwarz-weiß gestreiften Jacket und Stock lässt Anna Schmidt den bösen Geist, der nur für Hans sichtbar ist, als Mafioso aufleben.

Insgesamt wirken 16 Ribnitz-Damgartener bei dem Theaterstück mit. Seit vier Jahren gehört Ernst Stiegeler zur Gruppe. „Ich habe mitgemacht, weil ich neue Leute kennenlernen wollte“, erklärt der gebürtige Schwarzwälder. In seiner Zeit bei den Schlündelgründern hat der Älteste im Ensemble bereits als König regiert, Menschen ausgeraubt und war ein liebevoller Opa. In „Hans im Glück“ verkörpert der 69-Jährige unter anderem einen Milchbauern. „Ich finde es schön, dass Ribnitz-Damgartener unterschiedlichster Altersgruppen zusammenkommen, die die Leidenschaft zum Theaterspielen teilen“, sagt Stiegeler. Da sei es ihm auch egal, wenn er nur kleinere Rollen im Stück übernehme.

Die Aufführungen der Schlündelgründer sind schon seit mehr als zwei Jahrzehnten fester Bestandteil der Theaterszene der Bernsteinstadt. Der Name der Gruppe geht dabei auf das erste Stück zurück, was sie Anfang der 1990er Jahre aufführten: „Die Schlündelgründer“ von Ken Campbell. Neben klassischen Märchen haben sie seitdem ihr Repertoire auch durch eigene Stücke erweitert. Dabei organisieren die Schlündelgründer alles, was zu einem Theaterstück gehört, selbst. So zum Beispiel Szenen, Dialoge, Bühnenbild, Musik und Kostüme. Auch ihre Lieder sind eigens komponiert.

Deshalb wird in den Proben auch jetzt noch etwas am Text oder an der Redeverteilung gearbeitet. „Erst wenn ich alles gespielt vor mir sehe, merke ich, ob alles aufgeht, wie wir es uns beim Schreiben vorgestellt haben“, sagt Stache-Peters. „Notizen machen wir deswegen in unseren Textbüchern nur mit Bleistift – denn das kann sich alles schnell wieder ändern.“

Etwas aufgeregt vor der Premiere ist Marek Topp. Der Neunjährige steht zum ersten Mal mit den Schlündelgründern auf der Bühne. Er ist der Jüngste der Gruppe. Ein kleiner Profi ist er aber dennoch.

„Ich habe schon in meiner Schule bei der Theater-AG mitgemacht“, sagt der Viertklässler. „Aber da haben wir nicht vor so viel Publikum gespielt. Deswegen bin ich schon etwas nervös“, gibt Marek zu.

Er freut sich aber, seiner Familie zu zeigen, wie er als ein tollpatschiger Straßenjunge agiert.

Vorverkauf startet

Der Vorverkauf startet heute in der Tourist-Information, Am Markt 14. Reservierungen unter ☎ 038 21 / 22 01. Tickets kosten für Erwachsene 6 Euro, für Kinder bis 14 Jahre 4 Euro.

Die Schlündelgründer führen ihr neuinszeniertes Märchen „Hans im Glück“ an folgenden Tagen jeweils um 15 Uhr im Stadtkulturhaus auf: 27. November (Premiere), 3. Dezember, 4.

Dezember, 10. Dezember, 11. Dezember, 17. Dezember (hier auch um 17 Uhr) und am 18. Dezember

Ann-Christin Schneider

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