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Happy Endstation: „Der Tod“ steht auf der Bühne

Ribnitz-Damgarten Happy Endstation: „Der Tod“ steht auf der Bühne

200 Besucher im Ribnitzer Stadtkulturhaus erleben Comedy mit viel schwarzem Humor

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Happy Endstation: „Der Tod“ stellte, unterstützt von seiner Praktikantin Exitussi, am Freitagabend im Ribnitzer Kulturhaus seinen Last-Minute-Reiseführer vor.

Quelle: Peter Schlag

Ribnitz-Damgarten. Der Tod ist ins Kulturhaus gekommen. Dunkel und bedrohlich ragt er auf der Bühne auf – und fängt dann mit weicher, hoher Stimme an, von seinem Tagwerk zu erzählen. Davon, warum er über seinen Alltag ein Bühnenprogramm gemacht hat.

Genauer gesagt, es ist sein zweites. Nach „Mein Leben als Tod“ zieht selbiger nun mit „Happy Endstation“ durch die Lande. Ribnitz-Damgarten ist dabei, nach Düsseldorf und Erfurt, eine der ersten Stationen. „Das ist hier eine Vorpremiere. Sozusagen Tod auf Probe“, erklärt er dem Publikum. Das sitzt gespannt im Saal. Die 200 Plätze sind fast ausverkauft. Während einige der Besucher schon das erste Programm gesehen haben, ist „Der Tod“ für andere völliges Neuland.

So nennt sich ein Künstler, der mit Death-Comedy seit einigen Jahren bundesweit unterwegs ist. Und das sehr erfolgreich. Das zweistündige Programm „Happy Endstation“ am Freitagabend zeigt eines: Am besten ist der Tod, wenn er mit Wortwitz und Wortspielereien zeigt, wie stark dieser Begriff in der deutschen Sprache verankert ist.

Unterstützt wird er vom blinden Fährmann Charon, der sich selbstkritisch auf die Schippe nimmt. Denn Grieche und Steuer, das würde kaum zusammenpassen, sieht sich Charon als Steuermann ins Jenseits überfordert.

Charon hat aber nur eine Nebenrolle. Im Mittelpunkt aber steht der Tod. Er ist durchaus modern. Der Tod zeigt via Tablet eine Foto-Show mit skurrilen Motiven aus deutschen Landen. Der Tod ist auch interaktiv. Besucher in der ersten Reihe machen eine Nahtod-Erfahrung, als selbiger von der Bühne zu ihnen kommt. Um, unterstützt von seiner Praktikantin Exitussi, schon mal das Erstgespräch zu führen. Das Programm kommt an. „Die Wortspiele sind das Besondere, er ist ein guter Finder von Worten“, schildern Mandy Ohm und Yvonne Marquardt ihre Programm-Eindrücke. „Er regt an, über das Leben nachzudenken“, meint Katrin Gräfe. Sie fügt hinzu, dass sie es gut findet, dass der Künstler auch karitative Projekte unterstütze. Das ist auch in Ribnitz so. Auf dem Tisch mit Büchern und Fan-Artikeln steht ein „Spendenschädel“. Der Tod sammelt allmonatlich für einen gemeinnützigen Zweck, in diesem Monat für den Verein Lichtblick aus München, der verarmte Senioren finanziell unterstützt.

Das Programm war kurzweilig, hat zum Nachdenken angeregt. Es bekam zu Recht viel Beifall. Wann wird der Tod schon mal zu einer Zugabe aufgefordert...

Peter Schlag

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