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Hauptmannssohn Nick Seidler wurde Tonnenkönig

Born Hauptmannssohn Nick Seidler wurde Tonnenkönig

Königsbegleiter Christian Kruse schlug sich zum 5. Mal zum Stäbenkönig

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Mittags war Christian Kruse (l.) Königsbegleiter für den Stäbenkönig John Kafka (auf dem Pferd). Nach 16 Uhr trug er selbst die Würde des Stäbenkönigs.

Quelle: Elke Erdmann

Born. Tonnenabschlagen am Sonntag in Born. Ganze Straßenzüge ein blau-weißes Wimpelmeer. Schon morgens um 7 Uhr ging es los mit dem musikalischen Wecken. Dann folgte das Anreiten zu Pferde auf dem Lindenplatz. Karl-Heinz Daetz und Rainer Eggers wurden für 45-jährige Mitgliedschaft im Tonnenbund mit einem Orden ausgezeichnet, Christian Kruse für 35 Jahre!

Beim Umzug durch das Dorf ging es zu den Königen des Vorjahres. In Born gibt es nur zwei: Tonnenkönig und Stäbenkönig. Das war nicht immer so. Der 1910 in Bayern geborene Sanitätsrat Valentin Heinrich aus Prerow, genannt Tino, war der Schimmelreiter vom Darß, ein richtiger Haudegen. Auf seinem Tobruk ritt er zu seinen Patienten und galoppierte in allen Darßorten durch die Bahnen. „Er schlug so oft dem Fass den Boden aus, wurde dreimal Stäben-, aber nie Tonnenkönig“, berichtet der Vereinsvorsitzende und Chronist Holger Becker. „Wegen Tino führten die Borner Tonnenbrüder zeitweise den Bodenkönig ein. Später wurde das wieder eingestellt, weil es untypisch für Born war.“ Wenn am ersten Sonntag im August Tonnenabschlagen ist, nehmen die meisten Reiter sowie viele Gäste Urlaub. So auch Stefan Ehrke (37), der deutschlandweit als Messebauer unterwegs ist. Er lässt Sägen und Fräsen beiseite und hebt sich in die Steigbügel vom Warmblut Will-Be. Zuhause ist er auf seinem Boddengrundstück in Wieck, deshalb empfing der König von 2015 die Reiterschar gastlich an seinem Elternhaus in Born. Für den Stäbenkönig John Kafka (38), Chef vom gleichnamigen Reiterhof, öffnete Lebensgefährtin Heike die Türen. „In der Frühe mussten wir alle wirbeln. Denn es gab frische Fischbrötchen, wie sich das für den Fischersohn gehört.“

Stilvoll war der Festplatz hergerichtet, als die Reiter einzogen, allen voran Hauptmann Jens Seidler im Federhut. Unter den 28 Aktiven, altbewährt Wibke Michaelis und Silke Wendt, sowie vier neue junge Reiter.

Etwa 5000 Zuschauer verfolgten den Wettstreit. „Schlagt die Tonne, bis sie kracht“, drang ein Lied aus den Boxen. War Christian Kruse (56) gegen Mittag Königsbegleiter für den Stäbenkönig John Kafka, trug er nach 16 Uhr auf seinem eigenen Pferd die Würde davon. Mit ganzer Wucht schlug Franziska Schilling (6) aus Berlin eine der nur etwas lädierten Kindertonnen auf den Boden.

Zum Ende hin wird es in der Bahn kämpferischer und schwieriger für die galoppierenden Reiter. Um 18.30 Uhr großer Jubel. Der Sohn des Hauptmanns, Nick Seidler (22), zum ersten Mal in der Reiterbahn, schlug sich zum Tonnenkönig.

Elke Erdmann

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