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In der Damgartener Chaussee ging’s gut bürgerlich zu

Ribnitz-Damgarten In der Damgartener Chaussee ging’s gut bürgerlich zu

Stadtarchivarin Jana Behnke nahm Besucher im Konventsaal mit auf einen virtuellen Rundgang durch Ribnitz

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Anhand der Sammlung mit Ribnitzer Bauakten erzählte Jana Behnke über die Geschichte von Häusern. FOTO: EDWIN STERNKIKER

Ribnitz-Damgarten. Von wegen verstaubt: Wenn man es versteht, in ihnen zu lesen, können Akten interessante Geschichten erzählen. Auch Bauakten. Stadtarchivarin Jana Behnke jedenfalls „filterte“ aus den im Ribnitz-Damgartener Archiv lagernden Bauakten jede Menge Interessantes heraus. Am Montagabend stellte sie die Ergebnisse ihrer Recherchen, die sie im Zuge von Sicherungsmaßnahmen der historischen Bauzeichnungen anstellte, im Konventsaal des Ribnitzer Klosters vor mehr als 50 Besuchern vor.

Titel der abendlichen Veranstaltung: „Von Haus zu Haus - Ein Rundgang durch das alte Ribnitz - Was Baukaten erzählen.“ Dazu eingeladen hatte der Freundeskreis Kloster- und Stadtgeschichte.

Das Stadtarchiv Ribnitz-Damgarten verfügt über eine umfangreiche Sammlung Ribnitzer Bauakten aus der Zeit zwischen etwa 1880 und 1945 und damit über einen „kleinen Schatz“, sagte Jana Behnke: „Würde ich auf alle eingehen, säßen wir noch um Mitternacht hier. Deshalb musste ich eine Auswahl vornehmen.“ Einige Akten würden nur aus einem einzigen Blatt bestehen, andere wiederum füllen einen dicken Ordner. Mit ihrer Hilfe lasse sich die Baugeschichte vieler Ribnitzer Häuser zum Teil lückenlos nachvollziehen. Nicht nur die Geschichte des Gebäudes selbst, „es finden sich auch viele Anhaltspunkte, wie die Menschen früher in diesen Häusern lebten und arbeiteten“, erläuterte die Stadtarchivarin.

Auf ihrem virtuellen, unterhaltsamen Rundgang durch die Stadt nahm sie die Gäste zunächst mit zu Wohn- und Geschäftshäusern, dann ging es in die Lange Straße und schließlich vor die Tore der Stadt.

Jana Behnke zeigte nicht nur alte Fassaden, die Besucher konnten anhand der Grundrisse auch einen Blick in das Innere einiger Wohn- und Geschäftshäuser werfen. Auch an Häuser wurde erinnert, die längst aus dem Stadtbild verschwunden sind, so unter anderem an das Haus Lange Straße 100 von Schustermeister Peterson. Das wurde ebenso wie das Torwärterhäuschen 1930 abgerissen. Erst dadurch war es möglich, 1938 den immer stärker werdenden Fahrzeugverkehr südlich am Rostocker Tor vorbeizuführen. Reine Wohnhäuser seien eher die Ausnahme in den Jahren 1880 bis 1945 gewesen, vielmehr habe es häufig eine Kombination von Wohnen und Gewerbe gegeben, machte die Stadtarchivarin an einigen Beispielen deutlich. Und sehr beengt sei es zugegangen: Oft haben zwei bis drei Familie in den kleinen Häusern gewohnt. Völlig anders hingegen die Situation in der Damgartener Chaussee, wo Villen standen. Sie wurden meist kurz vor dem Ersten Weltkrieg errichtet. Jana Behnke nahm die Besucher mit in die Villa von Realschuldirektor Buchholz. Da ging es gut bürgerlich zu. Das Haus verfügte unter anderem über Herrenzimmer, Damenzimmer, Esszimmer, Badezimmer, Wohnzimmer, Fremdenzimmer und Dienstmädchenzimmer. „Wer in der Damgartener Chausee wohnte, der hatte es geschafft“, so die Stadtarchivarin.

Edwin Sternkiker

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