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Kostümierte Kraniche holen in Born ersten Preis

Born Kostümierte Kraniche holen in Born ersten Preis

Wintervergnügen auf dem Darß: In einem langen Umzug ging’s am Sonnabend zum 20. Fastnachtstonnenabschlagen

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Die Dierhäger Kraniche marschieren trompetend auf der Borner Erlebniswiese zum Tonnenabschlagen ein.

Quelle: Fotos: Elke Erdmann

Born. Große Aufregung herrschte am Sonnabend in allen Dörfern von Klockenhagen über Dierhagen, Fischland und Darß. Schon um neun Uhr in der Frühe startete die „Dierhäger Kranichtour“ mit dem Motorschiff „Kranichblick“ nach Born zum 20. Fastnachtstonnenabschlagen. Das kutschierte Siegmar Maschner, Maschi genannt. An Bord Kapitän und Steuermann und etliche selbst gebaute Touristen. 15 graue Kraniche, Grus grus, ein junger Kranich und einer, der gerade aus dem Ei schlüpfte, schritten zur Frühjahrsbalz laut trompetend hinterher. Damit hatten sie im wahrsten Sinne des Wortes „den Vogel abgeschossen“ und erhielten einen ersten Preis.

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Wintervergnügen auf dem Darß: In einem langen Umzug ging’s am Sonnabend zum 20. Fastnachtstonnenabschlagen

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Als sie die Borner Erlebniswiese erreichten, war dort bereits der Teufel los mit seinen sechs lebendigen Flammen. Dicht dabei standen die Alleskleber Pritt, Pattex und Uhu. Sie sind auch im wirklichen Leben miteinander verwandt.

„Wir lösen die alte Generation ab, haben alles selbst genäht und gebastelt“, sagt die Bornerin Ulrike Kruse. „Ich bin der Play Boy“, verkündete Christian Levien (36) im feinen Anzug vom „Wustrower Escort Service“. Die Truppe hatte leicht bekleidete Mädchen mit dabei, „aber nur als Begleitung, ähnlich wie die Geishas.“ „Ich bin da, es kann losgeh’n“, rief Ida Wüst. Die temperamentvolle Kultfigur ist immer dieselbe, doch zum 20. Fastnachtstonnenabschlagen trug sie ein neues Kleid.

Holger Becker, Vereinsvorsitzender des Borner Tonnenbundes, begrüßte das närrische Volk, ließ die amtierenden Fastnachtstonnenkönige des vergangenen Jahres mit einem dreifachen „Gut Schluck!“

hochleben und bedankte sich bei allen Aktiven, „die dem Fest die Treue gehalten, es mit ihren guten Ideen bereichert und zur Tradition gebracht haben.“ Es formierte sich ein langer Zug mit 20 Wagen, angeführt von einem Piraten und einem Stabsfeldwebel der Nationalen Volksarmee.

Viele Schaulustige säumten die Straße bis zum Ortsteil Kuhlenbruch und jubelten den Kostümierten zu. „Das ist eine schöne Veranstaltung mit Sinn für Gemeinschaft und einfallsreichen Kostümen“, sagte Sabine Heuer. Für Stimmung sorgten neben den vier Musikkapellen die Schmuddel Cowboys „Rednex“ um Henri Weimann, der drei Tonnen für den Wettstreit gebaut und präpariert hatte.

„Ich befinde mich auf einem breiten Trampelpfad“, sagte Bürgermeister Gerd Scharmberg, der den Zug begleitete und das Tonnenabschlagen moderierte, als habe er eine Kartoffel im Mund. Mit rotem Schlips, Blondhaar und entsprechendem Gehabe parodierte er Donald Trump, dessen Abbild auf eine Tonne gemalt war, die 50 Kostümierte zu Fuß zerschlugen. Sie strapazierten die Lachmuskeln des Publikums, das johlte und grölte, bis schließlich Thomas Völkner aus Althagen im langen Frauenkleid Fastnachtstonnenkönig wurde wie Aaron Sames (6) aus Born.

Doch zuvor erkämpfte sich der Wiecker Sven Holze unter 33 Reitern den Sieg. Das Lachen verstummte, als die geübte Reiterin Silke Wendt aus Born unsanft vom Pferd fiel, weil es buckelte. Sie blieb ein wenig benommen liegen und hatte sich zum Glück nur einen Finger ausgekugelt, wie sie auf Nachfrage sagte.

Trump war cool geblieben, als die Ahrenshooper mit einer restaurierten Waldschänke und einem Entwicklungskonzept für eine Art Freudenhaus kamen. Mit der Aufschrift: „In der Waldschänke ist wieder was los! Wie famos!“ Sie verteilten „1 Waldschänkendollar“ zur Neueröffnung. Andreas Völkner kutschierte das Gasthaus mit den Pferden Elektra und Etu.

Die Klockenhäger kamen mit Kapitän Blaubär in einem Angelboot und verordneter Dorschquote. Sie erhielten gleichfalls einen ersten Gruppenpreis; Anke Brauer aus Wieck für die schönste Einzelmaske als Spinne mit ihrem viereinhalb Monate zählenden Emil Wolfgang.

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Elke Erdmann

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