Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Kunstgalerie peilt erneut 6000 Besucher an

Ribnitz-Damgarten Kunstgalerie peilt erneut 6000 Besucher an

Feininger-Kabinett ist Zugpferd des Kunsthauses in Ribnitz-Damgarten

Voriger Artikel
Cartoon-Schau: Besucherrekord angepeilt
Nächster Artikel
Naturfilmfestival sucht neue Wege

Kunstvereinsvorsitzender Rolf Günther und Galerieleiterin Gabi Raskop freuen sich über die steigenden Besucherzahlen.

Quelle: Foto: Robert Niemeyer

Ribnitz-Damgarten. Der durchwachsene Sommer hat sich auch auf die Kunstgalerie im Kloster positiv ausgewirkt. Mehr als 3000 Besucher kamen im ersten Halbjahr in das kleine Kunsthaus in Ribnitz-Damgarten. Überhaupt hat sich die Galerie in den vergangenen drei Jahren positiv entwickelt. Waren es im Jahr 2014 insgesamt noch knapp 3500 Besucher waren es im vergangenen Jahr mit knapp 6200 fast doppelt so viele. Eine Zahl, die auch in diesem Jahr angepeilt wird. „Neben dem für uns guten Wetter haben wir auch die Werbung extrem erweitert“, sagt Galerie-Leiterin Gabi Raskop. Seit diesem Jahr ist die Galerie Mitglied im Tourismusverein Vogelparkregion Recknitztal. Mit der Unterstützung durch den Verein wurden beispielsweise mehr Flyer an mehr Stellen verteilt.

Neue Schau

Bilder von Jutta

Mirtschin sind in der neuesten Ausstellung zu sehen. Die Werke werden bis zum 4. November gezeigt.

Öffnungszeiten der Kunstgalerie im Kloster in Ribnitz-Damgarten: Dienstag bis Sonnabend, jeweils von

11 bis 17 Uhr.

Der Bekanntheitsgrad der Galerie sei in den vergangenen Jahren gestiegen. Neben wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, der städtischen Kunstsammlung – 260 Werke aus den 1980er bis 2000er Jahren wurden von der Stadt angekauft und werden in der Galerie ausgestellt – und den 500 Werken der Kunstsammlung des Landkreises Vorpommern-Rügen zieht es die Gäste vor allem wegen eines Mannes in die Galerie. „Feininger ist unser Zugpferd“, sagt Gaby Raskop. Das Feininger-Kabinett zeigt neun Original-Zeichnungen des weltbekannten deutsch-amerikanischen Künstlers. Eines davon war Mitte des Jahres aus New York erworben worden. 20 Spender halfen, die Grafik zu kaufen. Ein weiteres Werk könnt im Herbst folgen. Laut Gaby Raskop gibt es positive Signale einer Stiftung, die Galerie beim Ankauf zu unterstützen. Mehr als 15000 Euro sind dafür notwendig. Spätestens im November soll die Entscheidung fallen.

Grund genug, die Marke Feininger weiter auszubauen. Nach wie vor wird an einen touristischen Projekt namens Feiningerwege gearbeitet. Ein rund 1,5 Kilometer langer Rundweg soll Besucher der Stadt zu Standorten führen, an denen Lyonel Feininger in Ribnitz gezeichnet hat. An diesen Orten sollen Infostelen aufgestellt werden. Zudem soll es ein Begleitheft geben. Im November soll der Rundweg eröffnet werden.

„Unsere Umwelt hat festgestellt: Hier passiert etwas“, sagt Rolf Günther, Vorsitzender des Ribnitz-Damgartener Kunstvereins, dem Trägerverein der Kunstgalerie. Neben dem Ausbau der Feininger-Kunstsammlung ist dabei auch die enge Verbindung zu den Schulen der Stadt zu nennen. In Kooperation mit der Bernsteinschule wurden in diesem Jahr Kunstprojekte unter dem Motto „Künste öffnen Welten“ umgesetzt. 14 Kinderkunstprojekte an den ersten und letzten Sonnabenden eines jeden Monats gehören ebenfalls dazu, wie beispielsweise die „Samstagsmaler“.

Finanziell stehe die Galerie relativ solide da. „Aber das Geld ist nach wie vor knapp“, so Gabi Raskop. 10000 bis 12000 Euro erwirtschaftet die Galerie aus Kunstverkäufen selbst. Hinzu kommen nochmal rund 12000 Euro aus Spenden. Dank der Betreuung der Kunstsammlungen von Stadt und Landkreis gibt es von beiden rund 48000 Euro jährlich dazu. Das Land unterstützt die Arbeit der Galerie darüber hinaus mit 8000 Euro pro Jahr. Es sei vor allem schwierig, Arbeitskräfte zu bezahlen. Neben Ein-Euro-Jobbern oder 20-Stunden-Kräften werde vor allem durch ehrenamtliche Arbeit der rund 40 Vereinsmitglieder sehr viel geleistet.

Ein Thema, dass immer mal wieder diskutiert wird, ist der Eintritt. Die Galerie kassiert keinen, setzt stattdessen auf freiwillige Spenden. Etwas mehr als 2000 Euro sind dabei in diesem Jahr zusammengekommen. „Die Besucherzahlen sind extrem gestiegen, als wir den Eintritt abgeschafft haben“, sagt Gabi Raskop. „Ich glaube nicht, dass wir finanziell besser fahren würden, wenn wir wieder Eintritt nehmen“, sagt Rolf Günther.

Dennoch wird auch investiert. Die Beleuchtung ist in diesem Jahr auf Strom sparende LED-Technik umgestellt worden. Malerarbeiten und ein Durchbruch zwischen zwei Ausstellungsräumen stehen in diesem Jahr noch an.

Robert Niemeyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ralswiek
In der Saison 2017 übernahm Marco Bahr erstmals die Regie bei den Störtebeker Festspielen.

Schauspieler Marco Bahr wird auch im kommenden Jahr Regie bei den Störtebeker Festspielen führen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kultur
Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.