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Marlower bauen Möbel nach Maß

Ribnitz-Damgarten Marlower bauen Möbel nach Maß

Unternehmen beliefert Schulen, Kitas und Privatkunden / Aufträge auch aus Dubai / Fachkräfte fehlen

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Geschäftsführer Mirko Ohm (l.) und Tischler Sven Lehr in der Werkstatt der Marlower Möbel GmbH. FOTOS: ANIKA WENNING

Ribnitz-Damgarten. Eigentlich wollte Mirko Ohm Berufsschullehrer werden. „Schon als Kind war das mein Plan“, sagt der 44-Jährige heute. „Warum gerade unbedingt Berufsschullehrer kann ich gar nicht mehr sagen.“ Doch es kam anders. Der Marlower machte eine Ausbildung zum Tischler, arbeitete im Unternehmen seines Vaters Manfred Ohm und übernahm die Marlower Möbel GmbH im Jahr 2004. „Das Unternehmen ist aus einer Produktionsgenossenschaft hervorgegangen“, berichtet Ohm. „Nach der Wende entschied mein Vater sich, den Betrieb zu übernehmen und wurde Geschäftsführer. Vorher war er PGH-Vorsitzender.“

OZ-Bild

Unternehmen beliefert Schulen, Kitas und Privatkunden / Aufträge auch aus Dubai / Fachkräfte fehlen

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Zu DDR-Zeiten hatte sich der Betrieb auf die Herstellung von Kinderkrippenmöbeln spezialisiert. „Die Möbel wurden für die gesamte DDR produziert“, sagt Mirko Ohm. „Doch nach der Wende wollte auf einmal niemand mehr die Möbel haben. Bestehende Verträge waren nicht mehr gültig.“ Durch einen Bekannten in den alten Bundesländer sei sein Vater allerdings auf eine neue Möglichkeit gestoßen – die Produktion von Schulmöbeln.

Die ersten großen Aufträge bekam die Marlower Möbel GmbH in Rostock. „Wir haben damals zwei, drei Schulen komplett mit Möbeln ausgestattet“, erklärt der heutige Geschäftsführer. Bis 1997 produzierte das Unternehmen ausschließlich Schulmöbel. „Dann haben wir wieder angefangen, auch Möbel für Kindertagesstätten zu bauen“, sagt der 44-Jährige. „Die Möbel werden sehr beansprucht. Deshalb ist die Qualität wichtiger als die schöne Optik. Wobei in den vergangenen Jahren schon mehr Wert auf die Ästhetik gelegt wird, aber das kostet natürlich auch.“ Neu hinzugekommen sei der Privatkundenbereich – individuell angefertigte Möbel unter anderem für Ferienwohnungen. „Wir haben 2010 dafür eine eigene Halle gebaut. Das Potential ist auf jeden Fall da, aber uns fehlen einfach die Mitarbeiter.

Ansonsten könnten wir noch mehr Aufträge annehmen.“

Das Unternehmen liefert in alle Bundesländer Möbel an Schulen und Kindertagesstätten. „In den größeren Städten in MV, unter anderem in Schwerin und Rostock, haben wir es schwer“, sagt Mirko Ohm.

Einmal im Jahr gebe es eine große Ausschreibung vom Land und jedes Jahr gewinne ein anderes Unternehmen. „Und genauso bunt gemischt sieht es auch in den Schulen aus. Den Zuschlag bekommt nicht das Unternehmen mit dem günstigsten, sondern das mit dem wirtschaftlichsten Angebot. Allerdings frage ich mich, was denn noch wirtschaftlicher ist, als direkt vor Ort zu produzieren.“ In anderen Bundesländer gehe man bei den Ausschreibungen anders vor. „In Potsdam haben wir beispielsweise sämtliche Schulen mit unseren Möbeln ausgestattet. In MV haben wir so viele Schulen und sind das einzige Unternehmen im Land. Wenn wir diese Schulen alle beliefern würden, bräuchten wir gar nicht in andere Bundesländer liefern.“ Und nicht nur deutschlandweit ist das Marlower Unternehmen unterwegs. „Wir haben auch schon Möbel nach Dubai, Abu Dhabi, Vietnam und in die USA geliefert“, sagt Mirko Ohm. „Aber der Exportanteil hält sich in Grenzen.“

Großen Wert legt das Unternehmen auf die Ausbildung. „Aktuell haben wir fünf Azubis, vier Männer und eine Frau“, berichtet Mirko Ohm. Allerdings werde es immer schwieriger, gute Auszubildende zu finden. Eine weitere Herausforderung: die jungen Leute nach der Ausbildung im Unternehmen zu halten. „Wir haben gute Leute ausgebildet und sie auch übernommen, einer ist nach Rostock und der andere wegen seiner Freundin nach Hamburg gegangen.“

Experten bewerten Stollen

. Weihnachtszeit ist Stollenzeit, und traditionell lassen Bäcker und Konditoren des Landkreises Vorpommern-Rügen ihre Stollen von einer Jury bewerten. Dies geschieht in diesem Jahr am 29. November, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr in der Empfangshalle der Pommerschen Volksbank in Stralsund (Mönchstraße 24).

Nach Angaben der Kreishandwerkerschaft sind mehr als 30 Stollen zur freiwilligen Qualitätskontrolle angemeldet. Sie werden von Michael Isensee, Sachverständiger des Instituts für Qualitätssicherung von Backwaren, bewertet.

Interessierte Bürger sind eingeladen, sich von der Stollenqualität durch Verkostungsproben zu überzeugen. Einzelne Bäckereien bieten ihre Stollen bei der Gelegenheit auch zum Verkauf an.

Im vergangenen Jahr konnte insgesamt 23-mal das Prädikat „Sehr Gut“ und achtmal „Gut“ vergeben werden. Der Baaber Bäckermeister Michael Mudrick beispielsweise konnte sich über gleich fünfmal „Sehr Gut“ für seine Butter-, Mandel-, Quark-, Mohn- und Cranberrystollen freuen.

Mitstreiter gesucht

Wer sich an der Ausstellung

„Ribnitz-Damgarten, eine Märchenstadt. Ich liebe dich“ beteiligen möchte, kann sich im „Wohlfühlhaus“ melden. Eingereicht werden können Bilder, Zeichnungen, Skulpturen, Wandkeramiken, Geschichten oder Gedichte. Kontakt: Lange Straße 63 in Ribnitz-Damgarten, ☎ 03821/7099921

Eröffnet wird die Ausstellung am 11. Januar im „Wohlfühlhaus“. Die Werke werden bis zum 24. Februar gezeigt. Besucher können ihr Lieblingswerk wählen. Nach Auszählung der Stimmen werden die Sieger mit Preisen – Hauptpreis ist ein Wochenende im Aparthotel Saatmann in Ahrenshoop – geehrt.

Durchschnittliches Jahr

54 Mitarbeiter sind bei der Marlower Möbel GmbH beschäftigt. Zu Spitzenzeiten waren es nach Auskunft des Geschäftsführers Mirko Ohm 68.

In diesem Jahr wird das Marlower Unternehmen einen Umsatz von rund 5,2 Millionen Euro machen, in besonders guten Jahren seien es etwa sechs Millionen Euro im Jahr.

3 LKW liefern deutschlandweit Möbel in Schulen und Kitas.

Kunstwerk als Liebesbeweis zu Bernsteinstadt

. Rolf Reuter vom „Wohlfühlhaus“ in der Langen Straße in Ribnitz-Damgarten hat sie gesucht und gefunden: Menschen, die Ribnitz-Damgarten lieben und genau das in Form eines Gedichts, eines Bildes oder eines anderen Kunstwerkes zum Ausdruck bringen möchten. Joachim Ballwanz will sich beispielsweise mit seinem Buch, in dem er Anekdoten über seine Geburtsstadt Damgarten schreibt, an der Aktion beteiligen.

Geplant ist eine Ausstellung unter dem Motto „Ribnitz-Damgarten eine Märchenstadt. Ich liebe dich“ (die OZ berichtete). Vom 11. Januar bis zum 24. Februar werden alle Werke im „Wohlfühlhaus“

präsentiert. Die Besucher können ihr Lieblingswerk auswählen. Nach Auszählung der Stimmen werden die von den Besuchern gekürten Sieger mit Preisen geehrt. Alle Besucher, die sich an der Umfrage beteiligen, nehmen ebenfalls an einer Verlosung teil. Rolf Reuter, der die Idee zu dieser Ausstellung hatte, arbeitet mit der Stadt Ribnitz-Damgarten zusammen, die von der Idee gleich begeistert waren.

Gudrun von Loga ist vor zwei Jahren von Bad Frankenhausen in Thüringen nach Ribnitz-Damgarten gezogen und hat sich gleich in die Stadt verliebt. „Meine Tochter wohnt hier und singt im St. Klaren Chor und so hatte ich gleich Anschluss. Ich wohne ganz zentral in Ribnitz. Alles ist sehr gut erreichbar.“ Als sie von der Ausstellung hörte, war sie gleich begeistert. Auch sie möchte sich daran beteiligen.

Rolf Reuter und Sigrid Schaaf planen eine Skulptur „Spur der Steine“ aus einem Baumstamm mit Bernsteinen verziert. Das Kunstwerk soll die Verbindung der beiden Stadtteile Ribnitz und Damgarten hervorheben. „Die Skulptur soll ein Zeichen sein, dass beide Städte zusammengehören“, erklärt Reuter. Siegrid Schaaf hat die Sehnsucht vor acht Jahren zurück nach Ribnitz-Damgarten gezogen. „Ich bin 1948 hier geboren und habe dann an vielen Orten gelebt“, berichtet die 68-Jährige. Im Alter von vier Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Binz, zwei Jahre später nach Wustrow. In Ribnitz-Damgarten machte sie eine Lehre und zog nach mit 29 Jahren nach Wismar, wo ihr Mann arbeitete.

„Dort habe ich dann 30 Jahre gelebt. Als ich zu einem Klassentreffen nach Ribnitz-Damgarten kam, habe ich eine solche Sehnsucht nach meiner Heimat bekommen, dass ich mich entschied, wieder zurückzukehren.“ Der Titel der Ausstellung spreche ihr somit aus der Seele.

Auch Kerstin Krüger, die Malkurse an der Volkhochschule gibt, wird sich mit ihren Bildern an der Aktion beteiligen. Die beiden Graal-Müritzer Dagmar und Knut Henssler, die häufig in Ribnitz-Damgarten sind, beteiligen sich ebenfalls. Doch bis zur Ausstellungseröffnung am 11. Januar werden noch viele weitere Mitstreiter gesucht. awe

Anika Wenning

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