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Premiere zeigte das Beste aus vier Jahren

Born Premiere zeigte das Beste aus vier Jahren

Premiere wurde auf der Freilichtbühne in Born gefeiert: 15 Jahre Darß-Festspiele und gleichzeitig fünf Jahre „„Die Heiden von Kummerow““ nach dem Roman von Ehm Welk - das nutzte der Intendant, um eine bunte Auswahl auf die Bühne zu bringen

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Spielten eine große Rolle bei der Premiere: Niklas Ziemann, Vincent Fiedler, Julienne Holz, Isa Marie Blattmeier und Janne Eric Michaelis (v.l.).

Born. Vor Wut griff Martin Grambauer nach einer Kartoffel und schmiss sie weit weg. Rums. Bei Adele Kienbaum klirrt eine Fensterscheibe. Schon erscheint sie aufgebracht mit dem Beweisstück bei Auguste Grambauer, die ihren Sohn verteidigt und die Nachbarin eine „fette breitarschige Kau“ schimpft. Ein amüsanter Streit beginnt, doch die beiden Frauen wollen sich im Gasthaus „De Kraug“ versöhnen. Ob das klappt?

OZ-Bild

Premiere wurde auf der Freilichtbühne in Born gefeiert: 15 Jahre Darß-Festspiele und gleichzeitig fünf Jahre „„Die Heiden von Kummerow““ nach dem Roman von Ehm Welk - das nutzte der Intendant, um eine bunte Auswahl auf die Bühne zu bringen

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Mit dieser herzerfrischenden Szene nimmt das erste Stück der „Heiden von Kummerow – Dat Best“ aus vier Jahren seinen Lauf. Die Premiere wurde am Freitagabend mit einem großartigen Publikum auf der Freilichtbühne in Born gefeiert. 15 Jahre Darß-Festspiele und gleichzeitig fünf Jahre „Die Heiden von Kummerow“ nach dem Roman von Ehm Welk, ein würdiger Anlass Revue passieren zu lassen. Intendant und Regisseur Holger Schulze holte weit aus. Er erinnerte an die Anfänge 2003 auf der Freilichtbühne in Wieck nach der Roman-Erzählung von Johann Segebarth „De Darßer Smuggler“, die wahrhaftig ihren Wohnsitz am Bodden hatten. Das plattdeutsch geschriebene Buch hatte ihm Jutta Ehlert in die Hand gedrückt. „Es geht mir mit dem Plattdeutschen wie mit den Frauen. Ich liebe sie, aber ich beherrsche sie nicht.“

Schulze brachte die Schmuggler dennoch erfolgreich auf die Bühne, bis ein Anwohner sie verklagte, eine arabische Flagge hisste und zu den Vorstellungen laut türkische Musik spielte. „Kommt doch nach Born“, hatte Bürgermeister Gerd Scharmberg eingeladen, ebnete den Einstieg und wurde selbst zum Schauspieler des temporären Ensembles.

So wuchs auf dem historischen Forsthof, wo der Altmeister des Deutschen Waidwerkes, Ferdinand von Raesfeld, bis 1913 amtierte, die idyllisch gelegene Freilichtbühne. Die Gebäude dieser Zeit sind noch erhalten. Als Schulze „Dat weiße Rössel am Ostseestrand“ inszenierte, drohte im regenreichen Sommer erneut das Aus. „Wir waren fast pleite. Wieder hat uns die Gemeinde Born auf die Beine geholfen.“

Jetzt, drei Tage vor der Premiere, wurde die Krankheit zum Gegner. Die Kultfigur Petra Schwaan-Nandke fällt aus. „Dann kam eine Frau, die Mut hatte, in das kalte Wasser zu springen, eine echte pommersche Dirn, die viele kennen. Doris Pagel aus Prerow, sie rettet die Premiere.“

Und das meisterlich als Auguste Grambauer, Gegenspielerin von Sonja Hahm als Adele, „die fette breitarschige Kau“. Sie zeigt sich im vierten Stück überaus temperamentvoll nicht als Frau aus Kummerow, sondern als eine aus Kamerun in Afrika, um dem Kuhhirten Krischan (Helge Koch) zu gefallen, der nackte tätowierte Wiever auf seinem Körper trägt. Die zeigt er den Dorfkindern und gerät mit dem Gendarm in Konflikt.

Herbert Seidel, begann als Schmugglerhauptmann und schwenkte bei den Heiden zum Ordnungshüter um. Und wieder hatte der Teufel (Thomas B. Franz aus Hamburg) das Publikum im Griff. Er tanzte und sang „O sole mio“. Die fehlte. Trotzdem belohnte das Publikum die 16 Premierenschauspieler mit Johlen, Pfeifen und viel Applaus.

„Heiden von Kummerow – Dat Best“

am 29. Juli, 17. und 31. August; Premiere von „Krischan und die gekaufte Braut“ am 30. Juni um 20 Uhr.

Elke Erdmann

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