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Ränkespiele begeistern Publikum im Theatergarten

Barth Ränkespiele begeistern Publikum im Theatergarten

Regisseur Martin Schneider hat auch mit der dritten Folge aus der Musketier-Saga Erfolg bei den Gästen / Bis Anfang September sind 27 Aufführungen geplant

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Hasta la vista, Baby – Porthos kennt sich in der Filmgeschichte aus und weiß mit Augenzwinkern zu überzeugen.

Quelle: Fotos: Frank Burger

Barth. Alle waren erleichtert: Das Wetter hat gehalten. Das Gute hat gesiegt. Die Zuschauer feierten die Premiere des Open-Air-Spektakels „Die vier Musketiere – alles oder nichts“ im Barther Theatergarten mit Wunderkerzen. Die Schauspieler waren glücklich, von den Machern des Stücks von Regisseur Martin Schneider bis Ellen Henning (Choreografie) fiel eine Last ab.

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Regisseur Martin Schneider hat auch mit der dritten Folge aus der Musketier-Saga Erfolg bei den Gästen / Bis Anfang September sind 27 Aufführungen geplant

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Glücklich winkten sie mit ihren Blumensträußen ins applaudierende Publikum.

Die Premiere am Wochenende war der gelungene Auftakt für insgesamt 27 Vorstellungen des dritten „Musketier-Teils“ aus der Feder von Martin Schneider (nach Motiven von Alexandre Dumas). Bis zum 2.

September immer montags, mittwochs, donnerstags und sonnabends wird „Lily“ (Ronja Krüger/Mathilda Klein) den Auftakt für ein spannendes, lustiges und actionreiches Spektakel geben, das 15

Darsteller der Zinnowitzer Schauspielakademie gemeinsam mit den Barther Laienensemble dem Publikum darbieten werden.

Frankreich im 17. Jahrhundert. Die französische Königin gebar einen Sohn, Kardinal Richelieu (Helga Wienhöfer) weiß um das Geheimnis der Vaterschaft des Thronfolgers und erpresst damit die Königin Anna (Katharina Mahnke). Die Musketier-Garde ist aufgelöst. Doch in den Katakomben von Paris bereitet sich eine dunkle Macht auf den Umsturz vor und Graf Rochefort wird aus dem Verließ befreit.

Irgendetwas geht da vor. Die vier Musketiere haben bis auf D’ Artagnan (Sebastian Hildebrand) ihren Dienst quittiert und sollen nun auf Anweisung von Richelieu wieder aktiviert werden. Wofür? Man weiß es zunächst nicht genau. Und auch die vier Musketiere werden sich erst nach einer Schlägerei untereinander einig. Doch da hat die dunkle Macht in Person vom n Noir (Wolf-Aaron Thalmann) schon zugeschlagen.

Martin Schneider inszenierte ein Spiel mit viel Abwechslung zwischen Dialogen, Kampfszenen (Ray Kupper auch Rochefort), Tanzeinlagen (Ellen Henning), Knalleffekten und Schenkelklopfer-Szenen (Rieke Clasen als Planchet, auch Porthos/Jan Lehmann als Unterwäsche bügelnder Musketier oder Gabriele Ulbricht als resolute Wirtin). Bezüge zur Gegenwart: natürlich Frankreich! Und Zitate wie: „Wir wollen eine Alternative für Frankreich sein“ und „Nicht jede Alternative ist eine sinnvolle“.

Wie schwierig es ist, mit Sprüchen Lösungen zu bieten, zeigte Porthos: „Feuer muss man mit Feuer bekämpfen“. Glücklicherweise schob der aus einer Kanone schießende Musketier noch ein: „Hasta la vista, Baby“ hinterher und zog mit dem Schwarzenegger-Spruch eine augenzwinkernde Ebene ein.

Die Schauspieler agierten mit sehr viel Spaß und Spiellaune. Sebastian Hildebrand stellte seine Rolle trotz Schleimbeutelentzündung und Armschlinge überzeugend dar. Seine Kumpanen Athos (Erik Gätjen/mit Plateau-Sohlen), Aramis (Felix Caspar Krause/mit dem schönsten Solo-Tanz) und Porthos (Jan Lehmann/bügelnder Musketenschütze) wirkten authentisch. Helga Wienhöfer und Ray Kupper gehören schon zum bösen Inventar des Stückes. Neu-Fiesling Noir brachte eine verstörende Ambivalenz ins Spiel. Königin Anna muss im Stück so einiges über sich ergehen lassen. Abonniert auf die beste Nebenrolle seit drei Jahren: Rieke Clasen als Tollpatsch Planchet (wieder mit Liegestuhl-Gag)! Überraschung des Abends dürfte Antje Möller als Mourchard (Spitzel) sein, die in ihrer schleichenden Schleimigkeit sehr an Wurmschwanz Peter Pettigrew aus dem Harry-Potter-Universum erinnerte.

„Ich erfreue mich immer wieder an die großartigen Schauspielern, ihrer Spielfreude und Vielseitigkeit. Mir hat der Kurzauftritt von der Ehefrau von Porthos sehr gut gefallen“, sagte Annegret Baum aus Delitzsch. Helga und Uwe Goldmann aus Neuendorf-Heide waren mit ihren drei Enkeln gekommen. „Wir sind jedes Jahr da. Sehr viel Action. Sehr schön. Planchet ist köstlich“, sagte Helga Goldmann.

Verschiedene Charaktere

27Vorstellungen bis zum 2. September sind geplant. Immer montags, mittwochs, donnerstags und sonnabends wird die dritte Auflage des Musketiers-Spektakels im Barther Theatergarten zu sehen sein. Das Stück spielt im Frankreich des 17. Jahrhunderts. Die Musketiere sind aufgelöst und müssen sich erst wieder neu zusammenfinden.

15Darsteller der Zinnowitzer Schauspielakademie sind gemeinsam mit den Barther Laienensemble aktiv, um dem Publikum ein action-geladenes Stück bieten zu können. Zu sehen sind während der Aufführung ganz unterschiedliche Charaktere.

Frank Burger

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