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Rostocks Theaterfreunde: Seit 25 Jahren Neubau im Visier

Kultur Rostocks Theaterfreunde: Seit 25 Jahren Neubau im Visier

Verein engagiert sich seit der Gründung für neue Spielstätte / Unterstützung für Theater aus dem Hintergrund: Skulptur für Vorplatz, Treppenlauf, neuer Teppich im Foyer

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Seit vier Jahren ist Antje Jonas Vorsitzende der Rostocker Theaterfreunde.

Quelle: Jens Wagner

Rostock. 25 Jahre nach seiner Gründung verfolgt der Theaterförderverein noch immer das selbe Ziel: den Neubau des Rostocker Volkstheaters. Denn bereits beim Bezug — nach dem Zweiten Weltkrieg — wurde das Gebäude in der Doberaner Straße nur als provisorische Lösung für den Standort der Spielstätte angesehen. Ein Provisorium, das noch heute genutzt wird.

„Wenn wir irgendwann am Ziel sind, dann feiern wir bis zur Besinnungslosigkeit“, sagt Antje Jonas lachend. Seit vier Jahren ist die gebürtige Rostockerin die Vorsitzende der „Freunde und Förderer des Volkstheaters Rostock“.

Das Thema „Neubau“ wurde im Laufe der Jahre immer wieder in der Öffentlichkeit angesprochen und dann erneut fallen gelassen. Trotzdem sei das Engagement des Vereins kontinuierlich groß gewesen. „Ich sehe es nicht als Misserfolg an, dass das Haus noch nicht steht. Aber es ist ein Dauerthema, das uns viel Kraft gekostet hat“, so die 51-Jährige. Denn die Umsetzung wird im politischen Raum entschieden. „Und den können wir ja nur bedingt beeinflussen.“ Aufgeben sei für den Verein allerdings keine Alternative. Jonas betont: „Wir bleiben unseren Zielen treu.“

Trotzdem soll noch in diesem Jahr gefeiert werden. Denn Anfang Februar jährte sich der Tag der Gründung zum 25. Mal. „Ende März findet unsere Mitglieder- und Wahlversammlung statt. Dann hören wir einen Festvortrag und erheben das Glas zum Jubiläum“, kündigt die Vorsitzende an. Dann soll auch geklärt werden, ob es eine weitere Feier geben soll.

Seit seiner Gründung habe der Verein viele Kleinigkeiten am und im Theater verändern können. Ein sichtbarer Erfolg sei zum Beispiel die große Edelstahlplastik „Wasserspiel“ von Gottfried Büttner. Die Mitglieder des Fördervereins beschafften die Skulptur und stellten sie auf dem Theatervorplatz auf. „Auch den Treppenlauf zur Garderobe haben wir gestaltet“, fügt die studierte Theaterwissenschaftlerin hinzu. Außerdem wurden die Grünflächen am Haus aufgeräumt, ehemalige Beete in Podeste umgewandelt und der Teppich im Foyer ausgetauscht. „Wir arbeiten im Hintergrund und unterstützen das Theater vor allem bei Details, um ein runderes Bild zu schaffen.“

Neueste Aktion ist im Januar die Einweihung der zwei Spendenboxen gewesen, die nun im Foyer der Spielstätte platziert sind. „Wir hoffen, dass sie nach der Winterpause des Volkstheaters gut angenommen werden“, sagt Antje Jonas motiviert. Das gesammelte Geld soll dann der theaterpädagogischen Kinder- und Jugendarbeit des Hauses zugutekommen.

Doch die Theaterfreunde haben zwei Aktionsfelder. Neben dem Sammeln von Spenden und der Arbeit für das Theater, gebe es auch ein Vereinsleben nach innen. „Wir haben ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm für unsere Mitglieder“, erzählt die Rostockerin. Dazu gehören Besuche von Proben, Gespräche mit Schauspielern und auch wissenschaftliche Diskussionen mit Experten wie einem Opernpsychoanalytiker. „Das war wirklich spannend. Er hat ganz neue Thesen zu verschiedenen Libretti aufstellen können“, sagt die Vorsitzende schmunzelnd.

Einmal im Jahr findet eine Theaterexkursion statt. Diese Reisen führten schon nach Erfurt, Meiningen, Bremen oder Bremerhaven. „Zuletzt waren wir in Stettin und haben uns die neue Philharmonie angeguckt.“ Diese Ausflüge werden schon seit vielen Jahren unternommen.

„Ich hoffe ja, dass der Verein noch 50 oder 100 Jahre weiterlebt“, sagt Antje Jonas. Denn auch wenn der Neubau des Volkstheaters eines Tages tatsächlich entstehen würde, soll das Vereinsleben weitergehen — mit neuen Zielen und neuen Aufgaben. „Es gibt im Leben keine endgültigen Zustände, das gilt auch für die Kultur“, erzählt die Rostockerin.

Ein sichtbarer Erfolg des Fördervereins ist die Skulptur auf dem Theatervorplatz

150 Mitglieder hat der Theaterförderverein ungefähr. Die Zahl der Mitglieder schwankt leicht, befindet sich jedoch seit Jahren auf einem ähnlichen Niveau.

Die Gründungssitzung der „Freunde und Förderer des Volkstheaters Rostock“ fand am 8. Februar 1991 statt. Gründungsmitglied ist der ehemalige Uni-Rektor Gerhard Maeß.

Größte Errungenschaft ist die Skulptur „Wasserspiel“ auf dem Theatervorplatz, die die Theaterfreunde besorgten und aufstellten. Gottfried Büttner schuf 2004 die Edelstahlplastik.



Johanna Hegermann

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