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Theaterspaß mit Rennsteiglied und Fischfrauen-Rap

Ribnitz-Damgarten Theaterspaß mit Rennsteiglied und Fischfrauen-Rap

Publikum feierte gestern Premiere des Schlündelgründer-Stücks „Hans im Glück“

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Der Rap der Fischfrauen begeisterte. Das Stück bot viele kleine Szenen, in denen sich die Schauspieler präsentieren konnten. FOTOS: FRANK BURGER

Ribnitz-Damgarten. . „Wir haben immer nur an das Gold gedacht und das Leben ist an uns vorbei gegangen. Jetzt sind wir die Last los!“ Das wird mit einem Sirtaki gefeiert!

OZ-Bild

Publikum feierte gestern Premiere des Schlündelgründer-Stücks „Hans im Glück“

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Jedes Jahr ein Märchen

Die Laienschauspielgruppe „Schlündelgründer“ wurde 1991 gegründet.

Seit 1993 wird jedes Jahr in der Adventszeit ein Märchen aufgeführt.

Gegenwartsbezüge finden in den neuinszenierten Märchen immer wieder einen Platz .

Weitere Aufführungstermine

„Hans im Glück“:

3. Dezember, 15 Uhr, -ausverkauft-

4. /10. / 11. / 17. / 18. Dezember

jeweils um 15 Uhr im Stadtkulturhaus Ribnitz-Damgarten.

Gleich zu Beginn der Aufführung gibt Regisseurin Åndrea Stache-Peters die Richtung des Stückes „Hans im Glück“ vor und dem Publikum ganz unmerklich eine Denkaufgabe: Gold als Last? Wieso wird darauf gerade ein griechischer Sirtaki getanzt? Der alte Meister (Ernst Stiegeler) hatte die Lektionen des Lebens gelernt und Hans (Dirk Heitmann) sollte sie noch lernen. Das erwartungsfrohe Publikum im ausverkauften Ribnitzer Kultursaal sollte ihm dabei mit viel Freude zusehen. Nicht tatenlos zusehen wollte dabei Mammon (Anna Schmidt), der sehr an Goethes Mephisto erinnerte und zunächst auch als Teufel herabschwebte. Es sollte doch möglich sein, Hans ebenso in Richtung „schnöden Mammon“ zu verführen! Doch Hans vergnügte sich fröhlich auf dem Jahrmarkt, verschenkte sein Geld und war eben „Hans im Glück“. Bis das Geld alle war. Ohne Geld kein Glück? „Ich zeige Dir, wie man ohne viel zu arbeiten an viel Geld gelangen kann“, versprach Mammon und führte Hans vor, wie man seine Mitmenschen für den eigenen Vorteil betrügen kann. Mit einem Wunderstein, der nichts kann! Mit einem Trüffelschwein, das keine Trüffel findet! Doch Hans war kein Hans im Glück, wenn das Glück auf das Unglück der Anderen aufbaute. Und wie es in einem Märchen so üblich ist, wendete sich alles zu einem guten Ende.

Das Weihnachtsstück der „Schlündelgründer“ ist ein Festschmaus für Augen und Ohren. Das große Ensemble von Jung bis Alt spielte das Publikum von drei Seiten an, rannte und stolzierte auch noch mittendurch. Musik und Lichteffekte machten Spaß: das Rennsteiglied erklang, Lieder aus längst vergangener Zeit wurden lachend vom Publikum erkannt, klassische Stücke wechselten sich ab mit leichten Melodien und die Kinder zuckten zusammen, als der Mammon mit Donner und Blitz in die Hölle geschickt wurde. Beim bunten Treiben auf dem Marktplatz konnten sich viele Ensemble-Mitglieder schauspielerisch austoben, wobei der Rap der Fischfrauen der absolute Höhepunkt war.

Schauspielerisch beeindruckte Anna Schmidt als Mammon („Es war schwierig, als Mensch jemanden zu spielen, der kein Mensch, also eigentlich nicht da ist.“) und auch Dirk Heitmann als Hans überzeugte.

Alle anderen Darsteller zeigten, das Laien durchaus auf der Bühne hervorragende Leistungen abrufen können.

Die Lösung des Problems hätte vielleicht noch ein wenig konfliktreicher ausgetragen werden können, ein wenig Zeit war ja noch. Aber es ist halt ein Märchen und das Happy-End so schön: „Ach wenn es doch immer so bliebe, das wirkliche Glück ist die Liebe!“

Silvia Hoffmann, d ie mit ihrer Familie aus Damgarten gekommen war, hat es jedenfalls gefallen: „Wir kommen jedes Jahr. Die verschiedenen Ideen und deren Umsetzungen haben uns gefallen.“ Lola Jung und Brigitte Gutsche aus Bad Sülze waren das erste Mal dabei: „Es war genau so schön wie alle Leute das immer erzählt haben.“ Die Urlauber Gerda und Kai Müller ( 42, Zwillinge) aus Schkopau: „Wir sind zu Hause selbst Laiendarsteller. Das war eine Super-Leistung. Ein bisschen wie ’Faust’ in Märchenform für Kinder.“

Frank Burger

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Roman Schmidt aus Zinnowitz liebt das Theater, ist „Botschafter“ der Vorpommerschen Landesbühne/ Außerdem testet er Hotels auf Barrierefreiheit

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