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Zeitdokument zum Wustrower Nebelhorn

Wustrow Zeitdokument zum Wustrower Nebelhorn

Das Buch „Leuchtfeuer- und Nebelsignalstation Wustrow/Fischland“ beschäftigt sich mit der Geschichte und neuen Entwicklungen

Wustrow. Bahngebäude, Postgebäude, Seenotrettungsschuppen und Leuchttürme zeichnen sich durch eine zweckmäßige und dazu schöne Bauweise aus. Der zunehmende Verfall oder Abriss ist überall im Land zu beobachten. Hans Joachim Luttermann und Daniel Schimmelpfennig, beide technisch versiert mit der Neigung zur Seefahrt, legen mit ihrem Buch „Leuchtfeuer- und Nebelsignalstation Wustrow/ Fischland“ ein Zeitdokument vor. Es berührt nicht nur schifffahrtsinteressierte Kreise, sondern auch Menschen, die historische Baukultur schätzen.

 

OZ-Bild

Das Buch „Leuchtfeuer- und Nebelsignalstation Wustrow/Fischland“ bekommt man über den Förderverein.

Seit 1911 in Betrieb

1910 begannen die Arbeiten zur Errichtung der Nebelstation in Wustrow. Am 1. März 1911 konnte alles in Betrieb genommen werden.

Weitere Informationen zum Förderverein Nebelstation Wustrow gibt es im Internet unter

www.nebelstation-wustrow.de.

„Das Nebelhorn“, eine poetische Erzählung der Journalistin und Schriftstellerin Käthe Miethe, die bis zu ihrem Tode 1961 in Althagen lebte, leitet die unsägliche Geschichte ein. „Nur das rufende Nebelhorn erreicht den Schlaf und löst ihn wunderlich dumpf in ein Erwachen, das langsam erst zum Bewußtsein dringt. Drei Rufe, ein hoher, ein tiefer, ein hoher, dann schweigt es zwanzig Sekunden still und dann kommt es wieder.“ Poetisch fahren die Autoren fort, wenn sie Leuchttürme „Diener der Seefahrt“ nennen, die „erst mit Sonnenuntergang zu ihrem eigentlichen Leben erwachen“. Sie gehören „zur Welt des Meeres wie der weiße Sand oder die über ihn hin rollenden Wellen.“

Doch das Nebelhorn von 1911 ist verstummt, der über 105 Jahre alte Turm abgerissen. Einst bildeten die Seefahrtschule, die Seenotrettungsstation und die drei Kilometer von Wustrow entfernte Nebelstation ein besonderes Ensemble. Es prägte das Ortsbild auf dem Fischland. Die Autoren erzählen vom Entstehen der Leuchtfeuer- und Nebelsignalstation, von den Menschen, die sie betrieben und von den beiden Wohnhäusern, in denen sie lebten.

Und sie berichten vom großen Engagement einer Gruppe, die sich vergeblich um den Erhalt des historischen Gebäudes bemühte, das von Behörden zum „Störkörper“ in der Düne erklärt wurde. „Stürme und auftretende Hochwasser konnten dem Gebäude nichts anhaben, selbst der Deich wurde durch diesen ‚Störkörper‘ bis heute nicht in Mitleidenschaft gezogen“, erklären die Autoren. „Daher ist die Frage durchaus berechtigt, warum das Gebäude nun weichen musste.“

Dokumente, demutsvolle Briefe in zeitgemäßer Amtssprache, technische Zeichnungen und Fotos zeugen von umfassenden Recherchen. Zudem ist ein sinnvolles Nutzungskonzept vorgestellt, das trotz aller Bemühungen keine Beachtung fand. Das Buch mit 232 Seiten edierte Hans-Günther Pawelcik in Worpswede. Es ist über den Förderverein Nebelstation Wustrow erhältlich. Elke Erdmann

OZ

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Stralsund

Die Arbeiten sind abgeschlossen, Einweihung soll Ende Januar sein

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