Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
„Meine Schüler wollen für immer hier bleiben“

Ribnitz-Damgarten „Meine Schüler wollen für immer hier bleiben“

Italiener, Portugiesen, Franzosen und Polen besuchten Damgartener Gymnasium

Voriger Artikel
In der Mühlenberg-Schule muss der Fußboden raus
Nächster Artikel
Vollsperrung: Bauarbeiten auf alter B96 auf Rügen beginnen

Ein Gruppenbild vereint Jugendliche aus fünf Nationen. Das Projekt „Erasmus+“ macht den Schüleraustausch möglich.

Quelle: Fotos: Carolin Riemer

Ribnitz-Damgarten. Heute kehrt wieder Ruhe in das Richard-Wossidlo-Gymnasium in Damgarten ein. Die Gäste aus Portugal, Polen, Italien und Frankreich sind abgereist.

 

OZ-Bild

„„Die Menschen so freundlich, die Landschaft so rein – keine Umweltverschmutzung. Und ich habe zum ersten Mal Zander gegessen. Wunderbar!“Manuela Arantes Lehrerin aus Portugal

Quelle:
OZ-Bild

„„Wir haben uns bei den Gastfamilien sehr wohl gefühlt. In den fünf Tagen konnten wir unsere Freundschaften vertiefen. Es war sehr schön.“Estelle Verdier Lehrerin aus Frankreich

Quelle:
OZ-Bild

„„Meine Schüler und ich waren positiv überrascht, wie warm wir empfangen wurden. Nun wollen alle am liebsten noch länger in Deutschland bleiben.“Olga Gzela Lehrerin aus Polen

Quelle:

Was bleibt, sind Erinnerungen und eine ganze Menge neue Erfahrungen. Jugendliche aus fünf Nationen schlossen Freundschaften und arbeiteten an gemeinsamen Projekten.

15 Schüler und acht Lehrer sorgten in der vergangenen Woche für internationales Flair an der Schule. „Erasmus+“ nennt sich das von der Europäischen Union geförderte Projekt an dem auch das Richard-Wossidlo-Gymnasium teilnimmt. Klassenfahrt war gestern, könnte man meinen, wenn die stellvertretende Schulleiterin Birgit Spiegelberg erklärt, dass die Jugendlichen aus Ribnitz-Damgarten zwar in der vergangenen Woche hervorragende Gastgeber-Qualitäten bewiesen, sie aber im Gegenzug auch in die Partnerschulen reisen. Im vergangenen November besuchten sie beispielsweise Portugal, im Oktober geht es nach Italien. „Die Schüler entwickeln durch den Austausch ein besonderes Verständnis für Europa und werden weltoffener“, sagt Birgit Spiegelberg. Und ganz nebenbei schulen sie ihre Sprachkenntnisse und lernen sich zu organisieren. Da unterrichteten die deutschen Schüler ihre Gäste und brachten ihnen die fremde Sprache näher, sie organisierten eine Schnitzeljagd in Rostock und bereiteten eine Stadtführung vor. „Ich bin richtig stolz. Es hat alles hervorragend geklappt“, lobt die stellvertretende Schulleiterin.

Ganz ohne die Hilfe von der Stadt, dem Bernsteinmuseum und den Gastfamilien wäre das nicht möglich gewesen. Die Schüler der Klassenstufen neun und zehn lebten in Gastfamilien und lernten so die deutsche Kultur kennen. „Und das wunderbare Essen“, schwärmt Manuela Arantes. Die Lehrerin aus Portugal war besonders von einem Zander-Gericht angetan. „Köstlich. Ich habe den Fisch zum ersten Mal in meinem Leben gegessen.“ Und wie gefiel es ihren Schülern? „Was soll ich sagen. Sie wollen am liebsten für immer in Deutschland bleiben“, antwortet sie lachend. So sauber seien die Strände in Wustrow und Ahrenshoop, so rein die Landschaft und Umweltverschmutzung habe sie in dieser Region nicht feststellen können. Ähnliche Loblieder singen die Polen und Franzosen. „Meine Schüler wollen mindestens noch zwei Wochen hierbleiben“, erzählt Olga Gzela aus Polen. Doch das ist leider nicht möglich.

„Erasmus+“ soll den Schülern aber nicht nur das Verständnis füreinander beibringen, sondern sie auch über Arbeitsmöglichkeiten und Karrierechancen in Europa informieren. Zwei Jahre lang dauert das Projekt an. Jetzt ist Halbzeit. Das große Abschlusstreffen aller fünf Nationen findet im kommenden Jahr in Frankreich statt.

Den Schüleraustausch bezahlt die Europäische Union

Um Teil des Projekts „Erasmus+“ zu werden, können Schüler – hauptsächlich aus den Klassenstufen neun und zehn – einen Wahlpflichtkurs belegen. Mal sind sie Gastgeber, mal reisen sie in Partnerschulen ins europäische Ausland.

Finanziert werden die Reisen aus Mitteln der Europäischen Union. „Erasmus+“ ist insgesamt mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Milliarden Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen werden bis 2020 davon profitieren.

Ziel des Projektes ist unter anderem ein Erfahrungsaustausch und eine internationale Vernetzung mit der Arbeitswelt. Das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, trat am 1. Januar 2014 in Kraft.

Carolin Riemer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald
Gebäude der Regionalschule Lubmin: Nun auch erste Adresse für Kinder aus Freest und Kröslin.

Der Kreis hat die Einzugsgebiete staatlicher Schulen geregelt

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Ribnitz-Damgarten
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.