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Mit Kamera und Mikro: Schüler erkunden Wohngebiet West

Ribnitz-Damgarten Mit Kamera und Mikro: Schüler erkunden Wohngebiet West

Paul Oppen nimmt sich die Kamera. „Du musst sie schön ruhig halten und den Interviewpartner immer im Bild haben“, erklärt Karsten Herold dem Zwölfjährigem.

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Die Jugendlichen der Bernsteinschule interviewen Stadtvertreter Horst Schacht (l.). Paul Oppen und Sophie Borowski kümmern sich um Kamera und Ton. Projektleiter Karsten Herold schaut ihnen dabei über die Schulter.

Quelle: Fotos: Anika Wenning

Ribnitz-Damgarten. Paul Oppen nimmt sich die Kamera. „Du musst sie schön ruhig halten und den Interviewpartner immer im Bild haben“, erklärt Karsten Herold dem Zwölfjährigem. Gemeinsam mit Mark Sternkiker leitet er in Ribnitz-Damgarten das Jugendmedienprojekt „Wo lebe ich?“. Die Jugendlichen der Bernsteinschule begleiten filmisch den Bau des Begegnungszentrums, einer ehemaligen Kaufhalle, die viele Jahre leer stand. Zudem erforschen sie die Geschichte des Wohngebietes West, in der auch die Bernsteinschule ist. Rund zehn Schüler beteiligen sich an dem Projekt, das im Herbst vergangenen Jahres startete.

Projektpartner

3 Partner führen das Jugendmedienprojekt „Wo lebe ich?“ gemeinsam durch — die Bernsteinschule Ribnitz-Damgarten, das Institut für neue Medien Rostock und der Förderverein für demokratische Medienkultur in Rostock.

Gefördert wird das Filmprojekt von Movies in Motion des Bundesverbandes Jugend und Film (BJF).

Industrie lockte neue Einwohner Sophie Borowski kümmert sich heute um den Ton. „Ein guter Ton ist das A und O. Du musst das Mikro möglichst nah ran halten, es darf aber nicht ins Bild ragen“, erklärt Karsten Herold, während er der 14-Jährigen das Stabmikrophon hinhält. Die Jugendlichen interviewen Horst Schacht. Der Stadtvertreter lebt im Wohngebiet West und kennt die Geschichte. „Er kann euch erzählen, wie es sich entwickelt hat, was sich nach 1990 alles verändert hat“, sagt Karsten Herold. „Wir spazieren mit ihm durch das Wohngebiet und interviewen ihn dabei.“

Die Tour startet am Koch-Gotha-Platz. „Die Häuser hier sind in den 50er-Jahren gebaut worden“, erklärt der Ribnitzer. „Es folgte die Warschauer Straße, die Minsker und die Danziger Straße, die Berliner und zuletzt die Buxtehuder Straße. Es ist das größte Wohngebiet in Ribnitz.“ „Aber warum brauchte man so viele Wohnungen?“, fragt die 14-jährige Melissa Kleinschmidt. „Es hat sich sehr viel Industrie angesiedelt, deshalb brauchte man die Wohnungen“, berichtet Horst Schacht. „Es gab das Faserplattenwerk, das Möbelkombinat, Ostsee-Schmuck und das Polstermöbelwerk. Allein im Faserplattenwerk haben 2000 Leute gearbeitet. Sie kamen aus der ganzen DDR nach Ribnitz-Damgarten, um hier zu arbeiten.“

Ehemalige Kaufhalle Vor der Baustelle des Begegnungszentrums bleiben die Jugendlichen stehen. „Hier war früher eine Kaufhalle, schließlich mussten die Menschen, die hier wohnten, versorgt werden“, erklärt Horst Schacht. „Nach dem Freizug hat man lange überlegt, was man daraus machen könnte. Man kam auf die Idee, ein Begegnungszentrum zu errichten. Die Schule kann hier größere Veranstaltungen durchführen.“ Für die übrigen Anwohner sei es ein Treffpunkt, schließlich gebe es in dem Wohngebiet keine Kneipe mehr.

Ballon flog bis nach Polen Während die einen draußen das Interview führen, sitzen Lena Heinzig und Emely Peters im Warmen. Die Neuntklässlerinnen schneiden die aufgenommenen Szenen von der Grundsteinlegung des Begegnungszentrums. Auf dem Computerbildschirm sieht man gerade, wie Ballons in die Luft steigen. Sowohl das Filmen als auch das Schneiden macht den beiden Spaß. „Es ist toll selber vor der Kamera zu stehen, aber es ist auch witzig, die Szenen zu schneiden und sich die Versprecher noch einmal anzuhören“, berichtet die 14-jährige Lena Heinzig. „Ich hätte vorher aber nicht gedacht, dass es so aufwändig ist, einen Film zu machen.“

Und die beiden Schülerinnen haben noch einen Auftrag. Sie sollen Kontakt zu einem Polen aufnehmen, der einen der Ballons gefunden hat, die bei der Grundsteinlegung in die Luft gestiegen sind. „In dem Film wird das auch eine Rolle spielen. Das ist ja schon etwas Besonderes“, sagt Emely Peters.

Doch bis der Film fertig ist, haben die Schüler noch jede Menge zu tun. „Die Jugendlichen sollen den kompletten Entstehungsprozess bis zur Premiere des Films begleiten. Sie werden auch die Plakate selber gestalten und ihren Film bei der Premiere präsentieren“, erklärt Karsten Herold. Neben einer Vorabpremiere nach dem offiziellen Abschluss des Projekts Ende April, soll der Film auch bei der Eröffnung des neuen Begegnungszentrums gezeigt werden.

Von Anika Wenning

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