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Mit eigenem Wappen in die Zukunft

Eixen Mit eigenem Wappen in die Zukunft

Eixen: Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister übergibt Wappenbrief. Landkreis gibt grünes Licht für neue Kita.

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Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU, r.) übergibt Eixens Bürgermeister André Bonitz (Eine Liste für Eixen) den Wappenbrief.

Quelle: Robert Niemeyer

Eixen. Zwei Jahre hat es mit der Genehmigung gedauert, nun hat die Gemeinde Eixen endlich ein eigenes Wappen. Am Montag übergab Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) den Wappenbrief an Eixens Bürgermeister André Bonitz (Eine Liste für Eixen). „Ein Wappen ist wichtig für die Identitätsfindung. In Zeiten von Facebook oder Twitter ist es wichtig, dass sich auch junge Menschen mit ihrer Region und ihrer Geschichte befassen“, sagte Caffier. Etwa 20 Gäste verfolgten die Übergabe im Eixener Gemeindezentrum. Eixen wurde als Nummer 363 in die Wappenrolle des Landes eingetragen. Nur etwa die Hälfte der Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern hat überhaupt ein eigenes Wappen. „Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft“, freute sich André Bonitz.

Der nächste wichtige könnte bald folgen. Denn der Landkreis Vorpommern-Rügen hat jüngst Grünes Licht für die Errichtung einer Kindertagesstätte in der Gemeinde gegeben. „Es wurde eine Bedarfsanalyse erstellt. Daraufhin gab es die positive Antwort vom Landkreis“, so André Bonitz.

Der Bedarf steigt

In der Gemeinde Eixen leben nach Angaben des Bürgermeisters 78 Kinder im Kita-Alter, die derzeit zum Teil in Kindertagesstätten in umliegenden Städten und Gemeinden betreut werden. Laut Bonitz steige die Nachfrage nach Kita- und Krippenplätzen derart, dass diese von den vorhandenen Kitas in der Umgebung nicht abgedeckt werden könne. Deshalb der Wunsch nach einer eigenen Kita.Diese soll im Ortsteil Eixen gebaut werden. Verschiedene Grundstücke seien verfügbar. Die Unterlagen für das sogenannte Interessenbekundungsverfahren sind gestern auf der Internetseite des Amtes Recknitz-Trebeltal veröffentlicht worden. Gesucht wird ein privater Dritter, der die Kindertagesstätte baut und selbst betreibt oder einen Betreiber bindet. Der Gemeinde selbst fehlen laut Bonitz die finanziellen Mittel für eine solche Investition. Bis 30. September haben Interessenten nun Zeit, ihre Unterlagen beim Amt einzureichen.

Bis 2011 hatte die Gemeinde bereits eine eigene Kita. Zum 1. Januar 2011 musste die Einrichtung, die sich in Kavelsdorf befand, schließen, da sich kein Interessent gefunden hatte, um den Betrieb zu übernehmen. Die mit 16 Plätzen damals kleinste Kita der Region war in einer normalen Wohnung untergebracht. Allerdings war nur gut die Hälfte der Plätze belegt. Ein weiterer Grund für die Schließung.

Dass überhaupt der Bedarf nach einer eigenen Kita für die Gemeinde wieder auftritt, sei auch der Veränderung der Bevölkerungsstruktur geschuldet. Zwar liege die Einwohnerzahl Eixens seit einigen Jahren stabil zwischen 780 und 800. „Viele ältere Menschen ziehen in die Städte“, so André Bonitz. „Aber es dauert nicht lange, dann ist der Wohnraum wieder belegt.“ Und zwar vor allem von jungen Familien.

Gemeindezeitung geplant

Und die, sowie auch alle anderen Einwohner Eixens sollen künftig noch stärker an der Gestaltung des Gemeindelebens beteiligt werden. Am vergangenen Wochenende fand deshalb ein sogenanntes Zukunftsfrühstück statt. Rund 15 Teilnehmer hatten nach Ideen gesucht. „Auch wenn man vielleicht mehr Diskussion aushalten muss, 15 Köpfe produzieren mehr Ideen als einer. Es geht nur mit den Bürgern“, so André Bonitz.

Neben Vorschlägen für neue Treffs oder Veranstaltungen habe sich herauskristallisiert, dass vor allem die Kommunikation unter den Bürgern und den Ortsteilen – die Gemeinde zählt derer neun – laut Bonitz „das A und O“ sei. Deshalb hat sich nun eine kleine Gruppe gefunden, die eine Gemeindezeitung herausbringen möchte, in der aus jedem Ortsteil berichtet wird, Mitstreiter für Initiativen gesucht werden können oder wichtige Ansprechpartner zu finden sind. Im August soll die erste Ausgabe erscheinen.

Robert Niemeyer

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