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Modellprojekt für Erzieher bleibt einmalig

Bad Sülze Modellprojekt für Erzieher bleibt einmalig

20 Erzieher haben in Bad Sülze ihre Ausbildung gemacht. Ein Drittel davon ist männlich.

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Haben es nach drei Jahren geschafft: 20 ausgebildete Erzieher bekamen in der Bad Sülzer Stadtkirche ihre Zeugnisse und ihren Segen.

Quelle: Susanne Retzlaff

Bad Sülze. Drei Jahre ist es her, dass 20 berufserfahrene Erwachsene noch einmal die Schulbank drückten und sich in einem Landesmodellprojekt auf eine dreijährige Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher einließen. 150 Interessierte hatten sich um die raren Plätze beworben (die OZ berichtete). „Spaß und Freude aber auch Hader und Verzweiflung liegen hinter uns, nun haben wir es alle geschafft“, sagte Martina Hallier, als sie und ihre 19 ebenso frisch gebackenen Erzieherkollegen ihr Abschlusszeugnis in den Händen hielten. Die Übergabe fand im Rahmen einer stimmungsvoller Andacht in der Bad Sülzer Stadtkirche statt.

Ewa ein Drittel der Erzieher sind Männer. Der 55-jährige Ronald Fechner wollte eigentlich immer mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, doch die DDR brauchte damals Bauingenieure. Fechner machte also sein Diplom als Ingenieur und engagierte sich dann jahrelang ehrenamtlich für den Nachwuchs. „Als ich von dem Projekt erfuhr habe ich mich sofort beworben und gewonnen. Manchmal war es schon schwierig, sich ganz auf die Ausbildung zu fokussieren, man hat ja auch Familie. Aber Erzieher, das ist einfach mein Ding“, fasste er seine letzten drei Jahre zusammen.

Heike Harder, Geschäftsführerin des Diakonischen Bildungszentrums Mecklenburg gGmbH, bedauerte jedoch: „Das Modellprojekt war erfolgreich, doch leider einmalig, wie es aussieht.“ Landespastor Martin Scriba (Vorstand Diakonisches Werk MV) schlug in die gleiche Kerbe. Benötigte Fachkräfte wie Erzieher könnten nicht mehr nur unter Schulabgängern rekrutiert werden und fragte, wann das Modell in Serie gehe: „Dass wir das nicht fortführen können, ist keine bildungspolitische Glanzleistung Mecklenburg-Vorpommerns“.

Der Bedarf an Erziehern steigt und der Beruf muss attraktiver werden, um mit anderen Ausbildungen konkurrieren zu können, fand auch Ministerin Birgit Hesse (SPD) und unterstrich die Notwendigkeit der Fachkräftesicherung auch über Seiteneinsteiger. „Sie sind die Piloten, wir folgen Ihnen“, machte die Sozialministerin Hoffnung und versprach: „Wir werden ein weiteres duales Angebot schaffen, mit Vergütung. Sehen Sie sich als Vorboten!“

Susanne Retzlaff

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