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Ribnitz-Damgarten Neuer Wehrführer gewählt

Oliver Rybicki löst Steffen Harder als Chef der Freiwilligen Feuerwehr Ribnitz-Damgarten ab.

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Steffen Harder (l.) gratuliert seinem Nachfolger Oliver Rybicki zur Wahl.

Quelle: Robert Niemeyer

Ribnitz-Damgarten. Oliver Rybicki ist der neue Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Ribnitz-Damgarten. Am Freitagabend wählten die Mitglieder der größten freiwilligen Feuerwehr des Landkreises Vorpommern-Rügen den 30-Jährigen bei ihrer Jahreshauptversammlung zu ihrem neuen Chef. Er löst Steffen Harder ab, der das Amt des nach zwölf Jahren aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen abgeben wollte und deshalb nicht mehr zur Wahl angetreten war.

85 Mitglieder der Freiwillig Feuerwehr Ribnitz-Damgarten waren ins Stadtkulturhaus gekommen, um abzustimmen. Fünf Kandidaten waren im Vorfeld vorgeschlagen worden, doch nur Rybicki stellte sich der Wahl. Einen neuen Stellvertreter gibt es nach der Versammlung gestern jedoch nicht. Von den fünf Vorgeschlagenen stellte sich auch hier nur Rybicki der Wahl. Harald Pett, der bisherige Amtsinhaber, lehnte eine Kandidatur ab. Da Rybicki der neue Feuerwehrchef ist und nicht gleichzeitig sein eigener Stellvertreter sein kann, kam es hier nicht zur Neuwahl. Harald Pett bleibt somit vorerst im Amt.

„Ich möchte die Zusammenarbeit in der Wehr fördern. Wir müssen die Grenzen zwischen den Zügen verschwinden lassen“, sagte Oliver Rybicki. Auch die Nachwuchsförderung und -gewinnung sei eine wichtige Aufgabe für die Zukunft. Seit 1998 gehört er der freiwilligen Feuerwehr an.

Mehr Zusammenhalt gefordert

Steffen Harder dankte zuvor in seinem Bericht den Kameraden. „Ich bin stolz, zwölf Jahre der Gemeindewehrführer dieser Feuerwehr gewesen zu sein“, sagte der 44-Jährige. Er habe stets versucht, die Modernisierung der Feuerwehr voranzutreiben. Als Beispiel nannte er die bereits vor 17 Jahren begonnene elektronische Verwaltung der Feuerwehr.

Außerdem beschwor er den Zusammenhalt der Kameraden. „Mein Anliegen war und ist es noch immer, die Feuerwehr Ribnitz-Damgarten zu einem verschworenen Haufen werden zu lassen.“ Keine Abteilung können allein für sich Großes vollbringen. „Nur gemeinsam sind wir stark, dann aber richtig“, so Harder, der der Feuerwehr trotz des Rückzugs vom Amt des Feuerwehrchefs weiter erhalten bleibe.

Kritik kam zu diesem Punkt allerdings von Dirk Scholwin aus dem Zug Damgarten. „Gemeinsam sind wir stark. Ich hätte mir von dir gewünscht, dass du diesen Satz schon vor zwölf Jahren geäußert hättest“, sagte er in Richtung Steffen Harder. Er hoffe, dass dieser Zusammenhalt in Zukunft gelebt werde.

Dank und Kritik

In seinem letzten Jahresbericht als Wehrführer lobte Harder außerdem den Einsatz der Feuerwehrleute im vergangenen Jahr. 172 Mal waren die Kameraden 2016 alarmiert worden. Darüber hinaus dankte er ihnen dafür, dass sie sich auch außerhalb des normalen Feuerwehrdienstes engagieren. „Osterfeuer, Adventsfeuer, Hafenfest, Skatabende, Sommerfest, Sicherheitswachdienste und Weihnachtsmarkt wären ohne unser Engagement nicht möglich und nur halb so schön.“

Abschließend fand Harder allerdings auch noch kritische Worte. So bemängelte er, dass die seit drei Jahren geforderten Feuerwehrpläne für Schulen und andere öffentliche Einrichtungen noch immer nicht vorliegen. Darüber hinaus seien in Sachen Löschwasserproblem, an dem seit drei Jahren gearbeitet wird, die Ergebnisse eher spärlich. „Die Verwaltung bekommt es nicht einmal fertig, für einzelne Stadtteile beziehungsweise Straßenzüge die benötigte Löschwassermenge für den Grundschutz zu definieren“, so Harder. Ein Thema, das nun Oliver Rybicki weiter vorantreiben muss.

Und eine Kritik, die Heiko Körner, stellvertretender Bürgermeister, aufnahm. Auch er dankte Harder für seine Leistung und betonte das Gefühl der Sicherheit, das durch die Feuerwehr entstehe. Darüber hinaus unterstrich Körner aber auch die Rolle der Stadtverwaltung als Partner der Brandschützer. „Wir kennen unsere Aufgaben. Wir sind gut unterwegs, Defizite aufzuarbeiten.“

Vier Züge – eine Feuerwehr

158 Mitglieder gehören der Freiwilligen Feuerwehr Ribnitz-Damgarten derzeit an. Darunter sind 111 im aktiven Feuerwehrdienst, 90 davon im Einsatz, 21 als Reserve. Die Jugendabteilung zählt derzeit 29 Mitglieder, die Ehrenabteilung 18.

172 Mal wurden die Kameraden der Ribnitz-Damgartener Feuerwehr im Jahr 2016 alarmiert. Der Zug Ribnitz rückte 113 Mal aus, der Zug Damgarten 50 Mal. Der Zug aus Klockenhagen war achtmal im Einsatz, der Zug aus Tempel einmal.

Robert Niemeyer

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