Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 6 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Neues Wissen schaffen: Forscher überwinden Fakultätsgrenzen

Rostock Neues Wissen schaffen: Forscher überwinden Fakultätsgrenzen

Universität Rostock fördert interdisziplinären Austausch mit Forschungscamp

Voriger Artikel
60-Jähriger ohne Fleppen: Mutter muss weiterfahren
Nächster Artikel
Stollen von der Küste sind spitze

Franziska Thiele und Corinna Lüthje nahmen das erste Mal am Forschungscamp teil. Sie stellten ihr Projekt „MeWiKo“ vor. FOTOS: PAULINE RABE

Rostock. Komplizierte Sachverhalte originell und auf wenig Platz veranschaulicht, bunt, skizziert, auf Papier oder Stoff: Nur mit Postern haben vergangene Woche bei einem Forschungscamp rund 70 Wissenschaftler ihre aktuellen Projekte an der Universität Rostock vorgestellt. Schon zum vierten Mal öffnete das Konrad-Zuse-Haus in der Albert-Einstein-Straße 22 seine Türen für diesen interdisziplinären Austausch. Uni-Rektor Wolfgang Schareck freute sich über die rege Beteiligung. „Dabei ist es gar nicht so leicht, ein gutes Poster zu gestalten.“ Einerseits müsse es selbsterklärend sein, andererseits dürfe es aber auch keine wichtigen Inhalte vernachlässigen.

 

OZ-Bild

Vergangenes Jahr schaute ich zu.Nun stelle ich auch aus.Luise Borufka (26) Zentrum für Innere Medizin

Quelle:
OZ-Bild

Ich konnte einige Kontaktdaten austauschen.Marko Blatzheim (27) Institut für Mathematik

Quelle:

„Das finde ich schwierig“, sagte Johann Heller vom Institut für Allgemeine Elektrotechnik. Auch wenn der 26-Jährige die Idee des Forschungscamps als sinnvoll erachtet, hält er es für kompliziert, fachgebundene Inhalte innerhalb kurzer Zeit gut zu vermitteln. „Jeder hat eben seine eigene Sprache.“ Der Promotionsstudent forscht in der Beschleunigerphysik. „Es geht um die mathematische Optimierung dessen.“

Eine andere Sprache spricht Sherry Freiesleben. „Ich komme ursprünglich aus Kanada und wohne seit 2009 wegen der Liebe in Rostock.“ Gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe entwickelte die 30-Jährige eine Website, die Systemmediziner miteinander vernetzt. „Spezialisten können sich darauf beispielsweise über aktuelle Konferenzen informieren“, erklärt die Promotionsstudentin im Bereich Systembiologie und Bioinformatik. Die Veranstaltung nutzte sie hauptsächlich, um sich Inspiration aus anderen Bereichen zu holen.

Corinna Lüthje war mit ihrem Team zum ersten Mal beim Forschungscamp. „Wir haben gerade unsere Feldphase beendet und beginnen nun mit der Auswertung“, erzählte die Kommunikationswissenschaftlerin. In ihrem Projekt „MeWiKo“ wird mittels Interviews untersucht, welche Rolle das Aufkommen neuer Medien bei der Kommunikation von Wissenschaftlern spielt. Das Projekt läuft seit Oktober 2015 und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Dfg) mit 455000 Euro unterstützt. „Auch wenn wir jetzt erst mit der Auswertung beginnen, zeigt sich die besondere Rolle von E-Mails bei der Wissenschaftskommunikation“, so Lüthje. „Das Forschungs- camp ermöglicht uns nicht nur die Vorstellung unseres Projektes. Wir können außerdem interdisziplinäre Kooperationen anschieben.“

Auch Luisa Borufka aus der Abteilung für Gastroenterologie stellte erste Daten aus ihrer Forschungsarbeit vor. „Ich beschäftige mich mit der Entstehung von autoimmunen Entzündungen der Bauchspeicheldrüse.“ Dies trete zwar selten auf, ihre Erforschung sei dennoch wichtig, da die Erkrankung schwer zu diagnostizieren ist und eine andere Behandlung erfordert als die häufigeren Verlaufsformen. Schon im vergangenen Jahr besuchte die 26-Jährige das Forschungscamp. „Dort schaute ich mich nur um. Die Veranstaltung hinterließ jedoch so einen guten Eindruck bei mir, dass ich dieses Jahr Lust hatte, selbst mitzumachen.“

Für Marko Blatzheim war es ebenfalls das erste Mal beim Forschungscamp. „Ich bin begeistert.“ Der 27-Jährige promoviert am Institut für Mathematik. „Ich konnte einige Kontaktdaten austauschen, die ich vor allem für gemeinsame Betreuungen von Bachelor- und Masterarbeiten nutzen möchte.“ In seiner Forschung beschäftigt sich Blatzheim mit dem Reaktor Wendelstein 7-X, der in Greifswald steht. „Wir versuchen das Austreten von Hitze in dem Reaktor zu vermeiden, sodass er sich nicht abschaltet oder gar kaputt geht.“

Schon zum vierten Mal Austausch im Konrad-Zuse-Haus

4 Jahre findet das Forschungscamp an der Uni Rostock schon statt.

70 Aussteller beteiligten sich dieses Mal am interdisziplinären Austausch im Atrium des Konrad- Zuse-Haus.

3 Stunden hatten Forscher und

Interessierte Zeit für

Gespräche.

Die Projekte wurden mithilfe von Postern vorgestellt. Die Schwierigkeit bei der Gestaltung war, dass diese selbsterklärend sind und alle wichtigen Informationen beinhalten.

Pauline Rabe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Nienhagen/Rostock

Zwischen Rostock und dem Umland kracht es: Die Gemeinden sollen sich ihr Wachstum erkaufen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Ribnitz-Damgarten
Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.