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Ort der biologischen Vielfalt gesucht

Marlow/Zingst/Dranske Ort der biologischen Vielfalt gesucht

Die Greifswalder Michael Succow Stiftung hat einen Wettbewerb in Vorpommern-Rügen gestartet. Die drei Finalisten kommen aus Marlow, Zingst und Dranske auf Rügen.

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Marcus Wiek (17) aus Altenkirchen, Marco Nowakowski (16) und Kevin Göpel (16) (beide aus Dranske) und Erhard Kolbow (15) aus Bobbin gehören mit zum Küstenputz-Team.

Quelle: Anne Ziebarth

Marlow/Zingst/Dranske. Die Michael Succow Stiftung aus Greifswald sucht den „Ort der biologischen Vielfalt“. Drei Bewerber sind im Rennen. In dieser Woche war die fünfköpfige Jury im Landkreis Vorpommern-Rügen unterwegs und stattete den Teilnehmern einen Besuch ab.

DCX-Bild

Die Greifswalder Michael Succow Stiftung hat einen Wettbewerb in Vorpommern-Rügen gestartet. Die drei Finalisten kommen aus Marlow, Zingst und Dranske auf Rügen.

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In der nächsten Woche fällt die Entscheidung, wer der Gewinner ist. Am 22. Mai findet die Preisverleihung vor Ort statt. Die Kriterien, nach denen die Jury die Bewerbungen bewertet, sind unter anderem der Einsatz für die biologische Vielfalt, deren Einbindung in die Umweltbildung oder der Einbezug der lokalen Bevölkerung in die Projekte.

Leidenschaft für Bienen

Der erste Kandidat im Rennen ist der Imkerverein Recknitztal. Vor fünf Jahren hat Justus Mathies aus Marlow-Poppendorf den gegründet. „Damals waren wir noch fünf Mitglieder, heute sind es 31“, so der 76-Jährige. Seit fünf Jahren schlägt sein Herz vor allem für die dunkle Biene. „Die schwarze Biene war einst die eigentlich hier heimische Biene“, sagt Mathies, der seit 50 Jahren Imker ist. „Die dunkle Biene fliegt als einzige Kleinstblüten an“, sagt Mathies. Deshalb will er diese Bienenart züchten, um entsprechende Pflanzen zu erhalten. Zudem hat Mathies etwa 100 Obstbäume und züchtet zudem Kamerunschafe.

Natur, Fotografie, Tourismus

Auch die Kur- und Tourismus GmbH Zingst hat sich mit drei Projekten im Paket beworben. So soll auch in diesem Jahr wieder ein Strandabschnitt nicht maschinell gesäubert werden. Stattdessen soll einmal pro Woche eine Sammelaktion stattfinden, an der sich Einheimische und Urlauber beteiligen können. Hintergrund ist zum einen, zu zeigen, wie viel Müll an einem Strand anfällt. Aber auch die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt an einem Strand soll untersucht werden. Das zweite Projekt sind die Nationalparktage, die in Zingst in diesem Jahr zum 9. Mal stattfinden. Das dritte Projekt ist das Umweltfotofestival „Horizonte“, mit dem mit Ausstellungen und Workshops in Bildsprache für die Schönheit der Natur sensibilisiert werden soll.

Küstenputzer seit 2009

Auch die Jungs und Mädchen vom Wittower „Sondereinsatzkommando Küstenputz“ von der Insel Rügen durften ihre Arbeit der Stiftungsjury vorstellen. Bei einem kleinen Ausflug auf die Halbinsel Bug berichteten die Schüler der Windland-Schule Dranske mit ihrem Lehrer Ralf Schernus über ihr Projekt. Im Rahmen eines Schulkurses sammeln die SEK-ler regelmäßig Müll von den Stränden Wittows und analysieren die Funde. Begonnen hat die besondere Naturschutzarbeit bereits 2009. Mittlerweile sind 20 Jungen und Mädchen der Klassen 5 bis 10 dabei, die 25 Kilometer Strand betreuen. Durch die Arbeit sind schon große Datenmengen zusammengekommen, für die sich auch die Wissenschaft interessiert.

Von Robert Niemeyer

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