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Petriviertel: Jetzt werden die letzten Lücken geschlossen

Rostock Petriviertel: Jetzt werden die letzten Lücken geschlossen

Ein weiteres Grundstück östlich der Stadtmauer wird ab 2017 von einer Bauherrengemeinschaft bebaut / Alle Grundstücke sind verkauft

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Architekt Johannes Lott (r.) erklärt den künftigen Bewohnern Jens-Uwe und Susanne Kühl seinen Entwurf. Fotos (2): Ove Arscholl

Rostock. Die Bebauung des Petriviertels geht auf die Zielgerade. Mit dem Projekt „Altstadtkieker“ entstehen 20 neue Wohnungen östlich der Stadtmauer, in einigen Jahren sollen es insgesamt 450 sein. Alle Flächen sind nach Angaben der Rostocker Gesellschaft für Stadtentwicklung (RGS) inzwischen verkauft. Das Quartier „Altstadtkieker“ wird als Bauherrengemeinschaft realisiert, initiiert von den Rostocker Architekten Martin Paetzold und Heike Lachmann.

 

OZ-Bild

Das Quartier Altstadtkieker, so wie es sich die Architekten Löser Lott vorstellen.

Quelle: Architekten Löser Lott

Die Entwicklung des neuen Petriviertels östlich der Stadtmauer sei für die Hansestadt etwas Besonderes, betont RGS-Geschäftsführerin Sigrid Hecht. „Mit dem Kauf des Grundstücks geht die Verpflichtung einher, einen Wettbewerb durchzuführen.“ Das Ziel für die Fläche an der Warnowstraße zwischen Haargraben und Am Holzlager: Auf knapp 1700 Quadratmetern soll ein Gebäude für bis zu 20 Eigentumswohnungen mit einer Größe zwischen 60 und 140 Quadratmetern — generationsübergreifend und barrierefrei — entwickelt werden. Es sei eine Herausforderung, dieses Wohnprojekt auf der kleinen Fläche zu realisieren, sagt Sigrid Hecht.

Der Sieg im Hochbauwettbewerb ging an das Berliner Architektenbüro Löser Lött. Für Martin Paetzold, selbst Architekt, war es zunächst ein ungewohnter Gedanke, als Jurymitglied eines Wettbewerbs auf der anderen Seite zu stehen. Der Entwurf von Löser Lott habe aber nicht nur die Jury, sondern auch die Bauherren überzeugt — „vor allem durch eine große Eigenständigkeit und Wiedererkennbarkeit“, heißt es in der Begründung. Es sei die einzige Arbeit mit einer Holzfassade, erklärt Stadtplanerin Anja Epper. Damit sollte die Geschichte des Ortes, der als Holzlager genutzt wurde, aufgegriffen werden, sagt Johannes Lött.

Er freut sich nun darauf, das Projekt auch umsetzen zu dürfen. Es sei nicht immer selbstverständlich, dass der Gewinner eines Wettbewerbs auch bauen darf. „Wir hoffen noch auf neue Gesellschafter“, sagt Heike Lachmann, denn bisher wurden nicht für alle Wohnungen Bauherren gefunden. „Jetzt beginnt die individuelle Planung der Wohnungen“, sagt sie. Ende 2016 soll der Bauantrag gestellt und Anfang 2017 begonnen werden.

Bereits für die Altstadtkieker entschieden haben sich Sabine Wolff und Hermann Junkmann, auch wenn sie den Siegerentwurf zunächst gewöhnungsbedürftig fanden. Beide geben ihre Häuser — sie am Rostocker Stadtrand, er in einer Kleinstadt in Ostfriesland — auf, um gemeinsam ins Petriviertel zu ziehen. Die Idee, den Bau in einer Gemeinschaft durchzuziehen, gefällt ihnen.

Für die Cubus-Architekten ist das Quartier „Altstadtkieker“ nach dem „Lindenhof“ an den Polizeigärten und „Die Bröker“ ebenfalls im Petriviertel, bereits das dritte Projekt, das in Form einer Bauherrengemeinschaft umgesetzt wird. Das Besondere: Gemeinschaftlich entsteht generationsübergreifender und barrierefreier Bau, in dem Jung und Alt zusammen wohnen. „Das Miteinander ist wichtiger als das Nebeneinander“, begründet Hermann Junkmann, warum er sich schon jetzt auf das neue Zuhause freut.

Für den Sieg im Wettbewerb erhält das Berliner Büro von den Bauherren ein Preisgeld von 15000 Euro. Der Zweite und der Dritte, die Architekten BKSP aus Hannover und Holzer Kobler Architekturen aus Berlin, bekommen noch 10000 beziehungsweise 5000 Euro. Ingesamt hatte es 26 Bewerbungen gegeben, acht Büros wurden für den Wettbewerb zugelassen. Alle Arbeiten sind den Räumen der RGS, Am Vögenteich 26, bis zum 15. April 2016 ausgestellt.

Petriviertel

In die Erschließung des neuen Wohngebietes Petriviertel flossen rund 20 Millionen Euro. 13,8 Millionen Euro wurden nach Angaben der Rostocker Gesellschaft für Stadtentwicklung (RGS) aus Städtebaufördermitteln

des Bundes und des Landes sowie aus europäischen Förderprogrammen bezahlt. Die Eigenmittel der Hansestadt Rostock betrugen 5,5 Millionen Euro.

450 Wohnungen sollen insgesamt

auf dem etwa 5,4 Hektar großen Areal an der Warnow entstehen. Hinzu

kommen ein Parkhaus, ein Kindergarten und eine Sporthalle. Der Bau der ersten Wohnungen begann 2013.

Von Thomas Niebuhr

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