Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Gewitter

Navigation:
Ahrenshagen-Daskow schreibt schwarze Zahlen

Ahrenshagen-Daskow Ahrenshagen-Daskow schreibt schwarze Zahlen

Die Gemeinde hat einen ausgeglichenen Haushalt / Der Abbau der Schulden kommt weiter voran / Sie werden am Ende des Jahres voraussichtlich bei 1,9 Millionen Euro liegen

Ahrenshagen-Daskow. Einstimmig haben die Gemeindevertreter von Ahrenshagen-Daskow den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Er ist ausgeglichen. Der Haushaltsplan weist im Ergebnishaushalt ein Plus von 245900 Euro aus. Erträgen von rund 2,977 Millionen Euro stehen Aufwendungen von etwa 2,731 Millionen Euro gegenüber. Und so sieht der Finanzhaushalt aus: Die Einzahlungen belaufen sich auf rund 2,567 Millionen Euro, die Auszahlungen auf circa 2,169 Millionen Euro. Rita Rohde von der Kämmerei des Amtes: „Wir haben solide geplant und wir können davon ausgehen, dass wir auch in den kommenden Jahren schwarze Zahlen schreiben werden.“

Der Haushalt lässt uns auch Luft für freiwil- lige Leistungen, darüber bin ich sehr froh.“Olaf Stietzel, stellv. Bürgermeister

Zu den positiven Entwicklungen zählt sie unter anderem die wieder steigenden Gewerbesteuereinnahmen und die insgesamt erfreuliche Entwicklung im Bereich der Wohnungswirtschaft. Es gebe mehr Vermietungen und damit weniger Leerstand, brachte es Rita Rohde in der Sitzung der Gemeindevertreter auf den Punkt. Die Zahlen: Die Gemeinde verfügt über insgesamt 34 Wohnungen, die von der Gebäudewirtschaft Ribnitz-Damgarten GmbH verwaltet werden. Von den 34 Wohnungen sind derzeit 23 vermietet, elf stehen leer. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag der Leerstand bei zwölf und in dem Jahr davor bei 15 Wohnungen. Zu beachten ist, dass in den Angaben zum Leerstand sechs Wohnungen im Gutshaus Pantlitz enthalten sind. Da das Gebäude zum Verkauf steht, sollen die Wohnungen nicht mehr vermietet werden.

Unter der Voraussetzung, dass der Leerstand noch weiter abgebaut werden kann und auch die vereinbarten Mieten eingehen, rechnet man in der Kämmerei damit, dass in den kommenden Haushaltsjahren ein Überschuss aus der Bewirtschaftung der Wohnungen erzielt werden kann. Positiv hob die Finanzfachfrau in der Sitzung auch hervor, dass der Kreisumlagesatz, also das Geld, das die Gemeinde für höhere Aufgaben an den Kreis abzuführen hat, nicht wie angekündigt bei 47, sondern nun bei 46,48 Prozent liegt. Das bedeutet für die Gemeinde in Euro ausgedrückt: Gegenüber dem Planansatz von 707

600 Euro müssen jetzt 699 700 und damit 7900 Euro weniger abgeführt werden.

Wesentlich besser sieht es mittlerweile auch bei den Schulden aus. Lagen die in den 1990er Jahren noch bei 6,4 Millionen Euro, so waren es zum 1. Januar 2016 noch 2,2 Millionen Euro. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, so Rita Rohde. Sie kündigte in der Sitzung an, dass drei Kredite mit Zinssätzen von 3,97 bis 4,17 Prozent zur Umschuldung angemeldet werden sollen, um bei den Zinsen auf „den traumhaften Zinssatz“ von unter einem Prozent zu kommen. Am Ende dieses Jahres wird der Schuldenstand der Gemeinde voraussichtlich bei 1,9 Millionen Euro liegen.

Noch ein Blick auf die Investitionen in diesem Jahr. Insgesamt sollen 100 300 Euro investiert werden, das ist doppelt so viel wie 2015. Größter Posten sind 56 800 Euro für die drei Gemeindewehren.

25000 Euro sind für Planungsleistungen, die im Zusammenhang mit der Modernisierung und Erweiterung der Kita vorgesehen sind, in den Haushalt eingestellt worden. 10 500 Euro sind eingeplant für Anschaffungen der Recknitz-Grundschule. Weitere 8000 Euro sind für den Kauf von Kommunaltechnik vorgesehen.

Ein dickes Lob für Rita Rohde gab es von Olaf Stietzel (Wählergruppe Bauernverband und ländlicher Raum) . „Die Zahlen sind sehr gut aufgearbeitet. Das hat uns die Diskussion zum Beispiel im Finanzausschuss sehr erleichtert.“ Der stellvertretende Bürgermeister betonte, er sei sehr froh, dass man einen Haushalt habe, der nicht nur ohne Abstriche die Erfüllung der Pflichtaufgaben ermögliche, sondern auch Luft lasse für freiwillige Leistungen.

Zahl der Einwohner ist gestiegen

Die Gemeinde Ahrenshagen-Daskow ist als Wohnstandort beliebt. Das führte dazu, dass sich in den letzten drei Jahren die Zahl der Einwohner positiv entwickelt hat. Lebten Ende 2013 in der Gemeinde 2064 Menschen, so erhöhte sich deren Zahl im folgenden Jahr um 17 auf insgesamt 2081 Einwohner. Mitte letzten Jahres lebten 2126 Menschen in der Gemeinde, die sich aus den Orten Ahrenshagen, Altenwillershagen, Behrenshagen, Daskow, Gruel, Pantlitz, Plummendorf, Prusdorf und Tribohm zusammensetzt.

Edwin Sternkiker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Zierow
Frank Weinmar (2. v. l.) vom Ingenieurbüro ITS aus Wismar erläutert, wie die Kreisstraße 22 ausgebaut werden soll. Fotos (4): Norbert Wiaterek

Gemeindevertreter wollen Dorf- und Sportplatz des Erholungsortes aufwerten

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.