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Alter Speicher am Damgartener Hafen steht auf Abrissliste

Ribnitz-Damgarten Alter Speicher am Damgartener Hafen steht auf Abrissliste

Die Stadt verhandelte lange mit einem Investor, der das historische Gebäude zu einem Hotel umbauen wollte. Der ist nun abgesprungen. Andere Interessenten gibt es nicht.

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Der alte Speicher am Damgartener Hafen. Ob er abgerissen wird oder nicht, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Fotos (2): Paula Mittermayer

Ribnitz-Damgarten. Wenn nicht noch ein kleines Wunder geschieht, dann wird der alte Speicher am Damgartener Hafen im April abgerissen. Zusammen mit den Gebäuden der ehemaligen Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG). Die Pachtverträge mit den Gewerbetreibenden, die die einstigen BHG-Gebäude nutzten, waren von der Stadt zum Ende letzten Jahres gekündigt worden.

Wie Bauamtschef Heiko Körner in der Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Ortsteilentwicklung, Bau und Wirtschaft am Donnerstagabend informierte, gibt es nur eine Chance, dass der hafenprägende Speicher stehen bleibt: Es müsste bis April ein Investor gefunden werden.

„Wenn sich bis dahin ein Interessent melden sollte, dann bleibt der Speicher stehen, wenn nicht, bleibt er auf der Abrissliste“, sagte Körner.

Letzteres auch deshalb, weil nur noch jetzt die Chance bestehe, den Abriss mit Hilfe von Fördermitteln zu realisieren.

Über mehrere Jahre hat die Stadtverwaltung Ribnitz-Damgarten versucht, einen Investor für das Objekt zu finden. Am Ende blieben drei Interessenten übrig, bei einem von ihnen schien es so, dass es etwas werden könnte. Er wollte den historischen Speicher zu einem Hotel umbauen, sprang dann aber ab.

Mehrere Ausschussmitglieder machten deutlich, dass ihnen der beabsichtigte Abriss des Speichers Bauchschmerzen bereitet, so Udo Voß (CDU/FDP). „Ich würde ihn stehen lassen.“

Das sei problematisch, sagte Stadtarchitekt Heiko Werth. Die Wahrscheinlichkeit, doch noch einen Interessenten zu finden, hält er für sehr gering. Ein solcher Interessent, so Werth, müsste schon ein großer Enthusiast und bereit sein, viel Geld unter anderem in die sehr aufwändige Betonsanierung zu stecken.

Auch eine energetische Sanierung würde sehr teuer werden, wenn man den Charme des Gebäudes erhalten wolle. Und wenn das Gebäude stehen bliebe und kein Investor auftauchen würde, müsste die Stadt investieren, um einen weiterenVerfall zu verhindern. Allein die Kosten für die Dachsanierung bezifferte Heiko Werth auf 30 000 bis 40000 Euro.

Argumente, denen sich die Ausschussmitglieder nicht verschließen konnten. Aber dennoch, so Vorsitzender Manfred Widuckel (CDU/FDP), „sollten wir uns mit dem Thema noch einmal befassen“. Ein Vorschlag, den Bauamtschef Heiko Körner aufgriff. Er lud die Ausschussmitglieder zu einer Vorortbesichtigung ein.

Der Abbruch der Gebäude steht im Zusammenhang mit der Ausschreibung des Damgartener Hafengeländes als maritimes Gewerbe- und Wohngrundstück durch die Stadt.

Möglich sind hier unter anderem Liegeplätze für Boote, Charterbüros für Segel- und Motorboote, Sanitär- und Versorgungseinrichtungen für Bootsanleger, Hafenmeisterei, Segel- und Surfschule, Schank- und Speisewirtschaften, Appartement- und Ferienwohnanlage sowie Einzelhandelsbetriebe für maritime Erzeugnisse.

Ausschreibung läuft
1897 wurde im Damgartener Hafen von dem Ribnitzer Unternehmer Walter Selk ein Kalkofen erbaut. Der frühere Kalkofen ist noch heute im vorhandenen Gebäudebestand zu erkennen.



Bis in die 1990er Jahre wurden Landhandelsprodukte umgeschlagen, gelagert und vertrieben. Jetzt versucht die Stadt das Hafengelände zu einem maritimen Gewerbe- und Wohngrundstück zu entwickeln. Die Ausschreibung läuft bereits seit längerem.

 



Edwin Sternkiker

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