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Eixen verfolgt Kita-Träume weiter

Kavelsdorf Eixen verfolgt Kita-Träume weiter

Gemeindevertretung beschließt erste Prüfung

Kavelsdorf. Fast wäre es eine Open-Air-Veranstaltung geworden. Die Aussicht allerdings, bei brütender Hitze am Donnerstagabend für Gäste und Gemeidevertreter auch nur ein mittleres Stühlerücken vor die Tür des Kavelsorfer Bürgerhauses zu beginnen, hielt das Gremium dann doch von derlei verwegenen Experimenten ab. Schließlich sollten während der Eixener Gemeindevertretung wichtige Entscheidungen getroffen werden.

Zum Beispiel, ob die Gemeinde wieder eine Kindertagesstätte bekommt oder nicht. „Die Kinderzahlen geben das her, meint auch das Amt“, fühlt sich Bürgermeister André Bonitz bestätigt, seinen „Traum“

von einer Kita in Eixen weiter zu verfolgen. Die Begeisterung unter den Gemeindevertretern hielt sich allerdings in Grenzen. „Kavelsdorf liegt uns noch schwer im Magen“, verwies Uwe Dikhoff auf schlechte Erfahrungen mit einer dortigen Mini-Kita, die 2011 geschlossen werden musste. So eine Einrichtung verursache Kosten und Probleme, es gebe zu wenig Kindergärtner. Keine eigene Kita zu haben, sei allerdings genauso teuer, die Gemeinde zahlt für die Plätze ihres Nachwuchses in den Nachbarkommunen.

Ende März 2017 lebten in Eixen 73 Kinder (0-10 Jahre), 61 davon besuchen eine Betreuungseinrichtung außerhalb. Die Kita sollte in freier Trägerschaft gebaut und betrieben werden, die Gemeinde möchte jedoch Einfluss auf Kosten und Konzept nehmen können. Eine Kita in Eixen mache die Gemeinde attraktiver für junge Familien, die gern herziehen, die Geburtenrate steige und im Einzugsgebiet bestehen lange Wartelisten für Kita-Plätze.

Es gehe um Eixens Zukunftsfähigkeit und darum, denen etwas entgegen zu setzen, die Gemeinden zu Gunsten größerer Zentren „platt machen“ wollten. „Ich bitte euch nur, Entwicklung zuzulassen“, sagte Bürgermeister Bonitz. Eine schlechte Erfahrung in Kavelsdorf sollte kein Grund sein, nie wieder eine Kita zu errichten. Ein Appell, der nur einen Gemeindevertreter nicht übezeugte. Die Mehrheit beschloss, Bürgermeister und Amtsverwaltung mit einer grundsätzlichen Prüfung und ersten vorbereitenden Schritten zu betrauen, unverbindlich natürlich.

Gute Nachrichten gebe es vom Glasfaserkabel. 1,2 der 4,7 Bundesmilliarden für Breitbandförderung sollen nach Mecklenburg-Vorpommern fließen, wo es der Markt eben doch nicht richte, wusste Renate Kuck vom Amt. Unterversorgte Gebiete (Datenmengen unter 30 MBit/s) sollen Glasfaserleitungen erhalten. Wo Kupfer über 30 MBit/s bietet, bleibe es liegen. Am 17. Juli soll in einer Kreistagssitzung der Zuschlag erteilt werden.

S. Retzlaff

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