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Erholungsort: Boddengemeinde noch nicht reif für Titel

Saal Erholungsort: Boddengemeinde noch nicht reif für Titel

Das vorpommersche Saal will das Prädikat zunächst nur für vier Ortsteile beantragen.

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Am Saaler Bach. Hier finden Erholungssuchende Ruhe und Natur.

Quelle: Detlef Lübcke

Saal. Die Gemeinde Saal bei Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) ist für die Anerkennung als Erholungsort noch nicht ausreichend aufgestellt. „Einige Voraussetzungen sind noch zu erfüllen“, informierte Bürgermeister Wolfgang Pierson (CDU) in der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Pierson nahm damit zu einer Anfrage während der Einwohnerfragestunde Stellung. An welchen Voraussetzungen es bislang hapere, sagte er nicht.

„Die zuständige Kommission entscheidet nicht nach den Plänen, die wir umsetzen wollen, sondern nur nach den Tatsachen“, ließ der Bürgermeister wissen. Auch strebe die Gemeinde den Titel vorerst nicht für alle zehn Ortsteile an. Zunächst wolle sie ihn für Saal, Hessenburg, Neuendorf und Neuendorf-Heide beantragen. Dort bestünden die besten Voraussetzungen. „Für die anderen Ortsteile wollen wir das dann nach und nach nachholen“, sagte Pierson.

Saal punktet unter anderem mit seiner gotischen Backsteinkirche. Sie ist das älteste Bauwerk des Dorfes. Daneben steht der fast gleich hohe achteckige hölzerne Glockenturm. Die Zwölf-Apostelsteine als Kultstätte weisen Saal als altes Siedlungsgebiet aus. Hessenburg trumpft mit seinem Gutshof auf. In dem ehemaligen Gutshaus sind das Kranich-Museum und ein Hotel, in der alten Schmiede ein Café etabliert. Das Gutshaus soll ab Oktober weiter ausgebaut werden. Neuendorf zieht mit seinem Wasserwanderrastplatz Touristen an. Er ist 1997 ausgebaut worden und bietet 15 Bootsliegeplätze für Gäste.

Boddengemeinden machen gemeinsame Sache

„Wir befinden uns mit dem Titel derzeit noch in der Planungsphase“, sagte Andreas Alms (Bauernverband), stellvertretender Bürgermeister. Da die kleine Gemeinde das alleine nicht schaffen kann, versucht sie den Kriterienkatalog gemeinsam mit Fuhlendorf und Pruchten zu erfüllen. Bei der touristischen Infrastruktur wollen sich die drei ländlichen Gemeinden ergänzen. Vor vier Jahren wurden die Gemeindegebiete mit der Kommission, die das entscheidet, befahren. Daraufhin haben sich die Bürgermeister Wolfgang Pierson (Saal), Eberhard Groth (Fuhlendorf) und Andreas Wieneke (Pruchten) entschlossen, es zu versuchen. Der Titel würde dann aber an jede Gemeinde für sich verliehen werden.

Mit der Planung ist das Rostocker Büro Wagner beauftragt worden. Es hatte auch schon die Stadt Barth bei seinem Antrag zum staatlich anerkannten Erholungsort begleitet.

Auch Barth und Ribnitz-Damgarten sollen in die Gesamtbetrachtung einbezogen werden. Dort gibt es beispielsweise Museen und Schwimmbäder, die sich eine kleine Gemeinde nicht leisten kann.

Wolfgang Pierson sieht in dem Titel einen Lückenschluss zwischen Barth und Ribnitz-Damgarten. Er könnte den Tourismus unterstützen, mehr Gäste und Einnahmen bringen.

Kurabgabe soll kommen

Die Gemeinden könnten dann aber auch eine Tourismusabgabe erheben. In Barth gab es zuletzt und gibt es immer noch Diskussionen um eine Fremdenverkehrsabgabe. Die soll es in den Boddengemeinden aber nicht geben. Die Kurabgabe für Urlauber und Tagesgäste soll jedoch kommen, wie Wolfgang Pierson in der jüngsten Gemeindevertretersitzung auf eine Anfrage nochmals deutlich machte. Schließlich koste die Instandhaltung und der Betrieb touristischer Einrichtungen Geld. Auch der Bau von Radwanderwegen zähle dazu.

Ursprüngliches gemeinsames Ziel der Gemeinden war es, den Titel 2017 durch das Schweriner Sozialministerium verliehen zu bekommen.

Detlef Lübcke

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