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Gnadenfrist oder Schritt in die Zukunft?

Barth Gnadenfrist oder Schritt in die Zukunft?

Reaktionen zum Weiterbetrieb der Bahnverbindung Velgast-Barth

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Jeden Montag findet am Barther Bahnhof eine Mahnwache für den Erhalt der Bahnstrecke Velgast-Barth statt.

Quelle: Foto: Norbert Fellechner

Barth. In ganz große Jubelstürme wollte Christa Schibilski dann doch nicht verfallen. „Es ist ein Teilerfolg. Mehr nicht. Aber wir sind auf einem guten Weg“, sagte die 62-Jährige gestern. Seit Monaten kämpft die Mit-Initiatorin der Bürgerinitiative „Keine Bahn ist keine Lösung“ für den Erhalt der Bahnstrecke Velgast-Barth. Jeden Montag zeigen sie und ihre Mitstreiter bei der wöchentlichen Mahnwache am Barther Bahnhof Flagge, tausende Unterschriften wurden gesammelt. Nun bleibt die Verbindung für mindestens zwei weitere Jahre erhalten. Immerhin.

Klar ist aber auch, dass die Barther Bürger weitermachen wollen. „Wir kämpfen, bis eine akzeptable Lösung gefunden wurde“, sagt Christa Schibilski. Und die heißt: Dauerhafter Erhalt der Strecke und Verlängerung bis auf den Darß.

Die aktuelle Entscheidung zeige jedoch, dass das Engagement der Bürgerinitiative nicht vergebens war. „Dafür danke ich allen, die mitgekämpft haben“, sagt Christa Schibilski. Ein Einsatz, der von der Politik registriert wurde. Im Bundestagswahlkampf hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sich positiv zur Darßbahn geäußert. Zuletzt habe der Besuch von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) vor einem Monat die Bartherin in ihrem Optimismus bestärkt.

Der vorläufige Erhalt der Bahnverbindung sei „ein Riesenschritt nach vorne“, sagt auch Barths Bürgermeister Dr. Stefan Kerth (SPD). Es gebe zwar nach wie vor keine Garantie, dass die Darßbahn kommt. „Es ist für die Region aber eine richtungsweisende Entscheidung“, so Kerth, der die Argumente der Befürworter der Strecke bestätigt sieht.

Auch auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst wird der Weiterbetrieb der Verbindung Velgast-Barth als positives Zeichen gewertet. „Eine Kappung wäre das Todesurteil für die Darßbahn gewesen“, sagt Zingsts Bürgermeister Andreas Kuhn (CDU). Es sei vor allem der Bürgerinitiative zu verdanken, dass „sie entsprechend Druck auf die Politik gemacht hat“. Für Prerows Bürgermeister René Roloff (Prerows Zukunft) sei der Weiterbetrieb das „richtige Signal“.

Sowohl Kuhn als auch Roloff hätten sich allerdings eine klarere Aussage zur Millioneninvestition Darßbahn gewünscht. „Es wäre gut gewesen, wir hätten dieses Jahr schon eine Entscheidung“, so Roloff.

Für Zingst bedeute das laut Andreas Kuhn eine gewisse Planungs-Unsicherheit. Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren für den zweiten Abschnitt der Darßbahn von der Meiningenbrücke bis Zingst.

Das erste Verfahren von Barth bis zur Brücke bei Bresewitz ist bereits mit einem Planfeststellungsbeschluss abgeschlossen.

Gegen diesen Beschluss liegt aber eine Klage der Gemeinde Pruchten beim Verwaltungsgericht. Die Bahntrasse führt direkt durch den Ort Pruchten. Die Gemeinde wehrt sich gegen den Bau der Darßbahn.

Robert Niemeyer

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