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Grundschule in Bad Sülze soll abgerissen werden

Bad Sülze Grundschule in Bad Sülze soll abgerissen werden

Auf dem Gelände ist ein Neubau für die Kita-Kinder und Grundschüler geplant / Schon seit August vergangenen Jahres wurden mehrere Varianten durchgespielt

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Die Grundschule in Bad Sülze soll abgerissen werden. Es soll ein Neubau für Grundschule und Kita entstehen.

Quelle: Anika Wenning

Bad Sülze. Und plötzlich ist doch wieder alles anders: Bei der Bad Sülzer Stadtvertretersitzung gab Bürgermeisterin Dr. Doris Schmutzer (parteilos) bekannt, dass der geplante Neubau des gemeinsamen Grundschul- und Kita-Komplexes nun doch auf dem Gelände der Grundschule entstehen soll. „Die Stadt wird das Schulgebäude vom Amt zurücknehmen“, erklärte die Bürgermeisterin. „Der Amtsausschuss hat dem schon zugestimmt.“ Geplant sei, das sanierungsbedürftige Gebäude abzureißen und an dieser Stelle neu zu bauen. Bei einer gemeinsamen Beratungsrunde mit der Grundschule und der Kindertagesstätte sei dieser Vorschlag besprochen und diskutiert worden.

Wir müssen die Planung

jetzt schnell voranbringen.“ Dr. Doris Schmutzer,

Bürgermeisterin

Bad Sülze

Schon seit August vergangenen Jahres wird über einen gemeinsamen Komplex für die Dahliengrundschule und die Kindertagesstätte „Gut behütet“ des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) diskutiert (die OZ berichtete). Hintergrund ist, dass die Kindertagesstätte und auch das Schulgebäude stark sanierungsbedürftig sind. Zudem wird für den Schulbetrieb gar nicht mehr der gesamte Gebäudekomplex benötigt.

So lautete der erste Vorschlag, dass die Kita in das bestehende Schulgebäude ziehen soll — der linke Flügel für die Kita-Kinder und der rechte Flügel für die Grundschüler. Doch gegen diesen Vorschlag regte sich Widerstand. So erklärte eine Abordnung der Kita, verstärkt durch ASB-Geschäftsführer Stefan Lehmann, in der Stadtvertretersitzung im Oktober vergangenen Jahres, dass für sie eine Unterbringung im mehrgeschossigen Komplex der Schule nicht in Frage komme. Das passe nicht zum pädagogischen Konzept der Kindertagesstätte, die nach dem Situationsansatz arbeitet, verbunden mit Elementen der Reggio-Pädagogik. Der Vorschlag: Auf dem Gelände der ASB-Kindertagesstätte könne stattdessen ein neuer Grundschul-Anbau entstehen.

Nach Auskunft von Bürgermeisterin Doris Schmutzer habe sich der Amtsausschuss allerdings skeptisch gezeigt. „Die Frage war vor allem, was dann aus dem Schulgebäude wird. Dafür hätte sich nicht so einfach eine Weiternutzung gefunden. Wir hätten dann eine Investruine.“ Das Gebäude der Kindertagesstätte ließe sich hingegen einfacher weitervermarkten.

„Und auch kostentechnisch sind beide Standorte vergleichbar. Das macht keinen großen Unterschied. Auch die Sanierung der Grundschule hätte sehr viel Geld gekostet“, sagte die Bürgermeisterin. „Wir müssen die Planung jetzt schnell voranbringen. Es muss dringend etwas getan werden. Die Grundschule hat dabei auf jeden Fall erst einmal Priorität.“

So müsse nun geschaut werden, welche Fördermöglichkeiten für so einen Neubau zur Verfügung stehen. „Dafür müssen wir zunächst eine Kostenschätzung machen“, sagte Schmutzer, die noch keine Summe nennen konnte.

Von Anika Wenning

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