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Hochwasserschutz in Klockenhagen kostet Millionen

Ribnitz-Damgarten Hochwasserschutz in Klockenhagen kostet Millionen

Nach Ablehnung von Fördermittelanträgen wollen Wasser- und Bodenverband und Stadt Ribnitz-Damgarten einen neuen Anlauf nehmen

Ribnitz-Damgarten. Das Thema Hochwasserschutz ist im Ribnitz-Damgartener Ortsteil Klockenhagen seit Jahren ein Dauerbrenner. Und wird Millionen Euro kosten. Aus diesem Grunde hat der zuständige Wasser- und Bodenverband Untere Warnow/Küste in Absprache mit der Stadtverwaltung Ribnitz-Damgarten einen Fördermittelantrag gestellt. Doch der ging beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (die OZ berichtete) nicht durch.

Das Land darf uns mit diesem Problem nicht allein lassen.“Heiko Körner, Bauamtsleiter

Die Nachricht, dass der Antrag abgelehnt wird, kam für die Stadtverwaltung völlig überraschend und sorgte dort erst einmal für eine gewisse Ratlosigkeit. „Für uns war das, gelinde gesagt, ein Schock und stellt uns vor riesige Probleme“, machte Bauamtschef Heiko Körner in der Sitzung der Stadtvertreter am Mittwochabend in der Bibliothek Damgarten deutlich. Dort hatte Tino Leipold (Die Unabhängigen) beim Tagesordnungspunkt Mitteilungen und Anfragen noch einmal das Problem zur Sprache gebracht. „Wir reden über das Thema Hochwasserschutz in Klockenhagen schon so lange und nun mussten wir hören, dass der Fördermittelantrag abgelehnt wurde. Wie soll es jetzt weitergehen. Ersäuft Klockenhagen?“

Zur Erinnerung: Der Fördermittelantrag sah den Austausch des Entwässerungsrohres (Brückengraben) in der Ortslage vor. Außerdem sollte der Rohrdurchmesser von jetzt 1000 auf 1200 Millimeter vergrößert werden. Es gab auch andere Überlegungen, wie man das Wasser bei Starkregen aus Klockenhagen loswerden kann, hat sich dann aber für diese Variante entschieden, weil sie mit rund 1,5 Millionen Euro die wirtschaftlichste war. Ein weiterer Fördermittelantrag bezog sich auf den Bau eines neuen, größeren Schöpfwerkes in Klockenhagen. Die vorhandenen zwei kleinen Schöpfwerke sind marode.

Bauamtsleiter Heiko Körner erinnerte in der Stadtvertretersitzung daran, dass im Auftrag der Stadt Ribnitz-Damgarten durch das Güstrower Institut „biota“ ein Hochwasserschutzkonzept erstellt worden sei. Das habe als Grundlage für die Fördermittelanträge gedient, und die seien nach den damaligen Vorgaben des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt gestellt worden. Doch dann habe das Amt mit Verweis auf geänderte EU-Richtlinien, genauer: EU-Wasserrahmenrichtlinie, die Anträge abgelehnt.

„Wir müssen jetzt prüfen, ob die Einwände des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt wirklich tragen oder wir nun komplett umsteuern müssen“. Um sich abzustimmen, war bereits für gestern ein Treffen von Körner und Heike Just, Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbandes „Untere Warnow/Küste“ vereinbart worden.

Die Stadt sei sich ihrer Verantwortung bewusst und man werde auch prüfen, ob kleinere Maßnahmen im Bereich des Hochwasserschutzes, wie in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Klockenhagen vorgeschlagen, allein getragen werden können. Aber wenn es um die grundsätzliche Lösung dieses Problems gehe, brauche die Stadt Hilfe, denn schließlich gehe es um Investitionen in Millionenhöhe.

„Allein können wir das nicht stemmen. Das Land ist und bleibt in der Pflicht. Es darf uns als Kommune mit diesem Problem nicht allein lassen“, so der Bauamtschef fast beschwörend.

Edwin Sternkiker

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