Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Hundesteuer wird doppelt so teuer

Pruchten Hundesteuer wird doppelt so teuer

Im Gegenzug will die vorpommersche Gemeinde Pruchten Entsorgungsstationen für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner aufstellen. Wie notwendig sie sind, machten Hundesportlerinnen mit einer Aktion deutlich.

Voriger Artikel
Juniorwahl für Schulen
Nächster Artikel
Hundesteuer wird doppelt so teuer

Marlene Gödecke (l.) und Rike Geist füllen im vorpommerschen Dorf Pruchten Hundehaufen in Entsorgungsbeutel.

Quelle: Detlef Lübcke

Pruchten. Hundehalter in der Gemeinde Pruchten bei Barth (Vorpommern-Rügen) werden künftig mehr Geld für den oder die Vierbeiner zahlen müssen. Die Gemeindevertreter haben in ihrer jüngsten Sitzung einer Erhöhung der Hundesteuer zugestimmt. Sie wird um das Doppelte angehoben. Demnach sind für den ersten Hund 40 Euro statt bisher 20,45 Euro zu berappen. Für den zweiten Hund steigt die Steuer von 28,12 Euro auf 60 Euro. Für den dritten und jeden weiteren Hund sind 80 Euro zu zahlen. Der alte Steuersatz lag bei 38,35 Euro.

Bürgermeister Andreas Wieneke (SPD) stimmte gegen die Änderung – als Einziger. Wieneke hatte zuvor dafür geworben, die Steuer für den dritten und jeden weiteren Hund noch weiter zu erhöhen. „Muss man denn unbedingt drei oder mehr Hunde haben?“, so das Argument des Bürgermeisters. Seine Anregung stieß jedoch auf Ablehnung.

Nicht durchsetzen konnte sich auch der Vorschlag, eine gesonderte Steuer für so genannte Kampfhunde-Rassen mit in die Satzung aufzunehmen.

Die höhere Steuer soll sich aber auch für die Hundehalter und das Allgemeinwohl  auszahlen. Die Kommune will drei Entsorgungsstationen für Hundekot anschaffen.

Marlene Gödecke aus Pruchten ist Mitglied im örtlichen Hundesportverein. Sie habe nichts gegen die Erhöhung der Hundesteuer – wenn denn die Entsorgungsstationen kämen. Auch für Vereinsvorsitzende Rike Geist sei die höhere Steuer unter dieser Vorausetzung okay. Die Entsorgungsstationen seien dringend notwendig. Mit einer Aufsehen erregenden Aktion haben das Marlene Gödecke und Rike Geist am Dienstagabend bewiesen. Sie sammelten den Kot ein, den Hunde beim Gassigehen am Radweg nach Zingst hinterlassen. Dieser Weg ist bei Gassigehern beliebt. Doch um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner kümmern sich nur wenige Hundehalter.

Die roten Beutel ließen die Hundesportlerinnen zunächst dort liegen, wo sie die Haufen entdeckt hatten – um Passanten auf die Situation aufmerksam zu machen. Später sammelten sie die Beutel ein.

Mit ihrer Aktion wollte beide auch die Mitbürger sensibilisieren, es ihnen gleich zu tun.

Von Detlef Lübcke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Politik
Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist