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Kita wird drei Millionen Euro kosten

Ahrenshagen-Daskow Kita wird drei Millionen Euro kosten

Der Kindergarten in Ahrenshagen soll modernisiert und auf 111 Plätze erweitert werden

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Die Kita in Ahrenshagen soll grundlegend saniert werden. Die Gemeinde will dafür Fördermittel in Schwerin beantragen.

Quelle: Lisa Fritsche

Ahrenshagen-Daskow. Die erste Hürde für den Umbau, die Modernisierung und Erweiterung der Kita Ahrenshagen ist genommen. In ihrer jüngsten Sitzung stimmten bei einer Enthaltung alle Mitglieder der Gemeindevertretung Ahrenshagen-Daskow zu, dass ein Antrag auf Fördermittel gestellt werden soll. Klar ist: Nur wenn diese fließen, kann das ehrgeizige Vorhaben umgesetzt werden, schließlich belaufen sich nach einer vorläufigen Kostenschätzung die Gesamtinvestitionen auf rund drei Millionen Euro.

Als Gemeinde haben wir uns dazu bekannt, dass wir die Kita modernisieren und erweitern wollen.“Hagen Oehlckers, Bürgermeister Ahrenshagen-Daskow

Das sei natürlich viel Geld, wie Bürgermeister Hagen Oehlckers (Bauernverband und ländlicher Raum) in der Sitzung betonte. Aber „als Gemeinde haben wir uns dazu bekannt, dass wir die Kita modernisieren und erweitern wollen.“ Die Gemeinde ist zudem in Zugzwang, denn der Bedarf steigt. Um ihn zu decken und Eltern nicht wegschicken zu müssen, wurde bereits im vergangenen Jahr vom Arbeiter- Samariter-Bund (ASB) als Träger der Antrag auf Änderung der Betriebserlaubnis beim Landkreis gestellt. Damit konnte die Zahl der Krippenplätze von 24 auf 30 Plätze erweitert werden. Die Kindergartenplätze wurden hingegen von 84 auf 75 reduziert, da hier der Bedarf geringer war.

Doch auch die zusätzlichen Krippenplätze reichen nicht, deshalb sei die Erweiterung der Kita jetzt dringend notwendig, sagte Rita Rohde in der Gemeindevertretersitzung. Die Kämmerin verwies darauf, dass sich in den vergangenen Jahren viele Häuslebauer in Ahrenshagen-Daskow angesiedelt hätten und es etliche Bauvoranfragen gebe. Die Interessenten fragten oft als Erstes: Bekomme ich einen Krippen- und Kindergartenplatz? Gibt es eine Schule? Nur wenn die Gemeinde zusätzliche Krippenplätze schaffe, könne sie verhindern, dass Eltern auf Betreuungsangebote in benachbarten Kommunen zurückgreifen, sagte Rita Rohde. Und fast beschwörend fügte sie hinzu: „Jedes Kind, das wir wegschicken müssten und das in einer anderer Kommune die Krippe besucht, geht uns nicht nur für die eigene Krippe, sondern auch für den Kindergarten verloren und teilweise später auch für die Grundschule.“

Bevor die Gemeindevertreter über den Antrag „auf Gewährung von Zuwendungen“ abstimmten, erörterte Gert Austerhoff vom Planungsbüro Hochbau das Vorhaben. So sollen unter anderem Sanitäranlagen erneuert und Aufenthaltsräume umgestaltet sowie im Heizhaus zusätzliche Nutzflächen geschaffen werden. Insgesamt 111 Plätze würden künftig zur Verfügung stehen.

Man werde um eine „grundlegende Sanierung des Gebäudes nicht herum kommen“, sagte Austerhoff weiter. Er machte auf eine Reihe von Defiziten aufmerksam, so sei die Energieeffizienz „nicht besonders prickelnd“, die Fußböden in den Gruppenräumen seien ungedämmt und Fenster undicht. Und das waren nur einige der Mängel, die er auflistete.

Vor allem aber habe die Schadstoffuntersuchung ergeben, dass Teerpappe und Weichasbest verbaut worden seien. „Diese Schadstoffe müssen natürlich raus“, so Austerhoff. Er sagte weiter, dass nicht vor 2018/2019 mit dem Beginn der Bauarbeiten zu rechnen sei.

Vor der Abstimmung sorgte eine Äußerung von Einwohner Gunnar Stendel für Diskussionen. Aus seiner Sicht wäre ein Kita-Neubau sinnvoller. Bei einem Neubau sei beispielsweise die Energiebilanz viel besser und man könnte die Räume auch freier gestalten.

Gemeindevertreter Andreas Schulz (Bauernverband und ländlicher Raum) hakte da ein und fragte in die Runde: „Wenn wir tatsächlich über einen Neubau nachdenken würden, was wäre dann?“ Man müsste das ganze Verfahren neu aufrollen und würde viel Zeit verlieren, sagte Bürgermeister Oehlckers. Zumal ja auch nicht sicher sei, ob man für einen Neubau Fördergelder bekommen würde. Außerdem: „Wenn wir den vorliegenden Beschluss heute vom Tisch schmeißen, dann müssten wir in den kommenden Jahren viel Geld in notwendige Reparaturen stecken. Diese Reparaturkosten würden uns auffressen.“ Und er fügte hinzu, dass die Gemeinde für eine Modernisierung und Erweiterung hingegen Chancen auf Fördermittel habe und damit die Möglichkeit, für die Kinder bessere Bedingungen zu schaffen.

Edwin Sternkiker

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