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Kreis lehnt erhofften Zebrastreifen ab

Ribnitz-Damgarten Kreis lehnt erhofften Zebrastreifen ab

Damgartener Stadtausschuss fordert seit Jahren einen Fußgängerüberweg in der viel befahrenen Barther Straße / Messung: 10 000 Fahrzeuge sind dort täglich unterwegs

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Der Stadtausschuss Damgarten fordert schon seit Jahren einen Fußgängerüberweg in der Barther Straße in Höhe Schwinkendorf. FOTO: ANIKA WENNING

Ribnitz-Damgarten. . Seit Jahren fordert der Damgartener Stadtausschuss einen Fußgängerüberweg in der Barther Straße in Höhe Schwinkendorf. Die Stadtverwaltung hat beim Kreis einen entsprechenden Antrag gestellt. Doch der stellt sich quer.

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Damgartener Stadtausschuss fordert seit Jahren einen Fußgängerüberweg in der viel befahrenen Barther Straße / Messung: 10 000 Fahrzeuge sind dort täglich unterwegs

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Seit 1952

Die ersten Fußgängerüberwege in Deutschland gab es 1952. Sie sollen die Sicherheit der Fußgänger im Straßenverkehr erhöhen, indem sie ihnen den Vorrang vor Fahrzeugen geben. In Deutschland wird der Fußgängerüberweg umgangssprachlich auch als Zebrastreifen bezeichnet. Da Fußgänger Vorrang haben, müssen Fahrzeugführer am Fußgängerübergang besonders aufmerksam sein.

Hintergrund: Um den Antrag mit Zahlen untersetzen zu können, hat das Ribnitz-Damgartener Ordnungsamt Messungen vorgenommen und die Zahlen dem Kreis übermittelt. Die Messungen haben ergeben, dass die für die Einrichtung eines Fußgängerüberweges notwendige Anzahl von Fahrzeugen erreicht beziehungsweise sogar überschritten wird, und auch die Zahl der Fußgängerquerungen ist sehr hoch.

Das reichte dem Kreis jedoch offenbar nicht, wie Vorsitzender Andreas Gohs (CDU/FDP-Fraktion) in der Sitzung des Ausschusses am Dienstagabend die Mitglieder des Gremiums und die anwesenden 16

Bürger informierte. „Prinzipiell gibt der Kreis uns zwar Recht“, erklärt Andreas Gohs. Gleichzeitig verweise die Kreisverwaltung jedoch in einem Schreiben an die Stadt darauf, dass man der Schaffung eines Fußgängerüberweges nicht zustimmen könne, weil es keine Bündelung des Fußgängerverkehrs gebe. Außerdem sei auch nicht gesichert, dass die Fußgänger, die die Barther Straße in Höhe Schwinkendorf queren wollen, nach links und rechts 50 Meter freie Sicht haben.

Der Bemerkung eines Ausschussmitgliedes, dass damit das Vorhaben „tot sei“, wollte Gohs so nicht stehen lassen. Er plädierte vielmehr dafür, sich weiter für einen Fußgängerüberweg einzusetzen, denn schließlich gehe es um die Sicherheit der Kinder, die auf ihrem Weg zur Grundschule die vielbefahrene Straße überqueren müssen. Und auch für ältere Einwohner sei es zu bestimmten Tageszeiten nicht einfach, über die Straße zu kommen. Wie stark die Barther Straße als Ortsdurchfahrt von Damgarten frequentiert ist, zeigten die im Februar und März letzten Jahres vorgenommenen Messungen des städtischen Ordnungsamtes. Sie ergaben, dass im Schnitt an den Wochentagen rund 10 000 Fahrzeuge die Straße passieren. Dieser Wert entspricht in etwa dem Verkehrsaufkommen in der Langen Straße in Ribnitz.

Andreas Gohs machte deutlich, dass es aus seiner Sicht fast ein Wunder sei, dass bisher noch kein schlimmer Unfall in der Barther Straße passiert sei. Alles, was getan werden könne, um eben das auch in Zukunft zu verhindern, sollte man tun. Die Schaffung eines Fußgängerüberweges gehöre dazu. Wie sich gestern erneut zeigte, kann er da weiter auf die Unterstützung der anderen Ausschussmitglieder rechnen. Sie stimmten seinem Vorschlag zu, die zuständige Mitarbeiterin der Kreisverwaltung zu einem Vor-Ort-Termin einzuladen, um nach Lösungen zu suchen.

Hans-Joachim Biedermann wohnt in der Barther Straße, genau an der Stelle, wo der Fußgängerüberweg gefordert wird. „Hier kommt der ganze Verkehr aus Ribnitz und diese Stelle ist sehr unübersichtlich.

Und leider halten sich auch nur wenige Autofahrer an die erlaubten 30 km/h.“ Und auch Evelyn Kleinfeldt, Lehrerin am Richard-Wossidlo-Gymnasium in Damgarten, weiß, wie gefährlich das Überqueren der Barther Straße ist. „Ein Autofahrer hält an, weil er die Fußgänger vorbeilassen möchte und aus der anderen Richtung kommt ein anderes Auto angefahren, das wiederum nicht anhält. Man muss da wirklich sehr vorsichtig sein.“

Anika Wenning und Edwin Sternkiker

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