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Lange Gespräche über die Lange Straße

Prerow Lange Gespräche über die Lange Straße

Die Prerower Gemeindevertreter erörtern Details und signalisieren Änderungswünsche. Die will die Mehrheit schriftlich fixiert wissen, bevor sie dem Vorhaben zustimmen. Begründet wird das mit fehlendem Vertrauen in die Verwaltung.

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Im Bereich der Alten Apotheke im einstigen Ortskern Perows soll ein Rondell zum Verweilen einladen.

Quelle: Timo Richter

Prerow. Die Diskussion über die Gestaltung der Langen Straße zwischen Wiecker Weg und Hafenstraße in Prerow (Vorpommern-Rügen) verlief überaus konstruktiv. Die Gemeindevertreter teilten die Vorschläge des Planers Klaus-Peter Muderack, machten hier und da eigene Vorschläge. Gemeinsam war erklärtes Ziel, den etwa 280 Meter langen Abschnitt im alten Ortskern des Ostseebades noch in diesem Jahr auszubauen. Wird das Vorhaben noch bis Mitte Dezember abgerechnet, kann die Kommune auf eine 50-prozentige Förderung hoffen, immerhin an die 200 000 Euro.

Als jedoch Bürgermeister René Roloff (Prerows Zukunft) zur Abstimmung kommen wollte, ohne jeden einzelnen der Änderungswünsche schriftlich fixiert zu haben, war die Einigkeit dahin. „Wir werden nicht zustimmen“, sagte Andreas Meller (Gewerbeverein) für seine Fraktion und die der Handwerker. Der stellvertretende Bürgermeister erinnerte an die Querelen um die Sanierung der Buchenstraße – weil Meller seine Unterschrift mit einer handschriftlichen Bedingung verknüpft hatte, ließ Landrat Ralf Drescher die erforderliche Unterzeichnung vertretungsweise von einer Beschäftigten des Amtes Darß/Fischland tätigen. Die Aktion des Landrates bezeichnete Meller als „widerrechtlich“, das Amt habe „heimtückisch“ gehandelt. In die Verwaltung und den Bürgermeister „haben wir null Vertrauen“.

Schließlich wurden die Änderungswünsche einzeln ins Protokoll aufgenommen, und siehe da, schon kam ein einstimmiger Beschluss zustande. Erleichterung beim Bürgermeister. „So kommen wir weiter.“ Größte Sorge Roloffs mit Blick auf den Straßenausbau ist, dass das Vorhaben nicht innerhalb dieses Jahres vollendet werden kann. „Ohne Förderung wird das Projekt scheitern“, ist der Bürgermeister überzeugt.Der alte Ortskern soll richtig schick werden. Hauptattraktion sind den Planungen zufolge zwei Rondelle – eins an der Alten Apotheke, ein weiteres an der Einmündung der fußläufigen Verbindung zur Hafenstraße, dem Katzensteig –, die zum Verweilen einladen sollen. Die Straße selbst wird sich wie der Stückweg präsentieren, als Asphaltband, das von einer Natursteinrinne zur Entwässerung optisch in Gehweg und Fahrbahn getrennt wird. Gleichzeitig wird die Boddenland GmbH eine neue Trinkwasserleitung einbauen. Es wird eine großdimensionierte Leitung sein, um Wasser nach Zingst durchleiten zu können. Die Kosten für die Sanierung bezifferte Muderack nach derzeitigem Planungsstand auf rund 390 000 Euro.Nun werden die sieben Änderungswünsche in den Plan eingearbeitete. Der so geänderte Plan soll dann kurzfristig von den Gemeindevertretern bestätigt werden.

Einstimmig votierten die Gemeindevertreter für eine Umschichtung von 115 000 Euro im gerade erst beschlossenen Haushalt, um die seit ersten Kostenschätzungen aus dem Jahr 2015 gestiegenen Baukosten im Etat darstellen zu können. Die Summe wurde kurzerhand von der Haushaltsstelle Hagenstraße abgezwackt und der Langen Straße Ost (Alter Ortskern) zugeschlagen.

Schnell Einigkeit erzielten die Gemeindevertreter bei Details für die Sanierung der Buchenstraße im Abschnitt Bergstraße/Hagenstraße. Bordstein und Entwässerungsrinne werden in Granitstein ausgeführt, die Straßenlaternen sollen eine Pulverbeschichtung im Farbton ähnlich der Fahrradständer an der Kurverwaltung erhalten. Es handelt sich um eine Anthrazit-Variante. Die Baukosten erhöhen sich in der Folge um gut 90 000 Euro.

Timo Richter

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