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Merkel weiht Rettungszentrum ein

Prerow Merkel weiht Rettungszentrum ein

Kanzlerin kommt zur Eröffnung nach Prerow, besucht Seemannskirche – und macht dann in Zingst Wahlkampf

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Gemeinsam mit dem Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Prerow, Peter Schneider (r.), entkoppelte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Beisein von Landrat Ralf Drescher (2. v. l.) und Bürgermeister René Roloff (2. v. r.) eine Schlauchverbindung.

Quelle: Fotos: Timo Richter

Prerow. Seit Anfang des Monats ist das neue Rettungszentrum in Prerow in Betrieb, gestern erfolgte mit großem Bahnhof die offizielle Einweihung des millionenschweren Neubaus. Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich vor dem Auftakt der heißen Phase des Landtagswahlkampfes in Zingst eigens für das Ereignis nach Prerow kutschieren.

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Kanzlerin kommt zur Eröffnung nach Prerow, besucht Seemannskirche – und macht dann in Zingst Wahlkampf

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Das Ret- tungszentrum ist ein Zeichen für eine dynamische Entwicklung des Ostseebades.“René Roloff, Bürgermeister in Prerow

Sämtliche Bürgermeister der Halbinsel und aus Barth, Vertreter der freiwilligen Feuerwehren und der Verwaltung waren gekommen, um sich dieses in der Region einzigartige Projekt anzuschauen. 2,4

Millionen Euro hat das Ostseebad in den Neubau investiert, Fördergeld gab es nicht.

Bürgermeister René Roloff (Prerows Zukunft) erinnerte an die lange Vorgeschichte. Gleich nach der Wende war klar, dass das alte Gerätehaus, bis dato immer wieder geflickt, nicht dauerhaften Bestand haben könne. Das neue Rettungszentrum werde eine Ausstrahlung über den Ort hinaus haben, zeigte sich Roloff überzeugt. Mit Unterstützung aus Politik und Verwaltung sei es möglich gewesen, die vielen Hürden zu überwinden. „Wenn wir uns einig sind, schaffen wir Großes“, frohlockte der Bürgermeister.

Wehrführer Peter Schneider zeigte sich glücklich, dass nach mehr als 25-jähriger Wartezeit endlich ein „vernünftiges Gerätehaus“ bezogen werden konnte. Unter dessen Dach befindet sich auch die Rettungswache, die Wasserwehr sowie Unterkünfte für die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Schneider sieht in dem Rettungszentrum eine „absolute Weiterentwicklung“ für die Feuerwehr, aber auch für das Ostseebad. So hofft er zudem, dass sich mit dem neuen Gebäude und verbesserten Arbeitsbedingungen auch neue Mitglieder für den aktiven Dienst begeistern ließen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte in einem kurzen Grußwort die „wohlüberlegte Konzeption“ des Neubaus. Sicher sei sie, dass sich das Gebäude zu einem Mittelpunkt des Ostseebades entwickeln werde. Landrat Ralf Drescher freute sich, dass man mit dem Rettungszentrum „einen Haufen mehr Sicherheit für Region“ geschaffen habe.

Nach einem kurzen Rundgang durch den Neubau steuerte der Kanzlerinnen-Tross die Seemannskirche in Prerow an. Eine Hoffnung des Besuchs, so die Vorsitzende des Fördervereins, Susann Knoll, war der Kontakt zu Stiftungen, um dort Geld für die weitere Sanierung der Seemannskirche. Nachdem zuletzt die Beleuchtung neu gemacht wurde, fällt der Zustand von Taufe und Altar erst recht ins Auge. Rund 53000 Euro sind für deren Sanierung erforderlich. Merkel machte Mitgliedern des Fördervereins und Pastor Reinhard Witte Hoffnungen, dass es für die Arbeiten eine finanzielle Unterstützung geben könne. In den vergangenen Jahren wurden für Sanierungsmaßnahmen gut 400000 Euro aufgebracht. Mehr als die Hälfte des Geldes hat der Förderverein über Spenden aufgetrieben.

Kirchenmusikdirektorin Anne-Dore Baumgarten ließ die neu intonierte Orgel erklingen und Reinhard Witte sprach der Kanzlerin zum Abschied seine Anerkennung für deren standhaftes Verhalten in der Flüchtlingsproblematik aus, auch wenn sich die Kanzlerin damit nicht überall Freunde gemacht habe. Drescher erinnerte in diesem Zusammenhang an die abnehmende Zahl von Flüchtlingen, die Bewohner der Unterkunft in Zingst würden möglicherweise auf andere Quartiere verteilt, um weniger Unterkünfte zu haben.

• Bildergalerie:

www.ostsee-zeitung.de/ribnitz-damgarten

Lange Wartezeit

2,4Millionen Euro inklusive Grundstück hat der Neubau des Rettungszentrums in Prerow gekostet. Das Ostseebad hat das Projekt komplett aus eigener Tasche bezahlt, Fördergeld gab es nicht.

25Jahre haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Prerow auf einen Neubau für das baufällige Gerätehaus gewartet.

53 000Euro werden für die Sanierung von Taufbecken und Altar in der Seemannskirche in Prerow benötigt.

Timo Richter

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