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Ortsbeirat verabschiedet sich vom Projekt Löschwasserteich

Ribnitz-Damgarten Ortsbeirat verabschiedet sich vom Projekt Löschwasserteich

Langendammer wollen das Wasser des Saaler Boddens nutzen / Dazu sollen Stichwege ausgebaut werden, um Löschfahrzeugen die Zufahrt zu ermöglichen

Ribnitz-Damgarten. 180-Grad-Drehung beim Thema Löschwasserversorgung im Ribnitz-Damgartener Ortsteil Langendamm: Der Ortsbeirat hat sich vom Plan, einen Löschteich zu bauen, verabschiedet. Für den waren in den Haushalt 2016 sogar schon 200 000 Euro eingestellt worden, nachdem sich bereits im Februar dieses Jahres der Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Verkehr dafür ausgesprochen hatte. Außerdem wurden damals von den Ausschussmitgliedern zwei Zuwegungen zum Bodden vorgeschlagen, sodass ein Feuerwehrauto mit schwerer Pumpe an das Gewässer heranfahren kann.

Daraus sollen nun vier werden.

Das Löschwasserproblem in Langendamm beschäftigt Ausschüsse und Stadtverwaltung bereits seit mehreren Jahren. Grund: Wenn es in dem Ribnitz-Damgartener Ortsteil brennt, dann kann das Löschwasser in einigen Bereichen knapp werden. Zwar sind drei Hydranten vorhanden, deren Kapazität reicht aber nicht aus, um den Grundschutz in der gesamten Ortslage zu sichern. Grundschutz heißt: Im Umkreis von 300 Metern eines Gebäudes muss genügend Löschwasser vorhanden sein. Und je nachdem, wie dicht die Bebauung ist und ob es sich um Gebäude mit Hartdach oder Schilfrohreindeckung handelt, müssen mindestens 48 bis 96 Kubikmeter (96000 Liter) Wasser pro Stunde zur Verfügung stehen.

Um die Frage zu klären, wie die Lücken in der Löschwasserversorgung geschlossen werden können, wurde seitens der Verwaltung ein Planungsbüro damit beauftragt, Varianten durchzuspielen und zu errechnen, welche Kosten bei welcher Variante anfallen würden.

Neben Löschteich und der Schaffung von Zuwegungen für ein mit entprechender Pumpe ausgestattetes Feuerwehrfahrzeug wurde auch der Bau von zwei sogenannten Trockenleitungen ins Spiel gebracht, mit denen der Saaler Bodden angezapft werden könnte. Jede von diesen würde 75 000 Euro kosten. Zu teuer, befand man. Ins Gespräch gebracht wurde weiterhin der Bau einer Zisterne. Aber auch die wurde aus Kostengründen verworfen. Blieben als kostengünstigste Varianten der Bau eines Löschteiches und die Schaffung von zwei Zuwegungen zum Bodden.

Die Mitglieder des Ortsbeirates befanden: Warum in einem Ort, der durch seine Lage am Saaler Bodden ausreichend Wasser vor der Haustür hat, einen teuren Löschteich bauen? An das Boddenwasser will der Ortsbeirat deshalb jetzt ran und hat einen Vier-Punkte-Plan erstellt. Vorgeschlagen wird, den Hafenweg als Zufahrt für Löschfahrzeuge auszubauen. Das sei wichtig, so Ortsbeiratsvorsitzender Udo Voß

(CDU/FDP-Fraktion), „weil dort viele Häuser mit Rohrdach stehen“.

Ausgebaut werden müsste aus Sicht des Ortsbeirates auch die Wasserreihe 23 H bis 23 L als ganzjährig befahrbarer Stichweg zum Bodden für Löschfahrzeuge. Punkt 3: Ausbau Stichweg Wasserreihe 3 als Zufahrt für Löschfahrzeuge zum Bodden, Vertiefung alter Hafen. Punkt 4: Hydranten in der Waldreihe setzen.

Udo Voß: „Wir brauchen keinen Löschteich, keine Zisternen oder sonstwas, wir sollten diese vier Punkte umsetzen.“ Klar ist allerdings, so wurde Dienstag Abend in der Sitzung des Ortsbeirates auch deutlich, dass mit den Zufahrten für Löschfahrzeuge zum Bodden mit dem Schilfgürtel ein hochsensibler Naturbereich berührt wird.

Wie Jan Moldenhauer vom Bauamt der Stadtverwaltung Ribnitz-Damgarten gestern auf OZ-Anfrage mitteilte, sei man dabei, diese vier Punkte auf ihre Realisierbarkeit hin zu überprüfen.

Von Edwin Sternkiker

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