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Party auf Pütnitz ja, aber nicht so laut

Ribnitz-Damgarten Party auf Pütnitz ja, aber nicht so laut

Pangea-Festival: Vorschläge des Veranstalters kamen im Ribnitz-Damgartener Ordnungsausschuss gut an

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Das Konzept, Sport, Musik, Kultur und Kindsein miteinander zu verbinden, kommt gut an: Im August haben über 5000 sogenannte Pangeaner miteinander auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Pütnitz gefeiert. FOTO: SUSANNE RETZLAFF

Ribnitz-Damgarten. . Keine Großveranstaltung auf dem ehemaligen Flugplatz Pütnitz hat für so viel Wirbel gesorgt wie das Pangea-Festival im August. Vier Tage und Nächte Dauerbeschallung sorgten für viel Kritik. Bei der Polizei waren 30 Anrufe eingegangen, zieht man die Doppelanrufer ab, waren es 21. Das Festival gibt es seit 2013. Ins Leben gerufen hat es Hans Jensen, Inhaber des Surfshops Supremesurf in Rostock.

„Niemand will das Pangea- Festival verbieten. Hans-Dieter Konkol, Ausschussvorsitzender

Beschwert hatten sich in diesem Jahr Einwohner unter anderem aus Körkwitz, Dierhagen, Dändorf und Ribnitz-Damgarten. Ein Mitarbeiter des Ribnitz-Damgartener Ordnungsamtes war daraufhin mehrmals mit einem Dezibel-Messgerät ausgerückt, um zu prüfen, ob die Grenzwerte tatsächlich überschritten worden sind. Er konnte nur ein einziges Mal eine Überschreitung um 2,5 Dezibel feststellen.

„Bürokratisch gemessene Lärmgrenzwerte interessieren dann nicht mehr, wenn die gefühlte Belastung Grenzwerte übersteigt“, hatte Andreas Dietzel, Vorsitzender des Ortsbeirates Körkwitz, kritisiert.

„So wie das Festival in diesem Jahr abgelaufen ist, darf sich das nicht wiederholen“, sagte Hans-Dieter Konkol in der Sitzung des Ausschusses für Ordnung, Sicherheit und Verkehr am Dienstagabend, wo man sich noch einmal mit diesem Thema befasste. Der Ausschussvorsitzende betonte aber auch: „Niemand will das Pangea-Festival verbieten. Aber das Ganze muss im Rahmen bleiben.“

Um das zu erreichen, hat der Veranstalter nach Aufforderung durch die Stadtverwaltung Vorschläge erarbeitet. Die stellte Ingo Woyczezsik vom städtischen Ordnungsamt den Ausschussmitgliedern vor. Eine deutliche Lärmreduzierung verspricht man sich durch eine Vier-Punkte-Beschallung. „Damit wird nur der Bereich beschallt, wo sich auch das Publikum befindet“, erläuterte Woyczezsik. Wenn es trotzdem Beschwerden gibt, soll sofort reagiert und technisch nachgesteuert werden, sichert der Veranstalter zu.

Weiterhin hat er angeboten, Anwohner-Tickets auszugeben. Damit soll Einheimischen die Möglichkeit gegeben werden, sich persönlich einen Eindruck zu verschaffen, was auf dem Gelände passiert. Man habe sich außerdem darauf verständigt, dass vor dem Beginn des Festivals die Anlagen über ein, zwei Stunden getestet werden, um zu sehen, an welchen Stellen noch Veränderungen vorgenommen werden müssen, so Woyczezsik. Außerdem sollen die Musikanlagen vor Beginn des Festivals durch das städtische Ordnungsamt eingemessen und versiegelt werden. Damit wird ein Vorschlag des Ausschusses aufgegriffen.

Der Veranstalter hat auch zugesagt, die Öffentlichkeit frühzeitiger über Beginn, Ablauf und Ende des Festivals zu informieren.

Man werde sicher nie eine hundertprozentige Zustimmung seitens der Anwohner für diese Großveranstaltung erreichen, machte Bauamtsleiter Heiko Körner in der Sitzung deutlich. Aber die jetzt vom Veranstalter vorgelegten Vorschläge würden in die richtige Richtung weisen.

Das sieht auch Ausschussvorsitzender Hans-Dieter Konkol so: „Wir hoffen, dass wir durch diese Maßnahmen die Zahl der Beschwerden reduzieren können.“ Ob das gelingt, wird sich im nächsten Jahr zeigen, auf jeden Fall gab es für Veranstalter und Stadtverwaltung schon mal ein Lob von Sylvia Hotaß, die für „Die Unabhängigen“ als sachkundige Bürgerin im Ausschuss mitwirkt: „Sie haben sich wirklich große Mühe gegeben.“

Edwin Sternkiker

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