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Reittouristen oder Freibad: 34 Ideen für die Region

Hessenburg Reittouristen oder Freibad: 34 Ideen für die Region

1,27 Millionen Euro aus EU-Förderprogramm Leader werden 2017 in Nordvorpommern verteilt / Am 17. Oktober wird entschieden, welche Projekte Geld bekommen

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Den Reittourismus stärken, das schlug Kurdirektor Stephan Fellmann aus Dierhagen vor.

Quelle: OZ

Hessenburg. 34 Ideen, 34 Vorhaben und 34 Mal der Wunsch, einen Teil der EU-Fördergelder aus dem Leader-Projekt für sich gewinnen zu können. Im Hessenburger Kranichhotel hat sich die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Nordvorpommern getroffen, die darüber entscheidet, welche Projekte in der Region finanziell unterstützt werden. Die LAG besteht aus Bürgermeistern und Amtsvorstehern, aber auch aus Vereinsmitgliedern – eine „kunterbunte Mischung“, wie es Landrat Ralf Drescher (CDU) formulierte, der ebenfalls ins Kranichhotel kam.

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1,27 Millionen Euro aus EU-Förderprogramm Leader werden 2017 in Nordvorpommern verteilt / Am 17. Oktober wird entschieden, welche Projekte Geld bekommen

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Die Zeit war begrenzt. In fünf Minuten musste das Projekt erläutert werden. Was bringt es der Region und wie bringt es den ländlichen Raum voran? Ist es neuartig und innovativ? Werden Arbeitsplätze geschaffen und bringt es Vorteile für den Klima- und Umweltschutz? Diese Fragen halfen den Mitgliedern der Aktionsgruppe, ihre Punkte für die Projekte zu vergeben.

Insgesamt verfügt das Leader- Projekt im Jahr 2017 über ein Budget von 1,27 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr lag die Summe noch bei 4,3 Millionen Euro. Vieles konnte durch das Förderprogramm bereits verwirklicht werden. Sei es das neue Dach der Ribnitzer Klosterkirche, die neuen Informationsschilder im Vogelpark Marlow oder die Windmühle in Steinhagen, die dank der Finanzspritze ihre Flügel wiederbekam. Und so soll es auch in den kommenden Jahren voran gehen.

Da brachte Dierhagens Kurdirektor Stephan Fellmann beispielsweise die Idee hervor, ein Konzept für den Reittourismus zu erstellen. Tourenkarten und wegweisende Schilder werden dafür gebraucht. „Die Nachfrage ist hoch, es würde Arbeitsplätze schaffen und der Region zu mehr Attraktivität verhelfen“, begründete Fellmann. Die Einwohner aus Dettmannsdorf wünschen sich hingegen den Umbau ihres alten denkmalgeschützten Bahnhofs. Ein Info-Point, Gemeinderaum und eine Heimatstube könnten hier entstehen, wenn das Leader-Projekt ihre Idee mit 666000 Euro unterstützt.

Die Ideen reichten von Stelzenhäusern für den Campingplatz in Groß Kordshagen, den Ausbau von zwei Künstlerateliers im Kranichhotel Hessenburg bis zur Sanierung des Freibades in Franzburg. „Wir möchten das Bad und seine 50-Meter-Bahn erhalten, es aber gleichzeitig zu einer Sport- und Erholungsstätte umbauen“, erläuterte Franzburgs Bürgermeister Dieter Holder (CDU). Armin Pfeifer plädierte dafür, dass Barth eine Schauräucherei bekommt. „Getreu dem Motto: vom Fang bis auf den Tisch. Unser Fischer André Grählert würde sie leiten.“ Die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe notierten sich fleißig ihre Punkte, schüttelten ihre Köpfe oder nickten zustimmend – je nachdem, wie ihnen das vorgestellte Projekt gefiel.

Vier Stunden lang stellten die Initiatoren ihre Projekte den Stimmberechtigten vor. Gute Chancen prophezeit Karen Hoppenrath aus der LAG-Geschäftsstelle bereits jetzt dem „Gartenpfad Nordvorpommern“.

Das erste und bislang einzige LAG-eigene Projekt, das Gärten durch einen ausgewiesenen Pfad verbindet, vernetzt und entwickelt, ist bereits auf einen guten Weg gebracht worden, benötigt aber noch mehr Werbung. Stürmischen Beifall erntete der Leiter des Barther Vineta-Museums, Gerd Albrecht, als er sich in seinem Vortrag für das Wasserschloss Divitz stark machte. Er plädierte unter anderem für die Schaffung einer Koordinatorenstelle. Das Ziel dieses Arbeitsplatzes: Ein Fachmann oder eine Fachfrau soll das Schloss bekannter machen, sich um seine Vermarktung und die Werbung kümmern.

In den kommenden Wochen zählt Karen Hoppenrath die Punkte der Stimmberechtigten dann zusammen und erstellt eine Rangfolge. Welche Projekte eroberten die Herzen der Stimmberechtigten? Dem 17. Oktober fiebern alle gespannt entgegen. Dann steht nämlich fest, was im kommenden Jahr verwirklicht werden kann.

8 Millionen für Projekte

1,27Millionen Euro vergibt das Förderprogramm Leader im kommenden Jahr. 8,3 Millionen Euro bekam die Region für einen Förderzeitraum von sieben Jahren. Eine hohe Summe, die aufgrund der besonderen Qualität der vorgeschlagenen Projekte bewilligt wurde.

22 Projekte wurden im vergangenen Jahr verwirklicht. 15 von ihnen haben den Zuwendungsbescheid bereits erhalten. Sieben Vorhaben bekommen ihn in Kürze.

Carolin Riemer

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