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Rettungs-Schlauchboot ist in die Jahre gekommen

Ribnitz-Damgarten Rettungs-Schlauchboot ist in die Jahre gekommen

Freiwillige Feuerwehr Ribnitz-Damgarten wünscht sich ein neues Boot / Das würde um die 60 000 Euro kosten

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Das Rettungsboot der Freiwilligen Feuerwehr Ribnitz-Damgarten ist Baujahr 1999. Aus Sicht von Stadtwehrführer Steffen Harder und seiner Kameraden wird es Zeit, es durch ein neues Boot zu ersetzen.

Quelle: Edwin Sternkiker

Ribnitz-Damgarten. Bis zu 15 Mal im Jahr rücken die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ribnitz-Damgarten mit dem Rettungs-Schlauchboot aus. Ihr Einsatzgebiet ist der Ribnitzer See und der südliche Saaler Bodden. Zumeist geht es darum, Seglern, deren Boot gekentert ist, aus ihrer misslichen Lage zu helfen. Mitunter auch, um Leichen zu bergen. Bootsbrände hatte man ebenfalls schon. Überdies sei die Freiwillige Feuerwehr mit dem Boot auch dabei, wenn es um die Begleitung und Absicherung von Regatten und anderen Veranstaltungen auf dem Wasser gehe, erläutert Stadtwehrführer Steffen Harder. Personell gebe es keine Probleme: Etwa 20 Kameraden aller Altersstufen hätten einen Bootsführerschein und seien vertraut mit dem Boot.

Das ist Baujahr 1999 und damit mittlerweile in die Jahre gekommen, sagt Steffen Harder. Den heutigen Ansprüchen genüge es nicht mehr. So sei es zum Beispiel nicht möglich, einen Verunglückten liegend auf einer Trage mit dem Boot zu transportieren. Aus diesem und weiteren Gründen brauche man ein größeres, robustes Schlauchboot mit Festkörperrumpf.

Ein größeres Boot benötige natürlich auch einen größeren Motor. Das alte Boot verfügt über einen 50 PS-Motor, das neue müsste um die 100 PS haben. Das kostet.

„Unterm Strich landen wir etwa bei 60 000 Euro“, sagt der Feuerwehrchef. Und da sei kein Schnick-Schnack dabei, betont er. Wie das in den anstehenden Beratungen und Diskussionen über den Haushalt 2017 in den Ausschüssen und in der Stadtvertretung gesehen wird, wird sich zeigen. In den Planansatz aufgenommen wurde diese Summe erst einmal. Stadtvertreter Hans-Dieter Hänsen (SPD/Grüne) hatte in der letzten Stadtvertretersitzung angesichts klammer Kassen allerdings bereits die Frage gestellt, ob ein neues Boot in nächster Zeit tatsächlich nötig sei.

Wesentlich wichtiger als das Boot sei das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) 20, machte Steffen Harder deutlich. Das soll zwei ältere Fahrzeuge ersetzen. Die Kosten würden sich auf rund 450000 Euro belaufen, abhängig davon, wie viele Fördermittel es gibt. Die seien beantragt.

Stadtverwaltung und Freiwillige Feuerwehr warten derzeit auf die entsprechenden Zusagen. Der Landkreis Vorpommern-Rügen habe bereits zugesagt, sagte Harder. Worauf man jetzt bereits seit April dieses Jahres warte, sei die Zusage vom Innenministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Noch in diesem Jahr, so Harder, sollte möglichst die Ausschreibung für das neue Fahrzeug rausgehen, damit dann die Chance bestehe, dass das neue Einsatzfahrzeug Ende 2017, Anfang 2018 auf dem Hof des Ribnitzer Gerätehuses stehe. Das sei jedenfalls der Plan gewesen. „Die Ausschreibung vorzubereiten, das ist ein Riesenaufwand für uns. Und wie gesagt, damit loslegen können wir erst, wenn die Zusage vom Land auf dem Tisch liegt“, so Steffen Harder.

194 Einsätze im vergangenen Jahr

Die Freiwillige Feuerwehr Ribnitz-

Damgarten ist mit über 100 aktiven Einsatzkräften die größte Feuerwehr zwischen Rostock und Stralsund und setzt sich aus den Einheiten Zug I Ribnitz, Zug II Damgarten, Einheit Klockenhagen und Einheit Tempel zusammen. Seit dem Jahr 1990 ist sie als Schwerpunktfeuerwehr eingestuft.

Im vergangenen Jahr war sie zu 194 Einsätzen ausgerückt, bis August dieses Jahres waren es bereits über 100 Einsätze.

Edwin Sternkiker

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