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Schnelles Internet: Kreis stellt acht Fördermittelanträge

Ribnitz-Damgarten Schnelles Internet: Kreis stellt acht Fördermittelanträge

Der Landkreis Vorpommern-Rügen will die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet forcieren und damit bis 2018 überall eine Übertragungsgeschwindigkeit von ...

Ribnitz-Damgarten. Der Landkreis Vorpommern-Rügen will die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet forcieren und damit bis 2018 überall eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde ermöglichen. Das Geld dafür soll aus Förderprogrammen des Bundes und des Landes kommen. Der Nachholbedarf ist riesig, denn gerade mal etwas mehr als die Hälfte aller Haushalte in Vorpommern-Rügen hat derzeit die Möglichkeit eines 50-Megabit-Anschlusses.

Im Bereich des Festlandteils des Landkreises Vorpommern-Rügen soll der Breitbandausbau regional vorangetrieben werden. Dafür seien insgesamt acht Fördermittelanträge bei der Bundesförderung gestellt worden, sagte Hubert Enders, Breitbandbeauftragter des Landkreises. Gute Sache, findet Frank Ilchmann (parteilos), der Bürgermeister von Ribnitz-Damgarten. „Als uns seitens des Landkreises die Frage gestellt wurde, ob wir uns an einem der Projektgebiete beteiligen oder eigene Planungen vornehmen wollen, haben wir uns für Ersteres entschieden. Das gilt auch für die anderen Gemeinden des Amtes Ribnitz-Damgarten, also Semlow, Ahrenshagen-Daskow und Schlemmin.“ Der Verwaltungschef der Bernsteinstadt kann zwar darauf verweisen, dass die Telekom im vergangenen Jahr die sogenannte Vectoring-Technik in Ribnitz-Damgarten in Betrieb genommen hat. Das ermöglicht beim Herunterladen von Daten eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Damit sind immerhin rund 7000 Haushalte in den Stadtteilen Ribnitz und Damgarten sowie mehreren Ortsteilen gut versorgt. In einigen Ortsteilen schaut man allerdings noch immer in die Röhre, so Ilchmann. Das betreffe Langendamm, Dechowshof, Beiershagen, Klein Müritz und Neuheide. Was zum Beispiel Langendamm betreffe, gehe dort die Downloadgeschwindigkeit gegen Null, ergänzt Jan Moldenhauer vom Tiefbauamt der Stadtverwaltung Ribnitz-Damgarten.

„Wir hoffen, dass wir durch die Initiative des Landkreises nun auch in diesen fünf Ribnitz-Damgartener Ortsteilen schnelles Internet bekommen“, so Bürgermeister Ilchmann. Ribnitz-Damgarten befindet sich gemeinsam mit Saal, Fuhlendorf und Pruchten in einem Projektgebiet.

Natürlich kostet das die Kommunen auch Geld, nämlich den Eigenanteil von zehn Prozent. Und genau der sei das Problem, machte Ilchmann deutlich. Denn zum einen hätten viele Kommunen ihren Haushalt bereits verabschiedet und konnten den Eigenanteil dort nicht berücksichtigen, andere könnten dieses Geld schlichtweg nicht aufbringen. Grund genug für Landrat Ralf Drescher, sich massiv beim Land dafür einzusetzen, dass der Eigenanteil der Kommunen unter zehn Prozent der Investitionskosten, die sich im Landkreis Vorpommern-Rügen auf bis zu 85 Millionen Euro belaufen könnten, sinkt.

Die gestellten Projektanträge seien bislang völlig unverbindlich, finanzielle Verpflichtungen müssen noch nicht eingegangen werden, heißt es aus dem Landratsamt. Darum wäre es fatal, wenn zu diesem Zeitpunkt einzelne Kommunen aus der gemeinsamen Initiative ausscheren würden. Das ginge zu Lasten der Nachbarkommunen, denn der Breitbandausbau für gleich mehrere Ämter in einem Projektgebiet könnte daran scheitern. Aus diesem Grund hatte der Landrat alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zu Gesprächen eingeladen, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen. Die bisherige Resonanz sei sehr gut gewesen, teilte Pressesprecher Olaf Manzke mit. „Für mich wäre es eine mittlere Katastrophe, wenn durch das Ausscheren einzelner Kommunen der Landkreis vom Breitbandausbau und damit von der Entwicklung abgehängt würde. Durch ständigen Kontakt mit allen beteiligten Ministerien sind wir auf einem sehr guten Weg“, sagt Drescher.

Von Edwin Sternkiker

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