Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Schulen stehen oben auf Prioritätenliste

Ribnitz-Damgarten Schulen stehen oben auf Prioritätenliste

Allein für Bildungscampus Ribnitz-West werden 6 Millionen Euro veranschlagt

Ribnitz-Damgarten. Wenn es um die Investitionen in den kommenden Jahren geht, soll das Thema Schulen in Ribnitz-Damgarten eine besonders große Rolle spielen. Das widerspiegelt sich in der Maßnahmenliste zum Haushaltsplan 2017, die die Verwaltung zum Auftakt der anstehenden Haushaltsdiskussion den Mitgliedern des Ausschusses für Stadt- und Ortsteilentwicklung, Bau und Wirtschaft in ihrer jüngsten Sitzung vorgelegt hatte. Darin aufgeführt sind Investitionen und größere Unterhaltungsmaßnahmen. Alle Vorhaben, die Schulen betreffen, haben die höchste Prioritätsstufe erhalten.

Aufgeführt sind in der Liste unter anderen auch Spielplätze, Sportstätten, Straßen sowie Brücken und Wege, für die ebenfalls jeweils Prioritäten festgelegt wurden, nicht nur für 2017, sondern auch für die Jahre bis 2020.

Die Prioritätenliste solle als Grundlage für die Erarbeitung des ersten Haushaltsplanentwurfes 2017 dienen, so Bauamtschef Heiko Körner.

Ausschussvorsitzender Manfred Widuckel (CDU/FDP-Fraktion) macht deutlich, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger werde, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. In den 1990er Jahren sei viel Geld in dringend notwendige Vorhaben investiert worden. Zum Beispiel in Museen, Brücken und Straßen. „Nach über 20 Jahren sind da die ersten Erhaltungsmaßnahmen notwendig.“

Es werde aber auch deshalb immer schwerer einen ausgeglichenen Haushalt auf die Beine zu stellen, weil die Schere zwischen dem, was die Stadt als Kreisumlage abzuführen hat, und dem, was vom Kreis zurückkommt in die Stadtkasse, immer größer werde, so Widuckel.

Spannendstes Thema allein schon wegen der Summen, um die es geht, seien die Schulen, macht Bauamtsleiter Heiko Körner deutlich. Dickster Brocken ist die Errichtung des Bildungscampus Ribnitz-West, wozu auch der Grundschulteil der Bernstein-Schule in der Demmlerstraße gehört. Dort hat man es unter anderem mit Schimmel an den Wänden, bröckelndem Putz im Computerraum und undichten Fenstern zu tun. Aus Sicht von Schulleiterin Christina Bonke ist der Zustand „untragbar“. Dabei platzt die Schule aus allen Nähten. Deshalb forderte Bonke eine Lösung und hatte die Mitglieder vom Ausschuss für Schule, Jugend und Kultur im April zu einem Rundgang durch das Gebäude eingeladen (die OZ berichtete). Dessen Vorsitzender Tino Leipold (Die Unabhängigen) zeigte sich schockiert und regte eine Schadstoffprüfung an. Susann Wippermann (SPD) sagte: „Da hilft wohl nur noch eine Abrissbirne.“ Die Schule ist nicht nur in einem schlechten baulichen Zustand, sie ist auch nicht behindertengerecht.

Auch der Elternrat verlangt konkrete Vorschläge.

Die werden nun diskutiert. Es stehen drei Varianten zur Diskussion: grundhafte Sanierung des bestehenden Gebäudes, grundhafte Sanierung des bestehenden Gebäudes plus Anbau oder kompletter Abriss des alten Schulgebäudes und Neubau. Mit dem Variantenvergleich soll ein Planungsbüro beauftragt werden.

Um das Projekt Bildungscampus Ribnitz-West auf den Weg bringen zu können, sieht der Plan 2017 für die Bestreitung der Planungskosten 200 000 Euro vor. Für die bauliche Umsetzung sind in den Jahren 2018, 2019 und 2020 jeweils zwei Millionen Euro geplant. Klar sei, so Körner, dass dieses Vorhaben nur dann umgesetzt werden könne, wenn Fördermittel fließen. Da hofft die Stadt auf Zuwendungen von jeweils 1,2 Millionen Euro in den Jahren 2018 bis 2020. Aus welchem Fördermitteltopf diese kommen sollen, ist derzeit allerdings noch nicht klar.

Der Schulteil der Bernstein-Schule in der Berliner Straße erscheint im Plan 2017 mit 70 000 Euro und in 2018 mit 1 Million Euro. Dieses Geld soll unter anderem in die elektrotechnische Sanierung und die Sicherheitsanlage fließen. Auch dieses Vorhaben kann nur umgesetzt werden, wenn Fördermittel kommen (750 000 Euro). Investiert werden soll auch in die Harbig-Schule Damgarten. Der Plan 2017 sieht 100 000 Euro für die sicherheitstechnische Anlage und die elektrotechnische Sanierung vor.

Beispiele für weitere Investitionen

Zu den Bereichen , die erhebliche

Aufwändungen verlangen, gehören

die Straßen und Wege. Allein für deren Unterhaltung sind von 2017 bis einschließlich 2020 pro Jahr 100000 Euro eingeplant. „Eigentlich müssten es 200000 Euro sein“, so Bauamtschef Körner.

Aber mehr könne sich die Stadt nicht leisten. Über eine Million Euro kostet die Sanierung der Bahnhofstraße (Priorität 1). In Angriff genommen werden kann dieses Vorhaben nur, wenn Fördermittel in Höhe von 500000 Euro kommen. Sanierungsarbeiten sind auch in der Schanze vorgesehen. Kosten: 250 000 Euro. Die Summe steht im Plan 2018 (Priorität 2).

Auch in Sportstätten soll investiert werden, zum Beispiel in die Sporthalle Freundschaft, die die höchste Prioritätsstufe erhielt. Knapp 300 000 Euro sind für 2017 eingeplant (Zuwendung: 108000 Euro).

Edwin Sternkiker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.