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Stadt geht mit drei Projekten ins Rennen um Fördermittel

Ribnitz-Damgarten Stadt geht mit drei Projekten ins Rennen um Fördermittel

Ribnitz-Damgarten hofft auf EU-Geld für Orgelsanierung, den Neubau eines Mehrzweckhauses und die Erneuerung der Forstscheune

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Die Rasche-Orgel in der Ribnitzer Klosterkirche ist in einem schlechten Zustand, 1985 soll sie das letzte Mal erklungen sein.

Quelle: Foto: Edwin Sternkiker

Ribnitz-Damgarten. Mit drei Projekten geht Ribnitz-Damgarten an den Start, um an Fördermittel aus dem Leader-Förder-Programm der EU zu kommen. Dabei handelt es sich um den Neubau eines Mehrzweckhauses, das auf dem Gelände des Freilichtmuseums Klockenhagen entstehen soll, die Restaurierung der Rasche-Orgel in der Ribnitzer Klosterkirche und die Sanierung der Scheune auf dem Forsthof Neuheide. Alle drei Vorschläge zum Projektaufruf 2018 wurden von den Mitgliedern des Ausschusses für Stadt- und Ortsteilentwicklung, Bau und Wirtschaft einstimmig bestätigt.

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Ribnitz-Damgarten hofft auf EU-Geld für Orgelsanierung, den Neubau eines Mehrzweckhauses und die Erneuerung der Forstscheune

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Förderung seit 1991

Leader (französisch: Liaison entre actions de developpement de l'economie rurale, Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Ziel ist es, die ländlichen Regionen Europas auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen.

Mit dem Mehrzweckhaus sollen mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, erläutert Fried Krüger, Chef des Freilichtmuseums. Zum einen soll damit eine Übernachtungsmöglichkeit für Radler und Schulklassen geschaffen werden. Zum anderen soll hier der Dorfverein ein Domizil finden. Außerdem könne der Ortsbeirat im Mehrzweckraum des Gebäudes seine Sitzungen abhalten. Ausschussmitglied Udo Voß (CDU/FDP) verwies darauf, dass der Radtourismus „unheimlich zugenommen“ habe. Deshalb wäre es sehr gut, eine Übernachtungsmöglichkeit für Radler anzubieten.

Ausschussmitglied Reinhardt Röwer (Die Unabhängigen) erinnerte daran, dass der Radweg zwischen Klockenhagen und Hirschburg bald fertig gebaut sein wird. Das werde für einen weiteren Schub beim Fahrradtourismus sorgen. „Sicher, das Mehrzweckhaus kostet einiges, ich bin mir aber sicher, dass sich das Gebäude amortisieren wird“, so Röwer. Außerdem gebe es auch seitens des Dorfvereins, unter dessen Dach mehrere Gruppen tätig seien, ein großes Interesse daran, einen Ort zu haben, wo diese Gruppen unterkommen können.

Hans-Dieter Hänsen (SPD/Grüne) erinnerte daran, dass ein solches Haus bewirtschaftet werden müsse. „Es entstehen Folgekosten. Müssen wir die im Haushalt berücksichtigen?“, fragte er. Fried Krüger schloss das aus und verwies darauf, dass zum Beispiel Reinigungsarbeiten oder Buchungen vom Museumspersonal miterledigt werden würden. Außerdem: „Radeln ist ein Mega-Trend, da kommt auch Geld rein“, sagt Fried Krüger.

Für die Sanierung der Orgel in der Klosterkirche setzt sich indes der Freundeskreis Kloster- und Stadtgeschichte Ribnitz-Damgarten ein. Nachdem es im vergangenen Jahr nicht gelungen war, in die Leader-Förderung zu kommen, soll nun ein weiterer Anlauf gestartet werden, erläutert Vereinsvorsitzender Axel Attula.

Gebaut wurde die Orgel 1840 vom Rostocker Orgelbauer Heinrich Rasche. Sie sei das einzige erhaltene historische Kircheninstrument der Stadt, betont Attula. Erst wenn die Orgel saniert worden ist und wieder für Konzerte genutzt werden kann, könne die Sanierung der Ribnitzer Klosterkirche als abgeschlossen betrachtet werden. Letztmalig soll auf ihr 1985 gespielt worden sein. Die Gesamtkosten für die Sanierung werden auf 113 000 Euro beziffert. Der größte Teil soll über Fördermittel abgedeckt werden, die Stadt wäre mit 10 000 Euro dabei, der Freundeskreis Kloster- und Stadtgeschichte und der Museumsverein des Bernsteinmuseums sind bereit, sich mit 18 000 Euro zu beteiligen.

Was die historische Scheune auf dem Forsthof Neuheide angeht, so würde man sich freuen, wenn es gelänge, diese zu erhalten, sagt Bauamtsleiter Heiko Körner. Allerdings sei sie sehr marode, die Zeit laufe davon. „Wenn wir dieses Jahr nicht in die Förderung kommen, dann bleibt nur der Abriss.“

Welche Projekte 2018 mit Geld aus dem EU-Förderprogramm Leader im Bereich Nordvorpommern umgesetzt werden sollen, entscheiden die Mitglieder der Lokalen Leader-Aktionsgruppe der Region (LAG). Nachdem am vergangenen Freitag bei einer Zusammenkunft in Dettmannsdorf eine Sichtung vorgenommen wurde, werden die Mitglieder der Aktionsgruppe am 9. Oktober zu einer weiteren Runde zusammenkommen, um eine Prioritätenliste zu bestätigen , informierte Olaf Manzke, Sprecher des Landkreises Vorpommern-Rügen.

Edwin Sternkiker

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